KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

28.02.2007 um 20:43 Uhr

hallu rolf!

von: rolf   Kategorie: **in eigener sache!

es war im herbst 2003, als ich eine reise nach marokko vorbereitete. das telefon klingelte. es war samir, mein bekannter in marokko. zu meiner verblüffung erzählte er mir, dass er auf dem weg nach europa sei.

ich traf samir damals nicht mehr in marokko an. samir war verschwunden.

auch nach rückkehr nach deutschland kam von ihm kein lebenszeichen. nach einem jahr wandte ich mich an die spanische und marokkanische botschaft in berlin und gab eine vermisstenmeldung auf.

spanien deswegen, weil dieses land von marokkanern sehr oft als zufluchtsort in europa gewählt wird.

ich habe keine antwort erhalten, obwohl ich samirs identitätskarte per kopie meinem brief beilegte und um hinweise bat.

es vergingen monate - ja, jahre - bis ich mich mit dem gedanken vertraut machte, dass es samir nicht mehr gab. um mit dieser situation fertig zu werden, schrieb ich eine geschichte - es ist die ambitionierteste, die ich im internet veröffentlicht habe:

GOTTES SEGEN IN AL ANDALUS - MEIN WEG NACH MAROKKO

ich weiss, dass jedes jahr unzählige marokkaner auf dem weg nach europa ertrinken. warum sollte samir ein anderes schicksal beschieden sein? zu oft hatte er mir erzählt, marokko verlassen zu wollen. und immer hatte ich ihn gebeten, sich dieser gefahr nicht auszusetzen - sondern in marokko zu bleiben.

ich hatte ihm geholfen und wollte ihm weiter helfen - so wie es meinen möglichkeiten entspricht. ich wollte nicht einsehen, dass ein intelligenter, begabter mensch marokko verlassen muss, weil er dort für sich keine chance sieht.

ich drang aber mit meinen worten wohl niemals an sein ohr.

die jahre kommen und gehen ... und irgendwann verliert sich auch gott sei dank die traurigkeit, einen menschen nicht mehr wiederzusehen. das alles weicht einer erträglichen wehmut ...

vor drei tagen klingelte das telefon. ich sah, dass das gespräch aus marokko kam. weil mein telefon nur kurz klingelte, wusste ich: ich sollte zurückrufen. so hatte ich es irgendwann mit samir ausgemacht.

also wählte ich die telefonnummer und hörte nur:

"hallu, rolf - wie geht es dir?"

es war, als kehrte ein toter ins leben zurück. ich war sprachlos. ich spürte keine erleichterung und keine freude.

ich wollte auch gar nicht wissen, was in den über 40 monaten geschehen war, seitdem ich zum letzten mal mit ihm telefoniert hatte.

war er wegen eines fluchtversuchs im gefängnis gewesen? hatte er mit drogen gehandelt? ich weiss es nicht - und will es auch nicht wissen.

gesehen habe ich ihn zum letzten mal im februar 2003 - vier jahre sind eine verdammt lange zeit.

... eine lange zeit - die mich sprachlos macht.

es ist gut, samir am leben zu wissen.

ich legte - ohne auch nur irgendein wort zu sagen - auf.

ich finde darüber hinaus keine worte mehr ...

28.02.2007 um 17:32 Uhr

diät nach airbus-art!

AIRBUS will seine produktionsabläufe verschlanken, einige werke verkaufen und ... 10.000 mitarbeiter in deutschland, frankreich, england und spanien entlassen.

ich frage mich die ganze zeit: was haben diese 10.000 mitarbeiter, die offensichtlich überflüssig sind, die ganze zeit getan? haben sie papierflugzeuge gebaut oder baupläne von frankreich nach deutschland und zurück transportiert?  

ich meine: 10.000 mitarbeiter ist eine gewaltige zahl! sie müssen doch irgendetwas sinnvolles getan haben. anscheinend aber nicht, wenn AIRBUS sich jetzt so "mir nichts dir nichts" von ihnen trennen will. ich kann ja verstehen, dass man aus strukturellen- und kostengründen einige werke schliessen will. dieser ganze bürokraten-aufwand und das proporz-diktat zwischen den europäischen ländern - allen voran frankreich und deutschland - war ja schon längst ein monstrum von zuständigkeiten.

aber - man baut doch nicht flugzeuge, um plötzlich festzustellen, dass 10.000 menschen zu viel dran rumgeschraubt haben!

da muss doch allerhand mehr gründlich schief gelaufen sein, oder?  

28.02.2007 um 16:50 Uhr

afrika in alten atlanten!

von: rolf   Kategorie: **aus dem bücherschrank!

dieses blatt (unten), das eine übersicht afrikas zeigt, stammt aus einem atlas von 1896. es ist wirklich interessant, sich atlanten des 19. jahrhunderts anzuschauen. je weiter wir zurückgehen, desto „weisser“ werden z.b. die afrika-karten.

afrika war bis weit ins 19. jahrhundert (und noch darüber hinaus) in weiten teilen „terra incognita“. gut zu sehen, dass auf dieser hier gezeigten tafel die küstenstriche recht detailliert karthographiert sind. hier setzten sich etwa ab mitte des 19. jahrhunderts die kolonialisten fest und zeichneten genaue pläne der gebiete, die sie okkupiert hatten.

je weiter wir aber ins innere des kontinents schauen, desto mehr weisse flecke entdecken wir - und hier vor allem im gebiet der sahara. das hat beileibe nicht den grund, dass dort nur wüste und sand zu finden sind. auch die sahara hat hohe gebirge, tiefe senken, einige - zumeist ausgetrocknete - flüsse (oueds), oasen und binnenseen.

allerdings ist das klima der sahara auf eine weise menschenfeindlich, dass er kaum jemand wagte, dorthin vorzudringen. wirklich erforscht wurde die sahara erst ende des 19. jahrhunderts - im zuge der suche nach den quellen des nils. ein weiterer grund war der wunsch der engländer, zwischen ihrem mandatsgebiet ägypten und der kolonie südafrika einen durchgehenden landweg zu etablieren. der musste aber notwendigerweise durch erforschtes - vor allem wegbares und sicheres land führen.

erst nach und nach erforschten die europäer den gesamten kontinent. sie taten das nicht etwa nur aus neugier oder entdeckerfreude, sondern immer auch auf der suche nach neuen, wirtschaftlichen ressourcen.

die entdeckungsgeschichte afrikas erklärt sich aus handfesten interessen - und war deswegen eine politische und wirtschaftliche herausforderung aller kolonialmächte im 19. jahrhundert.

28.02.2007 um 08:55 Uhr

instant-nudeln!

jeder kennt sie - die tüten mit den instant-nudeln ... ein wenig wasser drauf und schon (schwupps) haben wir eine köstliche brühe.

jetzt ist der erfinder der instant-nudeln, momofuku ando, gestorben. das ist traurig ... bleiben aber wird ein kulinarisches highlight, das seinesgleichen sucht.

schwupps!

p.s. wie geht es eigentlich dem erfinder des instant-kartoffelbreis? ich hoffe gut ... 

27.02.2007 um 23:04 Uhr

vegan essen in marokko!

von: rolf   Kategorie: **korrespondenzen!

hallo rolf,

zurück aus marokko muss ich dir sagen: nie wieder! als vegetarier mags ja dort noch gehen. allerdings ernähre ich mich strikt vegan. die wissen dort aber nicht mal, was das ist. kannst du das verstehen?

gruss olli

hallo olli!

wenn es dir in marokko nicht gefallen hat, reise das nächste mal doch einfach nach bangladesch. fleisch gibt es da so gut wie überhaupt nicht und viele frauen kochen stattdessen einen eintopf aus gras und sauerampfer. das soll sehr gesund - und natürlich absolut vegan - sein!

gruss rolf

p.s. es ist überhaupt unerhört, dass länder der dritten welt (oder "schwellenländer" wie marokko) auf sowas keine rücksicht nehmen. wenn du mich fragst: ein skandal! wie die harten kopfkissen in den hotels - auch so ein grund, nie wieder nach marokko zu reisen.

VEGAN!

27.02.2007 um 22:13 Uhr

niemand soll schlafen gehen ...!

von: rolf   Kategorie: **in eigener sache!

niemand soll schlafen gehen, ohne ein lied mit in seine träume zu nehmen ...

es wacht - hörst du mich? - stets ein engel über uns. er wird dich beschützen - heute und besonders auch morgen. ich bin da ganz gewiss. meine grüsse gehen nach hamburg ... es wird alles gut gehen, mein freund!

ALLE MEINE GEDANKEN SIND BEI DIR!

du wirst wieder ganz gesund werden - ich will das so! Fröhlich

27.02.2007 um 21:26 Uhr

eine mail an mich!

von: rolf   Kategorie: **korrespondenzen!

hallo herr rolf,

ich brauche ihren rat. das problem ist folgendes. ich besitze einen wunderschönen vorgarten. rechts wächst eine reihe von corniferen, links eine reihe von tannen. dort eingestreut sind buchsbäume - also immergrüne gewächse.

mit immergrün ist auch der wasch-beton-plattenweg eingefasst, der von der pforte bis zur haustür führt. der rasen, in dem kein hälmchen unkraut zu finden ist, wird von mir - winters wie sommers - kurz gehalten. der jägerzaun schliesslich, der zur strasse hin steht, rundet diese idylle auf rustikale weise ab.

mein vorgarten ist wirklich schön. auch die kleinen gartenzwerge, die unter den bäumchen hervor lugen, freuen sich und sind stets gut gelaunt.

wie aber verhindere ich es, dass mir mein nachbar lasinghaus jedes mal beim vorbeigehen in den vorgarten spuckt?

danke und grüsse von gisbert mishart

hallo herr mishart!

schiessen sie ihn doch einfach tot!

gruss rolf

27.02.2007 um 20:47 Uhr

der roman eines verliebten!

von: rolf   Kategorie: **aus dem bücherschrank!

es ist mir - fast - das liebste buch von thomas mann. auf jedem fall ist es aber - neben "felix krull" - sein heiterstes. ich spreche von "königliche hoheit" - dem roman, den thomas mann schrieb, als er mit katja pringsheim verlobt war. wer sich mit der raunend-schweren prosa thomas manns schwer tut, sollte einfach zu diesem buch greifen.

es ist die geschichte eines kleinen, winkligen und verstaubten herzogtums, in das - zur freude aller - plötzlich ein reinigend-klarer frühlingswind weht. wie das geht, wie das aussieht und wie es erzählt wird, ist auf herzerfrischende weise schön und ... mächtig unterhaltsam.


27.02.2007 um 20:28 Uhr

nikolaus benjamin richter in libyen!

von: rolf   Kategorie: **aus dem bücherschrank!

über den sahara-forscher nikolaus benjamin richter hatte ich auf meiner homepage berichtet. es mag sein, dass sein buch "unvergessliche sahara" nicht überall so recht angekommen ist, denn es wurde in den 50er jahren bei brockhaus in leipzig gedruckt.

das wäre bedauerlich, denn richter schreibt nicht nur besonders gut, er hat von seiner expedition nach libyen auch schöne aquarelle mitgebracht. einige davon können ebenfalls auf meiner homepage angesehen werden.

es gibt noch so viel über nikolaus benjamin richter zu erzählen - am besten ist es, einmal auf meine homepage zu schauen!

HIER!

und

HIER!

27.02.2007 um 18:59 Uhr

burenblut!

von: rolf   Kategorie: **aus dem bücherschrank!

vielleicht wird der eine oder andere wissen, dass ich mich beruflich vornehmlich mit älteren und alten büchern beschäftige. deswegen habe ich auf meiner homepage eine neue kategorie eingerichtet:

"aus dem bücherschrank geholt"

den anfang macht ein buch "für die reifere jugend", das 1900 erschien und "burenblut" heisst. als es ein kunde bei mir bestellte, rieselte es mir kalt den rücken hinunter. ich verstand aber bald die zuammenhänge. um die jahrhundertwende grassierte in deutschland eine "buren-euphorie". der grund war der krieg der engländer gegen die aus holland nach südafrika eingewanderten siedler.

wer gegen england krieg führt (und die engländer bekamen zu anfang von den buren gehörig eins auf die mütze), muss - so war die schlichte deutsche denkungsart - ein freund und verbündeter deutschlands sein.

mein kollege, bei dem ich das buch bestellte, schrieb deswegen auch: "ist das buch etwa chauvinistisch?"

ja, herr kollege, ist es - und wie!

schon im vorwort kommt der autor so richtig zur sache. vom reinen burenblut ist da die rede - und wie es (rein rassemässig Traurig ) mit dem deutschen verbunden sei. und überhaupt: wer gegen england ist, ist für deutschland. es wird auch gleich von den tapferen und frommen buren gesprochen. keine rede aber davon, dass die buren auf besonders sture weise an der sklaverei festhielten. das war gar nicht so fromm!

ich habe übrigens über die buren auf meiner homepage in den "notizen zum kolonialismus" etwas aufgeschrieben. HIER !

so erbaulich also wurde die deutsche jugend um 1900 mit "blutrünstiger" lektüre bedient. alles war schon da: der rassenhass und der völkerhass. das alles musste sich nur noch entladen.

26.02.2007 um 22:38 Uhr

ich bin es vielleicht einigen schuldig!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

ich bin es vielleicht einigen schuldig, mich zu erklären und zu sagen, was mich dazu bewogen hat, schluss zu machen mit meinen beiträgen und kommentaren zu einigen foren im internet.

ich sage es ganz frei heraus: diese foren sind mir unendlich fern - von ihrer denkungsart und dem klima, das dort herrscht.

ich habe dennoch einige freunde hier und dort getroffen und möchte sie in meinem leben nicht mehr missen. ich sage auch dies: es waren immer die intelligentesten und die, die am meisten "unter feuer" standen. das eine ist aber auch - wie wir wissen - das andere. es wiederholt sich im internet also nur das, was wir im "realen leben" alltäglich erleben.

ich nehme für meine freunde, meine kommentatoren im weblog und die guten bekannten im internet in anspruch, dass ihre stimmen stets klar, wahr und deutlich sind. das sind keine querulanten, nörgler und miesmacher ...

im gegenteil: das sind aufrechte menschen, die zu ihrer meinung stehen. und die noch dazu eines besitzen, für die sie viele beneiden:

die liebe!

sie - wir alle - mögen geschüttelt, gebeutelt und betrogen worden sein. aber wir haben doch geliebt ...

und das ist ein grosses geschenk: unser herz zu öffnen, jedes risiko einzugehen, zu vertrauen ...

wir mögen (und werden auch - das ist der lauf der welt) enttäuscht werden. wenn wir aber hassen würden, müssten wir zuerst uns hassen. wir müssten nämlich unseren kleinmut hassen, der immer nur aufrechnet, was wir geben und was wir bekommen.

krämerseelen, kleine irrlichternde geister, viel schneller vergessen, als sie es ahnen ...

wenn sie aber manchmal so laut sind, so unerträglich laut sind und geifernd noch dazu ... dann sind sie das nur, weil sie wissen, dass sie vergessen sind - von allen, vor allem aber von ihrer liebe.

ich weiss nicht, ob wir das bedauern sollten. denn wir alle haben oder hatten die wahl:

entweder:

einem menschen über die stirn zu streichen und zu sagen: "ich habe dich lieb!"

oder:

ihn zur rede zu stellen und rechenschaft zu fordern ...

wie alles eines tages ausgeht, weiss keiner. wer aber einmal das getan hat: zu lieben, nichts zukünftiges zu bedenken, keine rechnung für die zukunft aufzumachen - hat ein grosses glück auf seiner seite.

denn:

wer hier rechnet, ist ganz und gar verloren!

allen meinen freunden, die heute enttäuscht, entsetzt oder fassungslos sind, will ich dieses lied widmen:

PERHAPS LOVE!

26.02.2007 um 17:43 Uhr

ende der berichterstattung!

ich habe mich entschlossen, in diesem weblog meine berichterstattung über gewisse foren im internet einzustellen.

ich habe auch sämtliche beiträge und kommentare in diesem zusammenhang gelöscht.

ich habe das nicht etwa deswegen getan, weil ich mich irgendeines "vergehens" oder sonst was schuldig fühle, sondern schlicht deswegen, weil ich keine lust habe, zukünftig weitere strafanzeigen zu stellen, mich mit staatsanwaltlichen ermittlungen oder anwaltsschreiben herumzuärgern.

ich betreibe meinen weblog und meine homepage, weil es mir spass macht - und nicht, um die dreckige wäsche anderer zu waschen. sollen sie gefälligst selbst für einen vernünftigen, fairen umgang miteinander sorgen.

ich hoffe auf das verständnis meiner leser!

26.02.2007 um 08:48 Uhr

georg kreisler bringt es auf den punkt!

zwar hat es mit dem frühling noch ein wenig zeit und der urlaub (in tunesien, marokko oder der türkei) steht auch noch dahin. dennoch können wir uns schon mal ein wenig auf die schönste aller jahreszeiten einstimmen - mit einem text von georg kreisler:

Ja, der Frühling, der Frühling, der Frühling ist hier,
Geh mer Tauben vergiften im Park!
Kanns geben im Leben ein größres Plaisier
Als das Tauben vergiften im Park?
Da Hansel geht gern mit der Mali,
Denn die Mali, die zahlt's Zynkali,
Die Herzen sind schwach und die Liebe ist stark
Beim Tauben vergiften im Park!
Nimm für uns was zu naschen
In der andern Taschen,
Geh mer Tauben vergiften im Park!

als flyer "against was weiss ich" ist dieser text allerdings eher ungeeignet! Sonstige

25.02.2007 um 22:37 Uhr

hühner auf der leiter!

die hühner von bauer theodor hatten eine besondere leidenschaft. abends, wenn sie - vor dem zubett gehen - auf der hühnerleiter zusammen sassen, war es ihr grösstes vergnügen, noch ein wenig zu gackern. am liebsten gackerten sie - immerhin, sie waren hühner - über die hähne und alles, was damit (liebesglück, liebesleid) im zusammenhang stand.

die hühner von bauer theodor hatten allerdings ein problem. auf dem hühnerhof lebte nur ein einziger hahn. eigentlich waren alle hühner damit zufrieden - nur abends, wenn sie auf der hühnerleiter sassen, regte sich ihr argwohn.

es konnte sogar geschehen, dass eifersucht unter den hühnern ausbrach. das jedoch sah bauer theodor gar nicht gern, weil eifersucht hühner daran hindert, fleissig eier zu legen.

das problem - um es kurz zu machen - war schlicht dies:

wenn ein huhn (abends auf der hühnerleiter) von seinem liebesglück gackerte, waren alle - aber auch alle - anderen hühner schwer beleidigt. sie fühlten sich in ihrem hühnerglück betrogen, weil ein hahn gefälligst dafür zu sorgen hat, dass alle hühner glücklich sind.

alle hühner - bis auf eines - wussten plötzlich, warum sie sich so schlecht fühlten: ihnen war das liebesglück versagt, das ihrer schwester so reich zuteil wurde.

eine ungerechte hühnerhof-welt!

besinnlicher ging es immer dann auf der hühnerleiter zu, wenn ein huhn von seinem liebesleid gackerte. dann spitzten alle anderen hühner ihre kleinen ohren und hörten genau zu. wenn - so dachten sie - der hahn dieses huhn nicht erhört hat, steigen doch ganz bestimmt die eigenen chancen, seinem herzen ganz nahe zu kommen.

es war zwar keinem huhn so recht deutlich, wer die glückliche sein würde. aber - so kicherten sie in sich hinein:

wenigstens schon mal eine rivalin weniger!

erzählte ein huhn von seinem liebesleid, kullerten dicke hühnertränen die hühnerleiter hinab. die hühner nahmen das unglückliche huhn fest in den arm, trösteten es mit den worten: "der hahn ist es nicht wert!" und seufzten insgeheim: "wie gut, dass es mich nicht getroffen hat!"

besonders einig waren sich die hühner immer dann, wenn eines von ihnen davon gackerte, vom hahn betrogen worden zu sein. denn davon wussten sie alle ein lied zu singen.

sie stiessen deswegen das huhn an und riefen (im chor): "erzähle uns doch bitte, wie es bei dir war!"

und wenn dann das huhn von ihrem betrogenen glück erzählte, seufzten und stöhnten die hühner vor lauter selbstmitleid und gingen am ende mit dem festen vorsatz zu bett:

nie wieder einen hahn auch nur anzuschauen! 

25.02.2007 um 20:18 Uhr

ein lob tut ja auch mal gut!

von: rolf   Kategorie: **in eigener sache!

1.

Großes Lob. Ihre Homepage ist eine wertvolle Bereicherung im Web.
Aufgrund meiner bevorstehenden Marokko Reise habe ich hier schon viel wissenswertes über allgemeines und angebotene Ausflüge im Land erfahren. Auch die Bilder sind echt toll.

Habe die Site mal zu meinen Favoriten hinzugefügt und werde sie auch mal weiterempfehlen.

T.P

2.

hallo rolf,

durch zufall und das surfen über marokko bin ich auf ihre sehr interessannte homepage gelangt.
habe mit interesse ihren reisebericht durch marokko - bergsee begegnung mit militär - gelesen.
da ich als marokko-neuling mit meinem sohn die absicht habe ende märz für eine woche eine kleine tour durch marokko als schnuppertour zu machen - ich über 50 er mitte 20 - wollte ich bei ihnen anfragen, ob sie mir ein paar tips bezüglich mietwagen- hotels etc. geben könnten- eventuell auch verbindungsadressen- z.b. ihr hotel aus dem bericht in marrakech.

wäre schön bald von ihnen zu hören - vielleicht könnte ich ja auch mit ihnen tel.

schönen sonntag noch

mit freundlichen grüssen
g.h.

25.02.2007 um 10:58 Uhr

serrano-filetröllchen!

hier ein rezept, das ich erst heute abend ausprobieren werde. über das ergebnis werde ich berichten. das rezept habe ich mir im fernsehen abgeschaut - und ein wenig modifiziert.

wir legen scheiben von serrano schinken aus, darauf schichten wir sehr dünne scheiben vom schweinefilet. alles wird gepfeffert - gesalzen muss wenig werden, da das salz ja schon vom schinken kommt.zum schluss streuen wir auch noch rosmarin und fein gehackten knoblauch über das filet.

anschliessend wird alles zu einer art roulade aufgerollt und mit einem zahnstocher zusammengehalten. in eine bratenreine geben wir wenig fett, legen die schinkenröllchen hinein und streuen rund herum fein geschnittene zwiebeln.

die bratenreine kommt in den mit 180 grad vorgeheizten ofen. nach etwa 20 minuten beginnen die zwiebeln zu braten. wir giessen deswegen ein wenig wasser an und lassen die bratenreine noch weitere 20 minuten im ofen.

nach ende der bratzeit heben wir die rouladen aus der bratenreine und passieren den verbleibenden fond durch ein sieb.

dazu kommt ein wenig senf, balsamico-essenz und ein spritzer zitrone. abgerundet wird die sauce mit creme fraiche.

zu den schinken-rouladen passen kroketten. als gemüsebeilage haben wir die freie auswahl.

nun - wie gefällt euch das rezept?

edit rolf: 25.2.2007, 19:10

alles wunderbar! es reichen aber wohl 30 minuten im ofen (180 grad). auch sollte man mit salz, knoblauch und rosmarin recht sparsam sein. es empfiehlt sich, nach ca. 15 minuten einen mix aus wasser, senf und balsamico-essenz direkt über die filet-röllchen zu giessen.

guten appetit

wünscht Jocim

25.02.2007 um 10:07 Uhr

die sache mit dem olivenöl!

ich staunte nicht schlecht, als ich jetzt las, dass marokko seine olivenproduktion steigern will. dabei hat die europäische union schon vor jahren quoten festgesetzt, welche ihrer mitgliedsländer wie viel olivenöl auf den markt bringen dürfen. griechenland zum beispiel wird grosse teile seines olivenöls gar nicht mehr los.

ich habe in meinem reisebericht über KORFU etwas dazu aufgeschrieben: HIER!

wenn man allerdings den presseartikel richtig liest, wird schnell klar, um was es eigentlich geht. marokko soll immer dann einspringen, wenn die olivenernte in spanien und italien schlecht ausfällt. marokko soll sozusagen der lückenbüsser sein.

zu welchen preisen marokko sein olivenöl verkaufen muss, wage ich mir gar nicht vorzustellen. es liegt doch auf der hand, dass die mitgliedsstaaten der EU erst einmal ihr eigenes olivenöl verkaufen wollen. ich misstraue dabei der aussage, dass der bedarf schon jetzt nicht mehr gedeckt werden kann.

in jahren schlechter ernten mag das allerdings zutreffen. das bedeutet aber auch, dass marokko nur allzu leicht zum spielball wirtschaftlicher interessen wird.

es ist eine schreckliche vorstellung, dass länder des maghreb - wenn überhaupt - immer nur am katzentisch der EU sitzen dürfen!

OLIVENÖL AUS MAROKKO

25.02.2007 um 09:29 Uhr

mein hund und der müll!

von: rolf   Kategorie: **in eigener sache!

über jahre hinweg interessierte sich mein hund nicht für den müllbehälter, der bei mir in der küche steht. plötzlich hat sich das geändert. seit einiger zeit übt der müllbehälter eine unwiderstehliche anziehungskraft aus. immer nachts, wenn ich schlafe, macht sich mein hund über den abfall her - und zerstreut ihn in der küche. daran hindert ihn auch der deckel nicht, der auf dem müllbehälter sitzt. irgendwie schafft es mein hund immer wieder, den müllbehälter zu öffnen und den abfall zu sortieren:

nach essbarem und uninteressantem ...

man mag sich vorstellen, wie meine laune ist, wenn ich morgens in die küche komme und das ergebnis der nächtlichen sortierungsaktion sehe.

ich frage mich - und weiss keine antwort: wie kann ich meinem hund diese lästige angewohnheit austreiben? den vorschlag, einfach die tür zur küche zu schliessen, kann ich nicht realisieren. denn bei mir ist die diele (dort steht das körbchen für den hund) nicht von der küche (dort steht der müllbehälter) getrennt.

vielleicht sollte ich aber nachsichtig sein. womöglich ist mein hund die reinkarnation eines müllwerkers. wäre es so, träfe ihn keine schuld.

es wäre vielmehr seine profession!


24.02.2007 um 22:05 Uhr

friedrich und katte - amalie und trenck!

von: rolf   Kategorie: **von meiner homepage!

zwei notizen, die ich zur preussischen geschichte für den weblog geschrieben habe, sind jetzt auch auf meiner homepage nachzulesen. ich habe ihnen den titel:

"PREUSSISCHE SCHATTENBILDER"

gegeben.

friedrich und katte - amalie und trenck ...

DER "VERGESSENE" FREUND!

24.02.2007 um 19:32 Uhr

rolfs italienische tage! (6)

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

so langsam heisst es, abschied zu nehmen von italien - wenigstens in meinem weblog. mit san remo hatte alles begonnen ... und irgendwie endet es auch dort. lasst euch noch einmal verzaubern vom flair italiens, von den wunderbaren menschen und ihrer hinreissenden art, uns aufs schönste mit emotionen zu verwöhnen:

BELLA ITALIA!