KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

30.04.2007 um 19:44 Uhr

ilse scheer!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

hannelore hat es geschrieben: ilse scheer ist gestorben. sie war eine wunderbare brecht-interpretin. wer einmal ihre stimme hörte, vergisst sie nicht mehr.

ILSE SCHEER

HANNELORE SCHREIBT:

Die österreichische Schauspielerin und Regisseurin Ilse Scheer, Mitbegründerin der Berliner "Theatermanufaktur", ist tot. Sie starb bereits am Dienstag nach schwerer Krankheit im Alter von 71 Jahren. (20.04.2007, 11:14 Uhr)
Berlin - Scheer war auch Mitbegründerin der legendären "Komödianten" am Wiener Börsenplatz und hatte dort mit Programmen wie "Bettler, Bauern und Balladen" oder "Kaiser- und Küchenlieder" die Bühne entscheidend geprägt.
Gemeinsam mit Otto Zonschitz gründete sie 1970 die "Theatermanufaktur" und siedelte sich in Berlin an. Mit Stücken wie "Der Gesang vom lusitanischen Popanz" von Peter Weiss, "1848" von Otto Zonschitz oder "Johann Faustus" von Hanns Eisler spielte das Ensemble auf Tourneen durch ganz Europa und bei internationalen Festivals. Scheer inszenierte auch am Württembergischen Staatstheater Stuttgart, bei den Ruhrfestspielen und dem LTT Tübingen.

Von 1980 bis 1991 war sie künstlerische Mitleiterin der "Theatermanufaktur" und seit 1991 wieder verstärkt am Jura Soyfer-Theater in Wien, im Theater am Spittelberg und im Staatstheater Van in der Türkei tätig. 2006 brachte sie die mittelalterliche Musikkomödie "Roman de Fauvel" mit dem Ensemble "Collage - forum für frühe musik berlin" auf die Bühne. Noch im Februar und März 2007 hatte Scheer Soloauftritte als Brecht-Interpretin in Gelsenkirchen und Stuttgart. (tso/dpa)

aus: http://www.tagesspiegel.de/kultur/nachrichten/theater-scheer-theatermanufaktur/100050.asp

ich lernte ilse scheer ende der 60er jahre kennen, als sie noch in wien am theater am börseplatz war. später hatte ich das glück sie immer wieder zu sehen, wenn sie in wien auftritte hatte.
persönlich war sie eine großartige frau, sehr gebildet und trotzdem bescheiden, hatte für all ihre freunde ein offenes ohr und vergaß niemanden.

ilse, du wirst mir fehlen, in diesem sommer und auch später!

30.04.2007 um 09:03 Uhr

adolf h. flippt aus!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

adolf h. flippt aus. eine parteiveranstaltung im fontane-haus und ohne klopapier führte dazu, dass sich seine stimme (mal wieder) überschlug.

so gewinnt man blumentöpfe ... aber keine wahlen. man darf sagen: gott sei dank!

WIR SCHALTEN UM ZUM PARTEITAG!

30.04.2007 um 08:48 Uhr

es ist wohl an der zeit ...!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

es ist wohl an der zeit, an den grossartigen und unvergessenen ERNST BUSCH zu erinnern, der in dunklen zeiten seine tapferen lieder sang.

er sang sie, um anderen mut zu machen. er sang sie angesichts der nazi-bedrohung und des bürgerkriegs in spanien. er sang sie, weil er wusste, dass der faschismus grösstes unheil über die völker bringen würde.

am vorabend des 1. mai sei deswegen an den grossartigen und unvergessenen ERNST BUSCH erinnert:

SOLIDARITÄT

29.04.2007 um 15:07 Uhr

nun sage noch einer ...!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

nun sage noch einer, die frühe rockmusik sei inzwischen etwas abgestanden und fade und man könne sie nun langsam nicht mehr hören.

wer sich vom gegenteil überzeugen möchte ...

HORCHT MAL HIER HIN!

29.04.2007 um 14:54 Uhr

mal wieder die sahara!

wer immer noch nicht recht weiss, wie gross die sahara ist und welches gebiet in afrika sie beansprucht, ist mit diesem satelliten-foto schnell im bilde. dank eines fast wolkenlosen himmels über afrika ist die sahara-region besonders gut zu erkennen - und die riesigen ausmasse dieser wüste.

QUELLE

29.04.2007 um 12:16 Uhr

niedergaren!

nachdem ich immer öfter von der methode des niedergarens höre und lese, habe ich mich jetzt im internet ein wenig schlauer gemacht.

niedergaren bedeutet, ein fleischstück bei 80 grad im backofen zu garen. geflügel sollte bei 90 grad in den ofen kommen. das ganze setzt allerdings einen ofen vorraus, der die temperatur recht konstant hält. übrigens sind die garzeiten recht variabel. beim niedergaren kann das fleisch ruhig ein wenig länger im ofen bleiben. es verliert dabei nicht seine saftigkeit.

es bleibt die frage, wie man bei einem auf diese weise gegarten fleischstück eine sauce bekommen soll. ich vermute, man muss sie separat - also mit einem kräftigen fleischfond - zubereiten.

ganz allgemein gesagt, eignet sich das niedergaren wohl am besten für alle fleischstücke, zu denen traditionell keine eigene sauce gehört. ein rinderfilet wird immer schon mit sauce bernaise gereicht, niemand würde auf die idee kommen, so ein edles stück fleisch in einem fond aus zwiebeln, gewürzen und wenig flüssigkeit zu garen.

wer sich mit dem niedergaren intensiver beschäftigen möchte, kommt wohl nicht darum herum, parallel dazu einen kräftigen fleischfond zuzubereiten. dazu werden fleischige rinder- bzw. lammknochen mit zwiebeln und karotten scharf angebraten, mit salz und pfeffer gewürzt, sodann mit wasser aufgefüllt und ca. drei stunden geköchelt. am ende wird der fond durch ein sieb gegossen und weiter reduziert.

so ein fond lässt sich gut einfrieren - steht also immer dann zur verfügung, wenn er grundlage für eine gehaltvolle sauce sein soll, die beim niedergaren selbst nicht entsteht.

zurück zum niedergaren:

nötig ist es, das fleisch zuvor anzubraten und danach in eine feuerfeste keramikform zu geben. ansonsten müssen wir uns um den bratvorgang nicht weiter kümmern. um einmal einen anhaltspunkt für die garzeiten zu geben, habe ich hier eine

GARTABELLE

verlinkt.

guten appetit wünscht

Jocim

28.04.2007 um 17:19 Uhr

auf der suche nach heinrich heine!

als antiquar wübbelzahn noch ein junger mann war und nicht ahnte, dass er sich eines tages beruflich mit alten büchern geschäftigen würde, besuchte er häufig die antiquariate seiner heimatstadt - vor allem eines, wo ein alter mann, der stets einen grau-blauen arbeitskittel trug, über die heerscharen von büchern wachte, die sich - treppauf, treppab - in den regalen reihten.

wenn der junge wübbelzahn das antiquariat besuchte, gab der alte antiquar ihm eine leiter in die hand und dann begannen die expeditionen in die literatur.

der junge wübbelzahn suchte auch nach einer gesamtausgabe von heinrich heine. das war allerdings ein schwieriges unterfangen. so oft er auch fragte - der alte antiquar schüttelte immer nur den kopf.

der junge wübbelzahn konnte sich darauf keinen reim machen. es standen doch goethe-, schiller- und lessing-ausgaben zuhauf in den regalen. warum also nicht auch eine von heine?

erst einige jahre später fand er eine antwort auf seine frage. heinrich heine war jude - und deswegen im Dritten Reich geächtet. wer also damals eine ausgabe des dichters bei sich zu hause stehen hatte, brachte sie brav zu einer sammelstelle der nazipartei, die nichts anderes zu tun hatte, als deutsche literatur zu verbrennen.

auf diese weise waren bald die allermeisten deutschen bücherschränke von heinrich heine „gesäubert“. es blieben kolbenheyer, carossa und will vesper.

sie waren deutsch - und schrieben deutsch ...

heinrich heine schrieb zwar auch deutsch, aber manchmal auch einen satz wie: „denk ich an deutschland in der nacht, so bin ich um den schlaf gebracht.“

wie recht er hatte, dachte der junge wübbelzahn bisweilen ... und gab allein schon deswegen seine suche nach dem dichter nicht auf. aber so oft der alte antiquar auch bücher in die regale räumte - heinrich heine war nie dabei.

„den haben sie gründlich verbrannt“, pflegte der antiquar zu sagen und pustete dabei verächtlich den staub aus den kolbenheyers, carossas und vespers, die seinen laden hoffnungslos verstopften.

der junge wübbelzahn musste einsehen, dass er im antiquariat nicht fündig wurde. allerdings sah es im modernen buchhandel nicht anders aus. kein verlag in westdeutschland verlegte - auch 25 jahre nach kriegsende - heinrich heine. das schlimme verdikt vom „juden heine“ wirkte auf boshafte weise weiter und sorgte für ein grosses vergessen. das war in diesem fall besonders schlimm, denn der junge wübbelzahn wusste sehr genau, dass heinrich heine zu den grössten dichtern überhaupt gehört.

eines tages fuhr der junge wübbelzahn nach berlin. die reise wurde vom gesamtdeutschen ministerium bezahlt. er liess es sich deswegen - also ganz gesamtdeutsch - nicht nehmen, einen blick über die mauer zu tun.

gleich sein erster weg in ostberlin führte ihn in eine buchhandlung. nun muss man wissen, dass die DDR grossen wert auf die pflege der literatur legte. die bücher, die der junge wübbelzahn dort in die hand nahm, waren ausgesprochen sorgfältig gebunden und ausgestattet. mochte sich die auswahl auch an der russischen literatur orientieren, so fehlten doch keineswegs thomas mann, ernst maria remarque, ernst toller, klaus und heinrich mann, leonhard frank und bert brecht.

der junge wübbelzahn interessierte sich jedoch vor allem für die klassiker-ausgaben des aufbau-verlags. das waren schlichte, in leinen gebunde bände, die den ganzen kosmos der deutschen literatur umspannten. wer wäre damals in westdeutschland auf die idee gekommen, autoren wie philip moritz arndt, ludwig börne oder karl gutzkow zu verlegen? in der reihe des aufbau-verlags fehlte jedoch keiner von ihnen ... und auch heinrich heine nicht.

der junge wübbelzahn trug den schatz - die vierbändige, in taubenblaues leinen gebundene ausgabe - über die grenze nach westdeutschland. endlich hatte er gefunden, wonach er so lange gesucht hatte ...

heute sitzt antiquar wübbelzahn machmal in seinem laden und lässt den blick über die regale mit den klassikern gleiten. dort stehen auch drei schöne, alte heine-ausgaben:

von bong, dem bibliographischen institut und von reclam.

sie stehen da nicht etwa, weil er sie inzwischen so oft findet. sie sind nach wie vor selten - wie zu zeiten, als der junge wübbelzahn danach suchte. sie sammeln sich vielmehr im regal, weil keiner nach ihnen fragt.

antiquar wübbelzahn würde sogar so weit gehen, einem jungen mann oder einer jungen frau eine leiter in die hand zu geben - nur, damit sie in seinem laden auf entdeckungsreise gehen können und vielleicht ...

ja, vielleicht auch auf heinrich heine stossen.

aber - zum einen ist das geschäft von antiquar wübbelzahn recht übersichtlich und aufgeräumt - und zum anderen verirrt sich kaum ein junger mensch in seinen laden. also nimmt er selbst manchmal einen band aus dem regal und beginnt zu lesen ...

... etwa die gedichte von heinrich heine, dessen bücher einst verbrannt wurden und die heute - was genau so schlimm und im resultat dasselbe ist - wohl langsam in die vergessenheit sinken.

28.04.2007 um 09:20 Uhr

grauenhaftes foren-layout!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

warum nur denken sich web- und forenmaster für ihre internetpräsenzen so irrwitzige farben aus? wissen sie denn nicht, dass beispielsweise eine weisse schrift auf schwarzem hintergrund extrem schwer zu lesen und ermüdend ist? und was soll eigentlich ein mysteriös-schwarzer hintergrund, wenn es sich um ein forum über die sahara handelt?

foren, die der information dienen, sollten ein schlichtes layout haben. man will dort lesen und nicht in einen mystisch-geheimnisvollen zusammenhang eintauchen.

leider experimentieren viele webmaster viel zu sehr mit farben und schriften. vielleicht wollen sie sich auf diese weise von anderen internetpräsenzen unterscheiden. aber ein eingängiges logo, eine benutzerfreundliche oberfläche und eine gut lesbare schrift (am besten schwarz auf weiss) ist allemal genug.

informationen in schwarzer schrift auf einem meinetwegen leicht getönten hintergrund lesen sich eben immer noch am besten. wer allerdings ein forum über "grufties" ins internet stellt, soll gern eine giftgrüne schrift auf nachtschwarzem hintergrund wählen. es guckt ja sowieso niemand hin!

hier ist so ein forum, das in dieser hinsicht fast alles falsch macht:

SAHARA-FORUM

28.04.2007 um 08:25 Uhr

olivenöl!

wer immer noch - wie blind - im supermarkt nach der flasche mit dem olivenöl greift, hat selber schuld. inzwischen gibt es eine ganze reihe von unternehmen, die olivenöle aus verschiedenen regionen anbieten ... und (das ist besonders wichtig) uns auch die gelegenheit geben, das öl vor dem kauf zu verkosten.

schnell werden wir feststellen, dass der geschmack des olivenöls so vielfältig wie die regionen ist, aus der es kommt. es gleicht schon fast der verkostung von weinen, wenn wir uns mit den geschmacklich so verschiedenen sorten beschäftigen.

das olivenöl aus kreta schmeckt eben komplett anders wie das aus andalusien ...

wir werden auch feststellen, dass sich nicht alle olivenöle gleich gut zur zubereitung von speisen und salaten eignen. es gibt kräftige öle mit hervorstechendem eigengeschmack, die vorzüglich zu blattsalaten passen. andere, eher zurückhaltende öle, sollten wir besser zum braten oder dünsten nehmen.

wer eine kulinarische reise durch die welt des olivenöls unternehmen möchte, sollte sich einmal darüber informieren, ob es in seiner stadt

VOM FASS

gibt. dort lagern in grossen, hölzernen fässern die olivenöle und warten darauf, probiert zu werden.

27.04.2007 um 22:33 Uhr

irak - ein zweites vietnam?

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

das alles ist ja nicht so einfach. vor allem: die amerikanischen soldaten wurden nicht gefragt, als sie in den irak geschickt wurden. sie tun dort - mit verlaub - einen scheissjob!

inzwischen stellen die demokraten dem u.s. präsidenten ein ultimatum, um den krieg zu beenden. er wird sein veto einlegen. das wissen alle - also ist das nur ein spiel um stimmen und einfluss. amerika kann sich so ohne weiteres nicht aus dem irak zurückziehen. die demokraten akzeptieren das sogar, auch wenn sie es anders - und sehr laut - publikumswirksam im kongress formulieren.

es steht indes mehr auf dem spiel: amerika ist dabei, eine weitere generation von menschen zu traumatisieren.

ich spreche dem seltsamen amerikanischen patriotismus nicht das wort. dennoch verlinke ich ein video, das die seelenverfassung vieler amerikaner - zumal derer, die im irak kämpfen oder dort mann, vater oder bruder wissen - auf besondere weise spiegelt.

ich fürchte, den amerikanern steht ein zweites vietnam ins haus.

DAS DESASTER

27.04.2007 um 21:55 Uhr

ja, ja - werder bremen!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

so richtig eins in den kasten hat "werder bremen" in spanien bekommen. eine tra-gö-die! nun sage aber keiner, dass die bremer nicht fussball spielen können ...

WAS HIERMIT BEWIESEN IST!

27.04.2007 um 18:46 Uhr

gästebücher!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

wem die herkömmlichen gästebücher auf homepages zu langweilig sind, sollte es mal mit einem gästebuch versuchen, in das man - statt grussworte zu schreiben - kleine bilder malen kann.

das ganze ist ein wenig pixelig - im resultat aber doch ganz hübsch. und lustig sieht so ein gästebuch allemal aus!

MALE MAL IM GÄSTEBUCH (VON "MY PC")

P.S. unten links habe ich übrigens meinen gruss hinterlassen!

27.04.2007 um 08:45 Uhr

zwitschern im mondenschein!

weil den rotkehlchen unsere welt zunehmend zu laut ist, verlegen sie mehr und mehr ihren gesang in die nachtstunden. sie kapitulieren vor dem lärm unserer städte, gegen den sie nicht mehr ansingen können und folglich nicht gehört werden.

nachdem uns vor jahren das aussterben der vögel prophezeit wurde und wir uns auf eine stumme welt ohne jeden gesang einstellen sollten, ist dies endlich ein hoffnungszeichen.

vielleicht sollten wir es wie die rotkehlchen tun: tags die welt mit ihren sorgen und katastrophen verschlafen, um nachts bei mondenschein die kleinen und grossen lieder der zuversicht zu singen ...

DAS ROTKEHLCHEN IM MONDENSCHEIN

26.04.2007 um 22:18 Uhr

hundefänger!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

VIEL SPASS!

26.04.2007 um 20:20 Uhr

ein prinz ohne ohren?

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

prinz harry soll als soldat in den irak einrücken. inzwischen gibt es aber bedenken in der britischen armee. harry ist ein ideales ziel für terroristen und nicht wirklich zu schützen. zwar wiegelt die irakische seite ab, aber bevor harry am ende womöglich ...

ein prinz ohne ohren sein wird ...

soll er sich besser mit roten ohren in den londoner clubs besaufen. es muss ja nicht gleich wieder mit hakenkreuz-binde sein (sonst gibt´s was hinter die ohren)!

Abu Zaid, Kommandeur einer schiitischen Rebellengruppe: "Mit angehaltenem Atem sehen wir der Ankunft des jungen, gut aussehenden, verwöhnten Prinzen entgegen und wir vertrauen darauf, dass er auf das offene Schlachtfeld treten wird." Harry werde gewiss zu seiner Großmutter, der Königin von England, zurückkehren, "aber ohne Ohren".

QUELLE

26.04.2007 um 19:49 Uhr

eine mail an mich - togo!

von: rolf   Kategorie: **korrespondenzen!

regina hat mir eine mail geschrieben. sie besucht die 12. klasse eines wirtschaftsgymnasiums und soll eine arbeit über TOGO schreiben, das einst von deutschland okkupiert und beherrscht wurde. TOGO war keine besonders reiche deutsche kolonie in afrika, aber doch eine, die sich - unter aufsicht berlins - mehr oder weniger wirtschaftlich autark entwickeln konnte.

in meinen notizen zum kolonialismus habe ich auch über TOGO erzählt. dabei ging es mir nicht um gänzlich neue erkenntnisse, sondern um eine gut lesbare, knappe geschichte der kolonie.

besonders fachkundig bin ich also nicht. ich habe nur einige informationen aus dem internet zusammen getragen und zu einem aufsatz verarbeitet. regina meint aber wohl, ich sei deswegen schon ein "experte".

deswegen hat sie mir einen umfangreichen fragenkatalog zu TOGO geschickt, den ich doch bitte beantworten soll.

leider kann ich regina nicht helfen. würde ich alle fragen gewissenhaft beantworten, wäre ich wirklich ein "experte". und im übrigen schreibe ja nicht ich die arbeit über TOGO - sondern regina.

es tut mir also leid, liebe regina. aber beantworten musst du deine fragen schon selbst - wobei meine notiz zu ...

TOGO

... vielleicht erste hinweise geben kann.

26.04.2007 um 18:32 Uhr

die "kritischen" blogger!

stefan niggemeier betreut das meistgelesene weblog im internet: das Bildblog. SPIEGEL-ONLINE führte mit ihm ein gespräch. es ist hier nachzulesen:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,478471,00.html

ich will aus dem interview einige sätze heraus greifen, die mir besonders aufgefallen sind.

SPIEGEL ONLINE:(...) Hierzulande bekommen Blogger ja schnell mal eine Abmahnung von Unternehmen, wenn sie, wie im Falle Media-Markt geschehen, eine penetrante Werbekampagne auf derbe Weise parodieren.

Niggemeier: Mag sein. Aber ich glaube, dass solche Reaktionen von Unternehmen dazu führen werden, dass auch in Deutschland Blogs stärker beachtet werden. So etwas befördert bei Leuten den Reflex: Moment, das lassen wir uns nicht gefallen. Solche Abmahnung können für den einzelnen Blogger zwar existenzgefährdend sein, aber langfristig werden sie die Blogs insgesamt stärken, weil sie das Gefühl befördern, dass es sich lohnt, dieses Medium zu nutzen und den Großen vors Schienbein zu treten.

da stimme ich stefan niggemeier zu. allerdings steht zu befürchten, dass blogger mit so massiven abmahnungen überrollt werden, dass eine sinnvolle arbeit gar nicht mehr möglich ist. solange die deutsche rechtssprechung so ist, wie sie ist, wird es kaum einen blogger geben, der sich diesem risiko aussetzt. ich weiss also nicht, wie das (durch die gängige rechtssprechung geförderte) ausbremsen von bloggern das medium BLOG auf dauer stärken soll.

SPIEGEL ONLINE: Medienbeobachtung ist das eine, aber warum gibt es eigentlich keine großen Blogs, die Unternehmen auf die Finger schauen, oder Politikern? Sind Medien ein leichteres Ziel?

Niggemeier: Ich würde den jetzigen Zustand der deutschen Bloggerszene nicht als natürlichen Endzustand sehen. Die Landschaft ist einfach noch sehr jung. Die entscheidende Frage ist: Wie groß ist der Druck? Wenn es sich lohnt, ein Unternehmen kontinuierlich zu beobachten und mit kritischer Recherche zu begleiten, dann werden sich, da bin ich überzeugt, Leute finden, die das machen.


da bin ich skeptisch und kann eigentlich nur davor warnen, ein unternehmen kontinuierlich - d.h. ja auch: „kritisch“ - zu begleiten. jedes grosse unternehmen bezahlt eine heerschar von juristen, die nicht nur, aber auch darauf wartet, kritische berichterstattung im internet zu unterbinden. das gelingt - ich wiederhole mich - nach heutiger rechtssprechung fast in jedem fall. unterlassungsklagen sind schnell formuliert, zumal wenn das geld keine - oder fast keine rolle spielt. auch wenn später unter umständen ein vergleich geschlossen wird, bleibt der blogger auf hohen kosten sitzen.

auf der strecke bleiben also in der regel die blogger, die schliesslich entnervt aufgeben.

so lange sich also nichts an der gängigen deutschen rechtssprechung ändert, die dem medium internet aktuell überhaupt nicht gerecht wird, wird es in deutschland ungeheuer schwer sein, kritische blogs durch die fährnisse von einstweiligen verfügungen und unterlassungsklagen zu manövrieren. die allermeisten blogger werden, so fürchte ich, gar nicht erst versuchen, ein kritisches weblog im internet zu installieren.

es bliebe, um sich irgendwelchen juristischen winkelzügen zu entziehen, wohl nur die möglichkeit, ein BLOG im ausland auf einen server zu legen. das bedeutet aber auch, den eindruck zu erwecken, als würde der blogger mit verdeckten karten - also konspirativ arbeiten

das jedoch schadet seiner glaubwürdigkeit, die gerade bei einer kritischen berichterstattung das wichtigste kriterium seiner arbeit sein muss.

26.04.2007 um 09:34 Uhr

die etwas andere heuschrecken-plage in marokko!

von: rolf   Kategorie: **von meiner homepage!

26.04.2007 um 09:17 Uhr

frühling!

Novalis
(eigentl. Friedrich Freiherr von Hardenberg, 1772-1801)

Es sind nicht die bunten Farben, die lustigen Töne und die warme Luft, die uns im Frühling so begeistern. Es ist der stille weissagende Geist unendlicher Hoffnungen, ein Vorgefühl vieler froher Tage des gedeihlichen Daseins so mannigfaltiger Naturen, die Ahndung höherer ewiger Blüten und Früchte, und die dunkle Sympathie mit der gesellig  sich entfaltenden Welt.

25.04.2007 um 22:54 Uhr

die berliner philharmoniker!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

die berliner philharmoniker sorgten in den ersten nachkriegsjahren dafür, dass kultur und musik der geteilten stadt wieder lebendig wurden und über die grenzen berlins ausstrahlten. ihr chefdirigent war wilhelm furtwängler, der es wie kaum ein anderer verstand, das orchester als einen homogenen klangkörper zu instrumentieren.

das waren die ersten jahre. sie dauerten bis 1953. dann übernahm herbert von karajan die berliner philharmoniker und der glanz furtwänglers verblasste. karajan stand für eine neue und moderne auffassung der klassischen musik - zupackend, effektiv, selbstverliebt und virtuos.

erst im abstand vieler jahre erkennt mancher, dass die kunst furtwänglers ungleich differenzierter und der musik angemessener war.

aber auch die erfindung der stereophonie sorgte dafür, dass karajans stern immer heller leuchtete, während furtwänglers meisterschaft manchmal nur auf kratzenden schellack-platten ein trostloses dasein fristete.

jetzt wurden einige aufnahmen furtwänglers mit den berliner philharmonikern "rediscovered". er zeigt sich, dass auf diese weise ein ausserordentlicher musikalischer schatz geborgen wurde.

BERLINER PHILHARMONIKER - REDISCOVERED!