sommerloch!
der sommer beginnt erst am 21. juni (und manchmal gar nicht). deswegen vorab schon mal der hinweis auf tückische sommerlöcher.
es sage keiner, er sei nicht gewarnt worden!
der sommer beginnt erst am 21. juni (und manchmal gar nicht). deswegen vorab schon mal der hinweis auf tückische sommerlöcher.
es sage keiner, er sei nicht gewarnt worden!
wir wissen, was lissy, die englische königin, am liebsten tut: mit ihren corgies vor dem fernseher sitzen ... im hintergrund klebt philip briefmarken ins album, während sally, ihr hausmädchen, das ölgemälde (im goldrahmen) von diana gerade rückt.
also nichts neues aus dem buckingham-palast.
es ist im übrigen sehr verdienstvoll, dass die BBC inzwischen des öfteren kochsendungen ausstrahlt. so ist zu hoffen, dass unsere englischen freunde bald besseres zu essen bekommen als plum-pudding und yorkshire-sauce.
das wird lissy indes weniger interessieren, weil sally ihr gerade ein pumpernickel mit hackbällchen serviert - die neueste kreation des chefkochs im königlichen palast. das rezept wurde jüngst im englischen fernsehen vorgeführt.
dort verspeiste marc macgowan eine menge kleiner hackbällchen, um gegen die fuchsjagd in england zu protestieren. und weil philip, der gerade die briefmerken der fidschi-inseln ins album sortiert, einer der leidenschaftlichsten fuchsjäger im königreich ist, galt vor allem ihm der protest:
marc macgowan verspeiste nämlich keine gewöhnlichen mettbällchen - sondern solche, die von durch den fleischwolf gedrehten corgies stammen.
und corgies sind nun einmal die lieblingshunde von lissy.
das ganze wäre gar nicht weiter aufgefallen, wenn lissy nicht nach dem sechsten mettbällchen (und einigen pumpernickel) in richtung philip gerufen hätte:
"whats with susan? I cannot find the dog!"
philip zählte die corgies, die mit lissy auf dem sofa sassen, gleich mehrmals durch. tatsächlich: susan, die niedliche corgie-hündin fehlte.
"indeed - the meatballs are very good!" rief philip und schob sich ein mettbällchen in den mund.
das war aber nun wirklich nicht die antwort auf lissys frage:
was ist der islam - ohne widerspruch zur europäischen identität?
ja, klar - wenn wir einen grossen topf nehmen, alles darin umrühren, aufkochen und anschliessend servieren, bekommen wir ein muliti-kulti-gulasch auf den tisch.
ob uns das aber schmeckt?
europäische identität hat im besten sinne etwas mit abgrenzung zu tun. die wurzeln europäischer identität liegen im christentum und der aufklärung. dass es darüber hinaus zu allen zeiten einen fruchtbaren austausch zwischen dem islam und europa gegeben hat, ist unbestritten.
dieser einfluss des islam ist aber unter europäischem zutun zu etwas anderem geworden. er ist verschmolzen mit europäischer kultur und identität.
es geht in wahrheit nicht um den einen, grossen topf, in den alles hinein gerührt werden soll. es geht um zwei, drei, vier töpfe, aus denen - wenn wir schlau und kreativ sind - ein gericht gezaubert wird, bei dem jeder bestandteil und jedes gewürz herauszuschmecken ist.
das wesen der identität liegt in ihrer begrenzung. islam und europa - das ist sehr wohl ein widerspruch, der, wenn er richtig bedacht wird, sogar zu hoffnung anlass gibt.
in wien aber kocht man wohl ...
mein hausarzt ist ein aufgeschlossener mann. als jetzt ein ausbildungsplatz als sprechstundenhilfe frei wurde, entschied er er sich für eine junge muslima. schon im einstellungsgespräch machte fatima (so heisst sie) darauf aufmerksam, dass sie ihre arbeit nur im hijab verrichten könne.
mein hausarzt, der nicht recht begriff, um was es ging, sagte nur "kein problem". das sagt er gern und oft - er ist ein vorurteilsloser mann.
jetzt sitzt fatima in der anmeldung (s. bild) und bemüht sich, die aufgaben als sprechstundenhilfe zu seiner zufriedenheit zu erledigen. das ist aber eigentlich nicht nötig, denn mein hausarzt berichtete mir heute, dass ich inzwischen sein einziger patient sei. "woran mag das liegen?" fragte er mich. "früher waren es fast zu viele patienten!"
ich konnte ihm die frage nicht beantworten - holte mir aber bei fatima einen neuen termin.
fatima lächelte - wenigstens hoffe ich, dass sie lächelte.
man kann den terror auch herbei reden. dann ist es wirklich nicht mehr die frage, ob es zu einem fürchterlichen anschlag in marokko kommt, sondern nur noch wann es - in agadir oder marrakesch - passiert.
unverantwortlich ist so eine berichterstattung, die sich auf irgendwelche mutmassungen und meinungen stützt. man bekommt das gefühl, als ob geradezu auf den "grossen knall" gewartet wird, um hechelnd und sensationsgeil berichten zu können.
leider ist die sicherheitslage in marokko - zumal vor den parlamentswahlen im september - höchst angespannt. dazu passt auch die aktuelle meldung, dass YOUTUBE teilweise in marokko nicht mehr zu empfangen ist.
das alles darf aber doch nicht dazu verleiten, in marokko ähnliche zustände wie in algerien zu vermuten.
man kann natürlich wirtschaftssanktionen gegenüber dem iran verhängen. man kann auch den iran anklagen, atomwaffen zu bauen. man kann dem iran vorwerfen, israel auslöschen zu wollen, man kann das alles laut und deutlich tun ...
wenn aber der iran bei der deutschen wirtschaft anklopft und anfragt, ob der transrapid nicht der ideale pilgerzug wäre, verstummt jeder protest.
stattdessen wird eifrig gerechnet und es werden studien zur machbarkeit erstellt. zwar hat der ZENTRALRAT DER JUDEN IN DEUTSCHLAND inzwischen laut protestiert ...
aber wo ein nettes geschäft wartet, steht die moral - wir wissen es längst - ganz weit hinten.
by the way: der transrapid wird im iran niemals gebaut werden ... aber der iran ist mal wieder dabei, den westen in seiner doppelzüngigkeit (hier moral, dort geschäft) gründlich vorzuführen.
nur - es merkt keiner.
ich freue mich immer, wenn ich erkenne, dass meine homepage und mein weblog auf positive resonanz stossen. jetzt erreichte mich eine nachricht (wenn auch vielleicht auf dem umweg über deutschland) aus togo (s. kommentar). das sind studenten, die in togo deutsch lernen, eine homepage (mit deutscher hilfe) ins netz gestellt haben und über ihre arbeit berichten.
ich werde mir das alles noch viel genauer ansehen. heute nur dies:
mit meinem autoverleiher in agadir habe ich noch nie schwierigkeiten gehabt. seine autos sind in gutem zustand. ich konnte auch schon viele anfragen an ihn weiter vermitteln.
dennoch: wer im urlaub ein auto mietet, sollte aufpassen.
da schreibt einer in seinem weblog: "karl-uwe donnerstedt aus brizzenberg ist ein lügner und dieb". darauf hin meldet sich ein karl-uwe aus brizzenberg zu wort und schimpft:
"ich bin kein lügner und dieb. im übrigen heisse ich gar nicht donnerstedt".
da kann man wirklich nur hoffen, dass sich nicht alle karl-uwes aus brizzenberg zu wort melden, um zu beteuern, kein dieb und lügner zu sein. laut telefonbuch leben in brizzenberg nämlich 433 personen, die den vornamen karl-uwe tragen.
oh - weh!
oder ist es gar so, dass dieser karl-uwe, der nicht donnerstedt heissen will, doch karl-uwe donnerstedt aus brizzenberg ist?
... aber das wollen wir zu seinen gunsten mal ausschliessen.
zumeist ist es ja so, dass nach sommerlichen feiertagen, die total verregnet sind, am tag danach - also dann, wenn wir alle wieder arbeiten müssen - die sonne am himmel lacht. was das eigentlich zu bedeuten hat, weiss ich nicht.
vielleicht die mahnung, dass wir nicht zu oft feiern sollten. immerhin hat frankreich die konsequenzen gezogen und den 2. pfingstfeiertag abgeschafft. völlig zu recht, wie ich finde. auch wir hätten bei dem regen ruhig arbeiten sollen - aber doch nur im tausch gegen einen arbeitsfreien buss- und bettag.
aber wer sagt uns, dass dann die sonne scheint? im november ist das, recht bedacht, sehr unwahrscheinlich.
und überhaupt ... was eigentlich bleibt im sommer noch zu feiern? himmelfahrt und pfingsten sind vorbei - einmal mit sonne, einmal mit regen. der 17. juni (auch so ein regentag) ist längst abgeschafft.
die regierung schafft uns vorsorglich allerhand regentage vom leibe.
und so wird - wie ich fürchte - auch der sommer werden: einmal mit regen, einmal mit sonne. wir sollten daraus lernen, die feste zu feiern wie sie fallen, und nicht darauf warten, dass uns ein pfingsttag mit sonne überrascht - oder eine regierung mit einem verordneten arbeitstag.
übrigens: die allermeisten franzosen ignorieren die staatliche regelung bis heute und nehmen sich am 2. pfingsttag frei. die schulen sind sowieso geschlossen.
sie feiern einfach - ob es regnet oder schneit.
wenn also - und mit meiner kleinen wetternotiz zu einem ende zu kommen - irgendwann am tag nach pfingsten doch einmal die sonne scheinen sollte, machen wir es einfach wie die franzosen:
wir legen uns in dieselbe - tauschen also den 2. mit dem 3. pfingsttag ... u.s.w.
eine weitere erörterung erübrigt sich - am tag nach pfingsten - mit einem trüben blick aus dem fenster.
alles weitere zum wetter ist also erst wieder am buss- und bettag (21. november) zu diskutieren - wahrscheinlich immer noch im regen (deswegen wurde er ja abgeschafft).
tadelakt ist eine lehmputztechnik, die vor allem in marokko zu hause ist. dabei wird der lehm so lange mit farben und seife berieben, bis er zu glänzen beginnt und schliesslich eine oberfläche entsteht, die ähnlichkeit mit marmor hat.
es muss also nur tüchtig geschönt poliert werden, bis sogar lehm höchst edel aussieht.
nichts anderes will uns auch dieses ...
sagen.
(ssp) wie aus gut unterrichteten kreisen der bundesregierung bekannt wurde, ist der tagungsort des G8-gipfels kurzfristig verlegt worden.
neuer tagungsort ist die insel usedom. dazu ein sprecher des innenministeriums: "usedom bietet, anders als heiligendamm, die gewähr für einen reibungslosen verlauf des treffens. bundeswehr und polizei müssen nur eine zufahrt sichern. statt drei awacs-flugzeugen wird nur noch eines benötigt."
tagungsort soll das restaurant "sailors point" sein, das über einen grossen festsaal verfügt. die pressestelle des innenministeriums teilte ergänzend mit: "die schon vorhandene pfingstdekoration reicht völlig aus, um ein, dem treffen angemessenes ambiente zu gewährleisten."
inzwischen wurde die jugendherberge auf usedom geräumt, um den internationalen gästen ein schlafquartier anbieten zu können. wie bekannt wurde, nächtigt der amerikanische präsident jedoch in der pension "meeresrauschen", das von den eheleuten lütjens geführt wird.
frau lütjens freut sich auf den hohen gast und wird es sich nicht nehmen lassen, zum frühstück spiegelei und matjes zu servieren. "das ist so sitte bei uns", erklärte sie. "und danach gibt es einen usedomer-bitter", ergänzte ihr mann, wirt lütjens.
usedom rüstet sich für den G8-gipfel. kurgäste, die während des gipfels auf usedom weilen, werden vorsorglich nach heiligendamm umquartiert. familie wibzig aus leuna hat besonderes glück. sie können mit ihren drei kindern während des G8-gipfels in der präsidentensuite des hotels kempinski in heiligendamm wohnen.
holger wibzig dazu: "der tausch ist nur gerecht - immerhin hatten wir die zimmer in der pension "meeresrauschen" schon im januar reserviert. wo hätten wir denn sonst hin sollen?"
es ist ja so, dass die wüste eigentlich keine natur ist. sie ist irgendwie auch ökologisch völlig sinnlos. sie ist soetwas wie anti-natur.
es ist schade, dass es in deutschland keine wüsten mehr gibt. seit die GRÜNEN überall mitmischen, sind alle gebiete, die vielleicht zu wüsten hätten werden können (sauerland!), zu grünen allerwelts-gegenden geworden. die lüneburger-heide wäre vielleicht noch als wüste zu retten - dann müssten aber die heidschnucken verschwinden. heidschnucken sind das gegenteil von wüste. oder hat jemand schon einmal in der wüste eine heidschnucke gesehen?
die strände an der nordsee können nur bedingt als wüste bezeichnet werden. im grunde stören aber nur die vielen strandkörbe. sie sind vielleicht ökologisch sinnvoll, weil in ihrem schatten der sandhafer wächst - aber der sandhafer ist ja nun mal der feind der wüste. wo er wächst, steht bald ein laubwald. dann ist es ganz vorbei mit wüste.
dabei hat die bevölkerung durchaus sehnsucht nach wüste. auf vielen spielplätzen stehen deswegen sandkisten - eine minibiotop von wüste. hier erfahren die kinder im kleinen, was sie im grossen nicht mehr erleben können - die wüste.
wüste ist sowas wie ursehnsucht der menschen. deswegen auch ihre liebe zu kakteen. kakteen wachsen nur in der wüste - und stehen da rum wie strandkörbe an der nordsee ... nur dass aus kakteen niemals eine tanne wird. kakteen sorgen mit anderen worten dafür, dass aus der wüste kein deutscher wald wird.
aber überflüssig sind wüsten dennoch nicht.
was sollten wir mit unseren 4x4 fahrzeugen, unseren quad-bikes, unseren mopeds anfangen, wenn es nicht die wüste gäbe?
in der lüneburger heide gibt es zwar keine ampeln - aber irgendwie ist dort alles reglementiert. und wo nicht, steht garantiert eine heidschnucke ... oder ein strandkorb herum. und das ist gefährlich. wer in der lüneburger heide off-road fährt, muss jeden abend heidschnuckenbraten essen oder seinen sonnenbrand behandeln.
off-road!
damit sind wir beim thema.
die GRÜNEN haben es geschafft, dass es keine gegend mehr in deutschland gibt, wo man off-road fahren kann. deutschland ist sozusagen ökologisch verplant und wüstenfrei.
das mag kinder, die in der sandkiste spielen, nicht gross kümmern. was aber tun sie, wenn sie in die pubertät kommen - also dem sandkasten entwachsen?
und was, wenn sie ihren führerschein machen und oma ihnen ein quad-bike schenkt? sollen sie damit im wohnzimmer rumgurken - immer ökologisch korrekt im kreis?
langer rede - kurzer sinn: wüsten sind ja sowas von sinnlos, aber wenn es sie nicht gäbe, müsste irgendwann doch das sauerland ... oder die lüneburger heide dran glauben. und das will hier niemand, wenigstens so lange die GRÜNEN im bundestag sitzen.
deswegen - und weil die wüste ist, was sie ist ... nämlich total sinnfrei, unökologisch, lebensfeindlich ... tun wir alles, um unermüdlich genau darauf hinzuweisen:
die wüste ist zu nichts anderem da, als an ihr ein exempel zu statuieren. sie hat - da sollte man den GRÜNEN ausnahmsweise recht geben - zu verschwinden.
aber doch langsam, quälend langsam. sie hat es nicht anders verdient. sagen wir es einmal so: die wüste muss endlich zur wüste werden.
hans magnus enzensberger hat sich gedanken über den G8-gipfel gemacht, der anfang juni in heiligendamm stattfindet. ich meine: seine überlegungen sind besonders nachdenkenswert. wer in seinen vorschlägen auch noch die brillianz eines klugen mannes erkennt, sei an dieser stelle an mein (republikanisches) herz gedrückt.
sie können es eben. hier ist eine auskoppelung aus ihrem neuesten album, das in diesen tagen heraus gekommen ist:
ich bin immer ein wenig erschrocken, wenn ich eine homepage öffne und mir musik entgegen schallt. ich denke dann immer an die arbeitnehmer im land, die vielleicht ihren arbeitstag am computer mit einem kurzen surf-ausflug unterbrechen wollen.
wie peinlich, wenn sich alles umdreht, nach der ursache der lauten musik sucht, auf den computer des kollegen starrt und der chef (der gerade vorbei kommt) ruft: "sind sie noch bei der buchführung oder schon im urlaub?"
ich würde also vorschlagen, den besuch in FES in die freizeit zu verlegen. es lohnt sich allemal!
ich weiss - am lago maggiore ist es teuer. zumal auf schweizer seite, wo uns der franken als zahlungsmittel einige kopfschmerzen bereitet. nein, ein preiswertes ziel ist die schweiz nun wirklich nicht.
allerdings sollte - wer den lago maggiore kennenlernen will - möglichst ins tessin reisen. in locarno, ascona und ronco ist der see besonders zauberhaft. wenn man mich fragt: eine hoffnungslos schöne "sommerfrische" - um einmal einen - hier passenden - "old fashion" ausdruck zu verwenden.
aber nicht nur der see - auch das hinterland mit seinen tälern ist eine besondere reise wert. wer einmal durchs cento valli gewandert ist, in luftiger höhe von dorf zu dorf, weiss, wovon ich spreche.
für mich ist der lago maggiore ferien "pur". wer sich in dieser landschaft auch nur eine minute langweilt, kann nicht recht bei trost sein. geschichte, kultur, gutes essen, wandern, schwimmen, mit dem schiff fahren, die berge besteigen, die inseln besuchen ... das angebot ist schier grenzenlos.
als italienische variante ...
etwas von meiner HOMEPAGE !