KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

30.06.2007 um 23:46 Uhr

rolfs - bittersüsse - sommernächte!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

raus - weg - nur weg hier ...

TJA!

30.06.2007 um 19:40 Uhr

flakhelfer!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

sie waren 16 oder 17 jahre alt - und gehörten zum letzten aufgebot adolf hitlers. als noch längst nicht erwachsene menschen wurden sie an die sogenannte "heimatfront" einberufen. dort sollten sie im angesicht der vorrückenden alliierten truppen militärischen widerstand leisten.

ob sie damals der NSDAP angehörten - wer kann das heute noch sagen, wer die umstände wissen? diese jungen menschen waren überhaupt nicht in der lage, das verbrecherische system zu erkennen - geschweige denn: zu entlarven. sie wurden gezwungen - zum dienst an der waffe. sie wurden auf hausdächer geschickt, um mit flugabwehrkanonen feindliche flugzeuge abzuschiessen. viele von ihnen - sehr viele - starben dabei.

walser, lenz, hildebrandt ... ach, was ... tausende waren das missbrauchte letzte aufgebot adolf hitlers. sie sind die um sinn und zukunft betrogene generation. aber man lässt ihnen bis heute keine ruhe. man lässt sie einfach nicht in ruhe.

wenigstens ein presseorgan in deutschland berichtet (wie immer) fair und ... objektiv (da sollte man doch mal "danke!" sagen):

FLAKHELFER IN DER NSDAP!

30.06.2007 um 16:05 Uhr

yvonne und elvira in tunesien! sechster teil

yvonne und elvira standen immer noch die haare zu berge. die schwarze maus aber schien harmloser zu sein, als sie aussah.

beglückt stellte yvonne fest, dass ihr unerschütterlicher lebensmut nicht besonders gelitten hatte. sie strich glättend über ihr fell und wollte sogleich ein band der vertraulichkeit zwischen europa und tunesien knüpfen. deswegen fragte sie die schwarze maus nach ihrem namen. zwar mischte sich elvira, die nie einen zweifel an ihrer tapferkeit gelassen hatte, mit der bemerkung ein: „sie heissen hier alle mohammed!“, musste aber gleich darauf feststellen, dass sie mit den tunesischen verhältnissen nicht wirklich vertraut war.

„ich heisse mustafa und bin der animateur im „la plage“!“

„das wissen wir ja nun schon!“ entgegnete elvira gereizt. sie ärgerte sich darüber, mit dem namen der schwarzen maus so gründlich falsch gelegen zu haben. auch liess sie sich - und das machte die angelegenheit noch ärgerlicher - nicht gern von einer tunesischen maus korrigieren. deswegen meldete sie sich nach kurzer gedankenpause erneut zu wort (und stellte auch gleich die natürliche ordnung zwischen einer europäischen touristin und einem tunesischen animateur wieder her):

„ob mustafa oder hoppsassa ... für mich sind und bleiben sie mohammed!“

„von mir aus können sie mich auch ali nennen - so wenigstens rufen mich meine eltern“, bemerkte mustafa mit einem achselzucken.

„sie heissen also gar nicht mustafa, sondern ali?“ yvonne war überrascht.

„für ihre freundin bin ich mohammed, für die gäste im hotel „la plage“ mustafa, meine eltern nennen mich ali - alles klar?“

„haben alle männer in tunesien so viele namen?“ wollte yvonne wissen.

„nur diejenigen, die in den hotels als kellner und animateure arbeiten. so brauchen sich die gäste aus europa immer nur einen namen zu merken.“

„ich verstehe ...“ rief yvonne. „entweder heissen alle mustafa oder ali ... wie praktisch!“

„vergessen sie mohammed nicht!“ grinste die tunesische maus, kniff aber hinter ihrer verspiegelten sonnenbrille ärgerlich die augen zusammen.

„darf ich denn auch wissen, wie die damen heissen?“

„ich bin yvonne - und das ist elvira!“

„dann schlage ich vor, dass ich hannelore und erika zum hotel „la plage“ begleite.

yvonne blinzelte in der dunklen gasse umher. ratlos fragte sie ihre freundin: „wen meint er, elvira? ich sehe niemanden. wo sind denn die damen?“

elvira dachte nach. "erika aus wuppertal kann es nicht sein. sie ist viel zu alt zum reisen. und hannelore, auch nicht viel glücklicher, lebt mit ihrer ägyptischen maus seit jahren in dinkelsbühl. sie darf allein nicht reisen."

„denken sie nicht weiter darüber nach", lachte die schwarze maus. "für uns heissen alle touristinnen aus europa hannelore oder erika. das erleichtert unsere arbeit ganz ungemein ... bitte hier entlang.

sie wollten doch zum hotel „la plage“!

30.06.2007 um 09:31 Uhr

summer of love!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

bitte vormerken: ARTE - von montag (2.7.) bis freitag (6.7.), jeweils 20.15 uhr:

wenn sich freunde nach marokko verabschiedeten, war das nicht weiter ungewöhnlich. die reisen fanden entweder mit einem VW-bus oder einem alten diesel-mercedes statt.

eine tramp-tour nach kathmandu und kabul war schon ein wenig aussergewöhnlicher. allerdings: wenn so viele dorthin reisten, bestand immerhin die aussicht, auch anzukommen.

die jungen menschen der 70er jahre waren überhaupt extrem reisefreudig. griechenland und ibiza gehörten da schon zum ganz normalen pensum - eigentlich erst der rede wert, wenn man gleich ganz dort blieb.

die hippies und blumenkinder von damals treffen wir heute als leicht ergraute 6o-jährige überall in der welt. sie können uns erzählen, wie sie vor fast 40 jahren - einer laune folgend - auf reisen gingen ... und dass sie irgendwie immer noch auf reisen sind (anders gesagt: komplett vergessen haben, zurückzukommen).

uns - die irgendwann nach hause zurückkehrten - und ihnen - die einfach irgendwo da draussen blieben - ist eine reihe auf ARTE gewidmet:

SUMMER OF LOVE

30.06.2007 um 09:10 Uhr

von bremen in die welt!

von: rolf   Kategorie: **nachrichten aus HB!

wer heute eine kreuzfahrt bucht, wird kaum an bremen - bzw. bremerhaven - vorbei kommen. hier wartet das grösste kreuzfahrt-terminal europas auf passagiere, die auf eine reise nach skandinavien, ins mittelmeer, in den atlantik und die karibik gehen.

den ausserordentlichen ruf einer "stadt des fernwehs" hat sich bremen mit dem NORDDEUTSCHEN LLOYD erworben - eine reederei, die seit dem späten 19. jahrhundert unzählige menschen über den atlantik nach amerika brachte. spätestens in den 20er jahren des 20. jahrhunderts wurden dann schiffspassagen in alle welt zum non plus ultra luxeriösen reisens.

bremen wandelte sich vom auswandererhafen zum ausgangspunkt von urlaubsreisen rund um den globus. das ist bis heute so geblieben. wie nachhaltig die stadt von der seefahrt und der damit verbundenen touristik geprägt ist, zeigt eine ausstellung im FOCKE-MUSEUM:

VON BREMEN IN DIE WELT

29.06.2007 um 21:31 Uhr

rolfs - quietschsüsse - sommernächte!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

isch muss es dir mal sagen - isch liebe disch!

isch disch auch!

wirklisch?

frag misch nich ...

na, gut - isch versteh disch auch so!

DAS IST AMORE!

29.06.2007 um 20:50 Uhr

nachts einkaufen - das ist cool!

von: rolf   Kategorie: **nachrichten aus HB!

ich finde es total uncool, tagsüber shoppen zu gehen. das kann doch jeder - echt total langweilig, bei tageslicht durch die stadt zu laufen, um einzukaufen. das ist etwas für omas!

o.k. das hat der bremer einzelhandel verstanden. darum halten die geschäfte in der innenstadt am 30. juni bis 24 uhr offen. wenn der andrang allzu gross ist, könnten die türen - wollen mal sehen - auch bis in die morgenstunden offen gehalten werden. nur hereinspaziert in die neue, total andere - nämlich nächtliche - erlebniswelt.

warum sollten wir - die im dezember spargel essen und bei macdonalds einmal im monat ihren geburtstag feiern - nicht im juni nachts zum einkaufen gehen?

marc sucht eine CD, evi braucht ein paar strümpfe, harry will eine nike-jacke ...

ja, gern! warum habt ihr das nicht gleich gesagt?

und im august dekorieren wir die innenstadt dann weihnachtlich und feiern - echt nachts ...

was eigentlich?

BILDQUELLE

29.06.2007 um 09:13 Uhr

glückwunsch - kerkyra!

von: rolf   Kategorie: **von meiner homepage!

kerkyra - die malerische hauptstadt von korfu - wurde jetzt in den katalog des "weltkulturerbes" der UNESCO aufgenommen. völlig zu recht, denn wer einmal in dieser zauberhaften stadt war - sie ist eine der schönsten im mittelmeer - wird sie nie wieder vergessen.

GLÜCKWUNSCH - KERKYRA

29.06.2007 um 08:37 Uhr

sommerfrische!

heutzutage fährt man in den urlaub - oder in die ferien. kein mensch würde auf die idee kommen, von einer "sommerfrische" zu sprechen, in die er verreist.

das ist schade. denn das wort "sommerfrische" ist in meinen ohren besonders hübsch und verspricht erholung pur. gewiss, es ist ein wenig antiquiert und stammt noch aus einer zeit, als die mütter mit ihren kindern sommers aufs land (eben in die "sommerfrische") reisten, während der vater zu hause bei der arbeit blieb.

deswegen waren die "sommerfrischen" auch immer recht heimatliche ziele - bequem zu erreichen und besonders familienfreundlich.

klassische ziele der "sommerfrische" waren die nord- und ostseebäder, aber auch die bayerischen, schweizer und österreichischen alpen. in der "sommerfrische" blieb man in der regel nicht 10 oder 14 tage - sondern gleich den ganzen sommer über. wenigstens dann, wenn die kinder noch nicht schulpflichtig waren.

die "sommerfrische" war der gegenentwurf zu den engen, stickigen und ungesunden grosstädten. wer immer dazu in der lage war, sagte ihnen im juni, juli und august "adieu". wer es sich leisten konnte, erwarb zudem ein einfaches und praktisches domizil, das - ungeheizt - aufs hübscheste der "sommerfrische" diente und darum nur einige monate im jahr genutzt wurde.

wer weniger gut betucht war, quartierte sich und seine kinder auf dem bauernhof ein. die frische luft und das gesunde essen sorgten bald für rote backen.

man sieht: die "sommerfrische" ist ganz und gar zu unrecht aus der mode gekommen.

BILDQUELLE

28.06.2007 um 22:45 Uhr

jeder denke sich den, auf den sein herz zeigt ...!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

jeder denke sich den, auf den sein herz zeigt ... das herz ist wie ein kompass, es zeigt nach norden ...

... IMMER NUR NACH NORDEN!

28.06.2007 um 19:49 Uhr

weil es viel zu selten gesagt wird ...!

28.06.2007 um 18:56 Uhr

yvonne und elvira in tunesien! fünfter teil

yvonne rümpfte angewidert die nase. „bemühen sie sich nicht. wir sind besseres gewöhnt - nicht umsonst kommen wir aus europäischen backstuben und speisekammern.“

„mehl, brot, speck, käse!“ ergänzte elvira. „es wird hier doch wohl irgendwo ein restaurant geben, das europäisch kocht.“

die tunesische maus dachte nach. „ich wüsste nur das hotel „la plage“. es ist für seine „mehligen pfannkuchen im speckmantel“ in ganz tunesien berühmt - serviert wird allerdings nur nach voranmeldung. abendgarderobe ist obligatorisch."

„was hindert sie, uns dorthin einzuladen - oder stört sie etwa mein dunkelgraues kostüm?“ yvonne sah an sich hinunter und konnte, wenn überhaupt, nur kleine fehler feststellen. „es hat auf der reise vielleicht etwas gelitten - man wird es aber bestimmt aufbügeln können!“ sie rieb an ihrem fell und versuchte, hier und da einen fleck zu entfernen.

die tunesische maus kam ins schwitzen. „eine einladung von mir? ja, bitte, warum nicht, doch, doch ...das ist aber schwieriger, als die damen denken - sie verlangen im hotel ordentlich bakschisch, anders kommt dort keine einheimische maus hinein.“

„wer spricht von tunesischen mäusen?“ rief elvira entrüstet. „sollen die eingeborenen doch draussen bleiben ...“

„... und ihre party gefälligst am strand feiern!“ stimmte yvonne ihrer freundin eifrig zu.

„und was mache ich?“ fragte die tunesische maus kleinlaut.

„sie reservieren uns europäern den tisch im „la plage“ - was denn sonst!“

die tunesische maus konnte ein nervöses zucken in den schultern nicht unterdrücken. „ich werde sehen, was sich machen lässt.“

sie verschwand in den verwinkelten gassen von tunis und liess yvonne und elvira allein zurück.

die beiden freundinnen hatten - jede für sich - zum ersten mal das gefühl, mit ihrer idee, urlaub in tunesien zu machen, eine vielleicht falsche entscheidung getroffen zu haben. sie suchten, allein und verängstigt wie sie waren, ein versteck und fanden eine leere tomatenkiste, die im rinnstein lag. weil aber immer wieder jemand vorbei kam, der dieses behältnis als fussball benutzte, mussten yvonne und elvira jedes mal der im hohen bogen fortfliegenden kiste eilig folgen. sie taten das im trippelschritt, immer darauf bedacht, dass die kiste, wenn sie sich schon auf unberechenbarer flugbahn befand, doch einigermassen über ihren köpfen blieb.

und das war nicht einfach.

als die kiste zum fünften mal als fussball benutzt wurde, mussten die beiden freundinnen sich ein neues versteck suchen. die kiste zersplitterte in der luft und landete, zerlegt in viele kleine einzelteile, in einer dunklen seitengasse. yvonne und elvira verliessen, ihres verstecks beraubt, in panischer angst den rinnstein und rannten kopflos der sich auflösenden tomatenkiste hinterher ...

in der dunklen seitengasse lehnte eine schwarze maus an einer fleckigen hauswand (sie trug eine verspiegelte sonnenbrille) und wartete mit einem breiten grinsen, bis die beiden freundinnen geradewegs in seinen armen landeten.

„hoppla, die damen!“ lachte er und packte elvira und yvonne, die auf ihrer flucht aus dem hellen tageslicht gefährlich ins stolpern geraten waren, an den vorderpfoten.

„lassen sie mich sofort los, sie flegel!“ kreischte elvira und schlug um sich. yvonne wollte nicht warten, bis der typische totstell-reflex einsetzte und rammte der schwarzen maus ihre vorderzähne in die schulter.

„sind die aber spitz!“, lachte er, lockerte aber doch seinen griff.

„wir sind nur arme touristinnen aus europa. was wollen sie von uns?“ schrie elvira, der im sekundentakt angstschauer übers fell liefen.

„ihnen einen wunderschönen guten tag wünschen ...“ grinste die schwarze maus und entliess die beiden freundinnen endgültig aus der umklammerung seiner pfoten. „... denn nicht jede schwarze tunesische maus hat übles im sinn - auch wenn ich zugeben muss, dass es einige unter uns gibt, die bei so hübschen damen wie sie ...“

„... raspeln sie ihr tunesisches süssholz von mir aus in gegenwart einer naiven touristenmaus. vielleicht haben sie bei ihr mehr glück ... yvonne - wir gehen!“ elvira griff (ermutigt von dem sich abzeichnenden glimpflichen ausgang ihres abenteuers) nach der pfote der freundin.

„wohin denn?“ fragte die schwarze maus amüsiert.

„das geht sie gar nichts an,“ entgegnete elvira spitz und bereits wieder im besitz ihrer unerschütterlichen furchtlosigkeit. „weil sie aber ein so ungezogener, neugieriger mensch sind, verrate ich es ihnen: wir gehen ins hotel „la plage“. dort sind wir nämlich verabredet.“

yvonne wollte gerade zu bedenken geben, dass die schwarze maus mit ihrer blödsinnigen sonnenbrille nicht nur neugierig und ungezogen, sondern auch schrecklich eingebildet war ... und dass das hotel von ihnen niemals ohne fremde hilfe gefunden werden konnte (dies aber - weil nebensächlich - nur am rande bemerkt und weit jenseits jeden totstell-reflexes), als die schwarze maus ihre verspiegelte sonnenbrille zurecht rückte und überrascht ausrief:

„was für ein zufall ... dort bin ich der animateur.“

28.06.2007 um 09:52 Uhr

wohin mit der musik und den fotos?

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

endlich habe ich das speichermedium entdeckt, das für meine foto- und musiksammlung angemessen ist. es ist ein desktop von IOMEGA.

er fasst (bei einer kapazität von 1.000 GB =1 TB):

4.000.000 fotos oder 18.500 stunden musik.

allerdings hat das den nachteil, dass ich nunmehr mein weblog vernachlässigen muss. denn 4 millionen fotos wollen erst einmal geordnet sein - vom zeitlichen aufwand, die gespeicherten musikstücke zu hören, gar nicht zu reden.

ich weiss, dass ich in kopfrechnen schwach bin, dennoch werde ich mich wohl die nächsten 770 tage damit beschäftigen, musik zu hören. wenn ich mich aber verrechnet habe, gehts hier schon ein bisserl früher wieder los.

wann ich mir aber auch noch die 4 millionen fotos anschaue, mögen die götter wissen.

GANZ VIEL MUSIK

28.06.2007 um 09:11 Uhr

auch das noch - siebenschläfer!

nun habe ich ihn doch glatt verschlafen - den siebenschläfer. er datiert auf den 27. juni - und das schon seit ... weiss ich nicht mehr!

wenigstens besagt die regel von landwirt heinz rudolfsen aus büggeburg (auf ihn soll der siebenschläfer-tag zurückgehen), dass es ein ganzes jahr lang regnet, wenn es am siebenschläfer-tag aus dunklen wolken schüttet.

hier korrigiert heinz rudolfsen aber gleich und stellt fest: es handle sich bei der scheusslichen regenperiode nur um die nächsten sieben wochen. der mann ist lustig. er sagt "nur" und vermiest uns auf diese weise den ganzen sommer.

im übrigen kann heinz rudolfsen so viel erzählen, wie er will. von mir aus sind auch seine kartoffeln die dicksten in ganz büggeburg. fest steht nämlich, dass die bauernregel nicht in büggeburg, sondern auf den azoren erfunden wurde.

es geht nämlich schlicht um das "azoren-hoch" - und nicht um die kartoffeln von heinz rudolfsen.

es geht tatsächlich um noch viel mehr: um die grosswetterlage nämlich. irgendwie (fragt mich nicht warum) bildet sich am 27. juni eines jeden jahres ein HOCH über den azoren aus - oder eben nicht. dieses "oder eben nicht" ist wichtig, das entscheidet über die wetterlage.

im einzelnen sieht das so aus: wenn es im südlichen europa so richtig heiss ist, sucht sich das wetter einen ausgleich im norden. dort (also in büggeburg) ist es dann richtig kalt.

man kann sich das ganze auch andersherum denken - aber das ist eher unwahrscheinlich. deswegen lasse ich es mal.

diese wetterlage ist allerdings ziemlich beharrlich. auch den bauern in büggeburg sagt man ja bekanntlich nach, besonders stur zu sein. wenn also am 27. juni ein hoch über den azoren auftaucht (oder eben nicht), bleibt es dort sieben wochen (gutes wetter) - oder kommt dort niemals an (schlechtes wetter).

was das nun alles mit dem possierlichen tier - dem "siebenschläfer" zu tun hat? anstatt auch noch diese frage zu erörtern, geht bauer rudolfsen ganz schnell in seine kartoffeln ... und ich ins bett.

DAS WETTER

27.06.2007 um 21:39 Uhr

rolfs italienische nächte!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

immer noch - immer wieder - nie genug ...

THE BEST

27.06.2007 um 17:19 Uhr

ach, schade - nur 37 grad!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

schade, dass ich jetzt nicht in griechenland bin. während in bremen der sturm um die häuser pfeift und die temperaturen unter 20 grad gefallen sind, war es in athen ...

... 47 grad heiss. diese wunderbaren temperaturen kamen mit einer luftströmung direkt aus afrika, weswegen die athener in diesen tagen auch nicht nach afrika reisen mussten.

auf korfu war es ebenso heiss.

Spyros Mihas, hotelmanager auf der insel, hat indes neuigkeiten zu berichten. die temperaturen fallen und sollen sich bei normalen ... normalen ... also normalen 37 grad einpendeln. "endlich können wir wieder atmen", sagte Mihas.

was will der mensch atmen? in der sonne soll er sitzen, die luft anhalten, auf den hitzschlag warten und von mir aus ein glas retsina trinken. immerhin: es ist ...

SOMMER

27.06.2007 um 08:53 Uhr

tony - der friedensstifter!

tony blair, englischer premierminister, tritt zurück. aber schon hat man ihm eine neue aufgabe angetragen. er soll als friedensvermittler in nahost fungieren.

ah, ha!

tony blair hat ja im irak hinreichend gezeigt, zu welchem frieden es führt, wenn man (amerika treu zur seite) auf die militärische stärke britischer truppen setzt. es mag anfänglich noch so ausgesehen haben, als würde england mit mehr fingerspitzengefühl an die aufgabe heran gehen, den irak zu befrieden. basra, im süden des landes, ist nach wie vor von britischen truppen besetzt und - gemessen an bagdad - tatsächlich eine relativ ruhige zone.

dennoch hat sich das bild einer sensibel operierenden britischen armee längst verwischt. grosse unterschiede zu den amerikanern sind nicht mehr auszumachen. amerika und grossbritannien haben sich heilos im irak verstrickt.

und jetzt soll tony blair friedensmakler in nahost werden?

wer sich das ausgedacht hat (und wir wissen, wer es sich ausgedacht hat), ist für die realitäten und probleme in nahost so erschreckend blind wie fürchterlich taub.

was eigentlich mutet man den arabern mit tony blair zu? sollen sie ihn als ehrlichen friedensmakler willkommen heissen - wissentlich, dass er in der tasche ein handy mit der geheimnummer des amerikanischen präsidenten mit sich trägt?

und die israelis? auch sie werden sich tony blairs friedensdient, der recht besehen ein bärendienst ist, hoffentlich verbitten.

26.06.2007 um 18:51 Uhr

yvonne und elvira in tunesien! vierter teil

dort, wo der strand zu ende war, versperrte eine hohe mauer den weg. die tunesische maus wartete, bis yvonne und elvira herangekommen waren, und zeigte auf ein kreisrundes loch in der wand.

„das ist die u-bahn von tunis, nur immer hinein!“

behaglich war es den beiden freundinnen nicht, als sie der tunesischen maus in den dunklen tunnel folgten. als ihnen gleich darauf auch noch eine übel stinkende brühe entgegen stürzte und sie sich eilig auf die zehenspitzen stellen mussten, wussten sie, dass dies keine u-bahn, sondern die kanalisation von tunis war.

je länger sie unterwegs waren, desto mehr mäuse drängten sich in den unterirdischen tunneln. "der souk ist um diese zeit besonders belebt!“, erklärte die tunesische maus und setzte ihren weg unbeirrt fort.

manchmal geriet das geschäftige mäusetreiben in der kanalisation hoffnungslos ins stocken, dann sassen yvonne und elvira in einem knäuel von mäuseleibern fest und kamen nicht mehr vor oder zurück.

jedes mal musste ihnen die tunesische maus erst mühsam den weg frei kämpfen ... nicht ohne zu erklären, dass sich solche staus mit vorliebe unter den bäckereien des souks bildeten.

„wenn es für uns schon keinen weg hinauf in die backstuben gibt, wollen wir wenigstens hier unten vom duft des mehls und der frisch gebackenen brote profitieren", erklärte sie im ton eines fremdenführers.

als es wieder einmal völlig unmöglich war, einem mäusestau auszuweichen, bemerkte yvonne spitz: „aha, schon wieder eine bäckerei!“

„nein, nein“, korrigierte die tunesische maus. „wenn ich richtig orientiert bin, befinden wir uns direkt unter einem verkaufsstand für süssigkeiten ... also kandierte nüsse, bonbons, schokolade...“

„hören sie sofort auf!“ rief elvira. „ich habe den ganzen tag noch nichts gegessen - und sie erzählen uns etwas von süssigkeiten. wenn ich nicht bald etwas zwischen die zähne bekomme, falle ich tot um. ich verstehe überhaupt nicht, wie sich tunesische mäuse unter bäckereien und süsswarengeschäfte stellen können, um zu hoffen, auf diese weise satt zu werden. das ist doch idiotisch.“

yvonne, deren magen laut knurrte und ein grummelndes echo im tunnel auslöste, seufzte: „das frage ich mich auch - warum stehen sie alle wie blöde hier unten, anstatt den direkten weg zu nehmen? ich meine - bäckereien und süsswarengeschäfte haben doch eine tür!“

„das ist richtig, aber ...“, gab die tunesische maus zu bedenken. "... es herrschen da oben strenge zuzugsbedingungen. für bäckereien und süsswarengeschäfte beträgt das limit 250 mäuse je verkaufsstand. beim gemüse dürfen es nicht mehr als 80 sein, denn gemüse macht bekanntlich nicht besonders satt. alle anderen mäuse müssen draussen bleiben.“

„und was machen die ausgesperrten?“ fragte yvonne überrascht, weil sie sich an europa erinnerte und daran, dass sie die einzige maus in ihrer heimischen speisekammer war (welch´ unerhörter luxus angesichts tunesischer zustände).

„die anderen müssen warten, bis ein platz frei wird. bis dahin sind sie arbeitslos und bekommen auch keine aufenthaltsgenehmigung,“ erklärte die tunesische maus.

„das sind also die 1000 mäuse auf der grillparty am strand!“ yvonne verstand die sozialen verhältnisse in tunesien immer besser. sie sah die oliv-graue maus durchdringend an: „wo wohnen denn sie?“

die frage schien verlegenheit auszulösen, denn die maus räusperte sich, rieb nervös die pfoten aneinander, schaute nach oben, als wäre dort die antwort zu finden, blickte zu boden, als müsste sie sich schämen und antwortete endlich - wie einem plötzlichen einfall folgend:

„überall und nirgendwo!“

das befriedigte yvonne jedoch überhaupt nicht. „sie müssen doch ein zuhause haben ... eine speisekammer ... oder wenigstens eine bäckerei!“

die tunesische maus grinste verlegen, liess ihre braunen zähne sehen und hob abwehrend die pfoten. „eine maus wie ich braucht seine freiheit. im übrigen werde ich - wenn überhaupt - einen hausstand nur in europa gründen ... in einer brotfabrik!“

er mahnte, nachdem er gerade einen tiefen blick in seine seele erlaubt hatte, zur eile, wobei er yvonne und elvira heissen tee in aussicht stellte.

sie gelangten aus der kanalisation ins freie und standen kurz darauf vor einem gebäude mit einer goldenen kuppel. „eine moschee!“ erklärte die tunesische maus. sie suchte in der mauer ein schlupfloch und forderte die beiden freundinnen auf, ihr zu folgen.

im inneren fanden sich yvonne und elvira auf dicken, flauschigen teppichen wieder. „ihr müsst eure schuhe nicht ausziehen - ihr habt ja keine“, kicherte die tunesische maus und lief zielstrebig zu einem teppich im hinteren teil der moschee. er war ein wenig zusammen geschoben und bildete auf diese weise in der mitte eine wölbung, die einem zelt glich. dort hinein schlüpfte die tunesische maus und winkte den beiden freundinnen, es ihm gleichzutun.

als sie sich an das dämmerlicht unter dem teppich gewöhnt hatten, entdeckten sie eine maus, die im schneidersitz hockte, ein kleines weisses mützchen auf dem kopf trug und ihnen gleichmütig entgegen sah.

die tunesische maus strich ihr grau-olives fell glatt und verbeugte sich ehrerbietig. "lieber mohammed, ich bitte im namen dieser beiden europäischen mäuse um kurzfristiges asyl in der moschee - und um ein wenig tee.“

die maus mit dem weissen hütchen musterte yvonne und elvira und schnüffelte mit der nase in der luft: „es riecht ... es stinkt ... streng!“

„oh, lieber, bester mohammed, wir kommen geradewegs aus der u-bahn. wir hatten leider keine gelegenheit, uns frisch zu machen.“

„was heisst hier „frisch machen“?“ rief elvira. „wir haben schon seit europa nicht mehr geduscht - einmal abgesehen vom unfreiwilligen bad im hafen von tunis.“

die maus mit der kleinen weissen mütze hob die augenbrauen und sah elvira und yvonne missbilligend an. „sie sprechen nur, wenn sie gefragt sind. alles andere schickt sich nicht ... wo ist ihr hijab?“

„oh, lieber, bester, freundlichster mohammed!“, die tunesische maus verbeugte sich noch tiefer als beim ersten mal. „wir waren bereits auf dem weg zum souk, um den damen kopftücher zu kaufen. wir kamen nur zufällig an der moschee vorbei und dachten ...“

„was du denkst, interessiert niemanden. kommt wieder, wenn die frauen züchtig bedeckt sind. ihr seid entlassen!“ die weissbemützte maus winkte mit der rechten pfote, als wollte sie eine fliege verscheuchen.

„wir sind für ihn nur insekten!“ flüsterte yvonne, als sie mit evira und der tunesischen maus - die mit vielen verbeugungen immer nur rückwärts lief - eilig die teppichhöhle verliess.

„ganz recht!“ zischte elvira. „miese, kleine, heimatlose insekten, die von knochen knabbern, die tausend staatenlose mäuse am strand von tunis nach ihrer grillparty weggeworfen haben!“

die tunesische maus verstand nicht alles, was sich die freundinnen zuflüsterten - hatte jedoch so viel mitbekommen, dass sie yvonne und elvira nach verlassen der moschee mit grösstmöglicher freude in der stimme vorschlagen konnte:

„wie wäre es, wenn ich einen abgenagten knochen suche? wie ich höre, haben die damen grossen appetit!“

26.06.2007 um 09:50 Uhr

die wüste kommt!

von: rolf   Kategorie: **von meiner homepage!

die sahara breitet sich - wegen der langanhaltenden trockenperioden - in nordafrika immer weiter aus. ob "masterpläne" der marokkanischen regierung ausreichen, um der errosion ganzer landstriche einhalt zu gebieten, sei dahin gestellt.

DER TAGESSPIEGEL BERICHTET

der wirksamste schutz gegen die ausbreitung der wüste sind nach wie vor die oasen. ihrer pflege kommt deswegen besondere bedeutung zu. allerdings sieht es damit in marokko nicht zum besten aus. die rigorose entnahme von grundwasser lässt ganze oasen verdorren.

auch hat man die pflege der oasen und palmengärten teilweise sträflich vernachlässigt. man setzte kurzfristig auf den schnellen profit durch den tourismus, anstatt langfristig sorge für die lebensgrundlagen zu tragen.

amtoudi, wie wohl nicht unbedingt eine klassische wüstenoase, mag dafür ein beispiel sein. wie es dort in den palmengärten aussieht, habe ich in einem reisebericht festgehalten:

AMTOUDI - DER STILLE PALMENGARTEN

26.06.2007 um 09:24 Uhr

marokko auf einem guten weg!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

marokko sei auf einem guten weg - das wenigstens bescheinigt dem land die FAZ in einem leitartikel. die traditionell guten beziehungen des maghrebstaates zu frankreich erleichtern zudem den dialog zwischen europa und teilen der arabischen welt.

alle politischen beobachter marokkos anerkennen die grossen politischen und wirtschaftlichen anstrengungen des landes, um den anschluss an die westliche welt zu erreichen - freilich unter beachtung der kulturellen und religösen besonderheiten in nordafrikas strukturell entwickelstem land.

gefahr droht - wie in den anderen arabischen ländern auch - durch einen fundamentalistischen islam. die wahlen im herbst werden zeigen, wie gross die unterstützung der radikalen kräfte durch die bevölkerung ist. bei alledem sollte nicht ausser acht gelassen werden, dass schlussendlich der könig den ministerpräsidenten und die minister ernennt. er wird in einem autokratisch und nur teilweise demokratisch verfassten land dafür sorgen müssen, dass aus einer moderat islamischen politik keine islamistisch-fundamentalistische wird.

die gespräche mit der polisario über westsahara, die in jüngster zeit wieder aufgenommen wurden, zeigen, dass marokko einiges versucht, um konflikte zu mässigen. eine lösung der autonomiefrage ist allerdings nach wie vor nicht in sicht. marokko muss jedoch alles versuchen, damit die saharauis am ende nicht anschluss an die islamisten suchen. das würde zwangsläufig zu einer gefährlichen politischen instabilität im land führen.

DIE FAZ KOMMENTIERT