KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

31.07.2007 um 21:53 Uhr

manche sind auch vegetarier!

manche sind auch vegetarier. ich habe nichts dagegen. es ist nur etwas seltsam, wenn sich vegetarier fragen, warum sie in marokko auf so viel unverständnis stossen.

warum nur?

warum bemitleiden wir menschen, die abends beim kerzenlicht (gemüse) sitzen? kerzenlicht (gemüse) ist doch etwas gemütliches. wir müssten sie also im gegenteil dafür loben, dass sie auf geschmackvolle weise das kerzenlicht (gemüse) dem elektrischen licht (fleisch) vorziehen.

das sieht allerdings immer dann anders aus, wenn menschen gar nicht über elektrisches licht (fleisch) verfügen - und deswegen mit kerzen (gemüse) vorlieb nehmen müssen.

um aufs thema zurückzukommen: eine alles in allem arme bevölkerung in nordafrika kann sich kaum fleisch leisten. auch der fleischkonsum in europa ist eine durch und durch neue übung. noch vor 100 jahren war fleisch in den töpfen europas der reine luxus - dem nur an hohen festtagen gefrönt wurde.

wie hätte es unseren altvorderen wohl in den ohren geklungen, wenn an ihrem tisch ein gast gesessen hätte, der sich als vegetarier bezeichnet?

ach - es hat keinen sinn, das alles wieder und wieder aufzuschreiben! der blinde dünkel jedoch, mit dem manche (vegetarier) nach nordafrika reisen, ist haargenau derselbe, mit dem sich kolonialisten um 1900 dorthin auf den weg machten.

und mancher vegetarier, der nach marokko fahren will, hats immer noch nicht begriffen.

das muss er auch nicht!

31.07.2007 um 21:19 Uhr

gerd ruge!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

es gibt sie - die unbestechlichen journalisten, denen wir aufs wort glauben können, wenn sie von den brennpunkten der welt in hörfunk und fernsehen berichten.

so einer ist GERD RUGE.  

ich bin immer fasziniert, wenn ich seine reportagen sehe - und (ich gebe es gern zu) manches mal auch ergriffen. GERD RUGE versteht es wie kein zweiter, uns die welt zu erklären. immer tritt er hinter den gegenstand seiner berichterstattung zurück. er ist nicht eitel - wenn er es aber doch ist, hat er dies besonders gut versteckt. 

GERD RUGE ist jetzt 79 jahre alt. und das ist eigentlich das unfassbare. es kommt mir vor, als hätte ihn das medium fernsehen zu jemandem gemacht, der auf geheimnisvolle weise jung bleibt.

dieses geheimnis ist indes einfach erklärt: GERD RUGE hat sich stets die offenheit bewahrt, das mitleid und immer auch die neugier auf menschen.

GERD RUGE

31.07.2007 um 09:06 Uhr

blackout in barcelona!

barcelona war ohne strom - für stunden. übrigens: das gleiche schicksal ereilte jetzt auch mallorca. in palma und anderen orten war es zappenduster.

was war geschehen?

weil nicht angenommen werden kann, dass tausende zugleich zu ihrem haarföhn gegriffen haben - oder ihr handy aufladen wollten, muss nach den wahren ursachen geforscht werden.

so ein stromausfall ist alles andere als angenehm. die kaffeemaschine streikt, der rasenmäher bleibt trotzig stehen, die handys (s.o.) bleiben stumm, die haare (s.o.) nass ...

irgendwie endzeitstimmung - oder was? man könnte auch vom ende der zivilisation sprechen. eine katastrophe allemal, wenn der lift streikt und in den hotels die notbeleuchtung flackert.

keine frage: unsere zivilisation hängt am seidenen faden der elektrizität.

doch - gott sei dank - nur manchmal (und vorzugsweise ende juli, anfang august). mitten im sommer legt sich lähmende dunkelheit auf die welt, wir sollten uns also (wenigstens in spanien) ein butterbrot einpacken, bevor wir den verstockten fahrstuhl benutzen.

eigentlich haben wir es jedoch gut. denn das alles passiert in der ferne. alle, die in spanien urlaub machen, haben selber schuld. sie hätten ja auch zu hause bleiben können. dann wäre ihnen so ein ungemach erspart geblieben.

wobei immer noch nichts zur ursache der sporadischen apokalypse gesagt ist ...

um das alles so anschaulich wie möglich zu machen, zähle ich jetzt bis drei ... und dann schalten wir alle zugleich unsere klimaanlagen ein. mal sehen, was passiert.

so viele klimaanlagen gibt es hierzulande gar nicht?

richtig! und das erinnert uns daran, dass die schönsten sommer immer noch in deutschland stattfinden ... mit einer guten tasse kaffee, mollig geheizten räumen ... und dem sturmtief "ursula", das uns mit regen aus der arktis überrascht.

danke, ursula - du wenigstens funktionierst zuverlässig ... auch ohne steckdose!

30.07.2007 um 17:30 Uhr

urlaub in lloret!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

man wird mir gewiss glauben, dass ich kein freund eines urlaubs in lloret/mallorca bin. dennoch habe ich ein video entdeckt, das wirklich hübsch ist, eine menge urlaubsstimmung einfängt, mit witziger musik unterlegt und drollig geschnitten ist.

vielleicht gerade das richtige zum ansehen - bei diesen regentagen in deutschland:

URLAUB IN LLORET

30.07.2007 um 15:51 Uhr

hochsommerliche tage!

der hochsommer hat uns erreicht.

alles freut sich und lacht. sogar der kleine hund schnuffelt durch den wunderbaren deutschen sommer und die blonde gretel wippt vor lauter übermut am zaun.

was ist das auch für ein schöner sommer. alles ist grün und blüht und die sonne scheint den ganzen tag vom himmel. gretels liebster ist postbote - bald hat er frei und dann unternehmen sie zusammen eine radltour in gottes schöne natur.

dieser wunderbare sommer wird gretel lange in erinnerung bleiben - auch deswegen, weil sie endlich das schöne kleid fand - bei C&A für sage und schreibe 9,99 euro. jetzt flattert es im wind und ist gerade so gut gelaunt wie gretel selbst.

für gretel darf der sommer nie zu ende gehen - für den hund uns uns natürlich auch nicht ...

30.07.2007 um 08:44 Uhr

milch - nicht saurer sondern teurer!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

die milchpreise erhöhen sich drastisch. deswegen müssen die verbraucher demnächst fast das doppelte auf den tisch legen, wenn sie milch, butter und quark kaufen wollen.

der grund: die rohstoffe sind knapp, die nachfrage weltweit besonders hoch und ... es gibt zu wenig kühe. 

ich erinnere mich, dass die EG den deutschen bauern prämien zahlt - für jede kuh, die NICHT im stall steht. bei steigenden milchpreisen haben sich die bauern allerdings entschlossen, aus dem prämiensystem auszusteigen.

der verbraucher ist - so oder so - der dumme.

VERRÜCKTE WELT!

p.s. von welchen "rohstoffen" eigentlich die rede ist, wenn kühe in den saftig grünen elbmarschen oder auf grasfetten bayerischen almen weiden, bleibt mir sowieso ein rätsel ... 

29.07.2007 um 22:31 Uhr

hohn und spott!

es ist geradezu hohn und spott, wenn man in einem internet-forum liest, dass ...

"marokko niemanden aus seiner staatsbürgerschaft entlässt".

ach, gott - ist das ein fürsorglicher staat!

... wenn aber hunderte marokkaner auf dem weg nach europa sterben (sich also aus lauter not selbst aus der staatsbürgerschaft entlassen) kräht in marokko kein hahn.

... und wenn europäische regierungen alle mühen haben, die "noch lebendig angekommenen" nach marokko zurückzuführen, windet und sträubt sich der marokkanische staat.

es ist wohl auch die "fürsorglichkeit" marokkos, menschen an den grenzen zu ceuta und melilla abzuschiessen.

nichts gegen die fürsorglichkeit marokkos gegenüber seinen bürgern. wir möchten nur gern - hin und wieder - auch resultate dieser "fürsorglichkeit" sehen ...

und keinen zuckerguss orientalisch-friedlicher welt!

29.07.2007 um 10:28 Uhr

das waisenhaus in agadir - hui, hui, hui!

vor einigen jahren erfuhr ich von der existenz eines waisenhauses in agadir. ich erspare mir an dieser stelle einzelheiten, merke nur an, dass diese einrichtung dringend der hilfe bedarf.

als ich in agadir war, besuchte ich das waisenhaus, machte dort aufnahmen und publizierte das ganze auf meiner homepage. es gab nichts vergleichbares. auf meiner homepage waren alle informationen gebündelt und abrufbar.

um das waisenhaus in agadir kümmert sich der dortige "lions-club" - das sind europäische damen, die sich karitativ betätigen. warum sie etwas gegen meine initiative hatten, weiss ich nicht. wenigstens verfolgten sie mich bald mit den infamsten unterstellungen.

auch im internet schlug mir infamie entgegen. ich war auf das waisenhaus in agadir erst durch ein internet-forum aufmerksam geworden, jetzt beleidigte man mich dort aufs übelste ...

... und berichtete hin und wieder selbst vom waisenhaus. die gründe dafür wurden erst nach und nach deutlich. einige deutsche ehepaare wollten ein marokkanisches kind aus dem waisenhaus adoptieren. der marokkanische staat lässt jedoch keine adoption - nur eine kafala (pflegschaft) zu. wie auch immer: die bemühungen hatten schliesslich erfolg und einige kinder kamen tatsächlich nach deutschland.

nachdem das gelungen war, erlahmte die berichterstattung über das waisenhaus. wenn es doch noch im internet erwähnt wurde, dann hörte sich das nach lästiger pflichterfüllung an. am ende schwieg man im internet gänzlich über das waisenhaus.

es gibt aber noch andere, die sich um das waisenhaus kümmern. eine deutsche bringt regelmässig kleidung und kindernahrung nach agadir.

auch diese initiative stiess auf misstrauen.

eines tages erhielt ich einen anruf. eine dame (sie ist deutsche), die sich mit besten beziehungen zum marokkanischen königshaus brüstete, sprach vom verdacht, dass unter dem deckmantel dieser initiative und im umkreis des waisenhauses ein krimineller "kinderhandel" entstanden sei. man würde dem mit amtlicher marokkanischer hilfe ein ende bereiten.

unabhängig davon wurde meine berichterstattung über das waisenhaus weiterhin aus einem forum des internets so perfide torpediert, dass ich schliesslich entnervt die informationen aus dem netz nahm.

das, was als hilfe und aufruf zum engagement gedacht war, wurde auf unglaublich gemeine weise hintertrieben.

inzwischen hört man nichts mehr vom waisenhaus in agadir. im besagten internet-forum schweigt man sich aus, suchanfragen im internet bringen kein ergebnis. das waisenhaus in agadir scheint nicht mehr zu existieren.

jeder hat seiner eitelkeit gefrönt, sich ins rechte licht gerückt, sich lobend vor die brust geschlagen, andere weggebissen. dass es aber nicht um die eitelkeiten einiger durchgeknallter damen geht - sondern um kinder, denen dringend geholfen werden muss - war fortan kein thema mehr.

ALLES WAS BLIEB!

29.07.2007 um 09:34 Uhr

der "vater" des grills!

herr stuttner, als chef der STUTTNER-TOURISMUS&GRILL.KG, HEILBRONN sind sie der erfinder des "grills". wie kamen sie auf diese schöne idee?

es war an einen heissen sommertag. ich sass auf dem balkon und meine frau stand in der küche, um kohlrouladen zuzubereiten. sie schwitzte so sehr, dass ich mitleid bekam. also konstruierte ich einen "grill", so dass meine frau fortan auf dem balkon kochen konnte.

wie schön - aber kohlrouladen lassen sich nicht besonders gut grillen.

doch, doch, man muss sie nur zuvor vom kohl befreien.

das wären dann aber doch eher die berühmten cevapcici! wie gings denn weiter mit ihrer erfindung?

bald wollten alle nachbarn so einen grill haben. keine hausfrau steht bei gutem wetter gern in der küche.

wir wissen, dass ihre erfindung noch andere interessante folgen hatte ...

... das stimmt. seitdem es meinen "grill" gibt, können die küchen im sommer zu fremdenzimmern umgebaut werden.

was den tourismus ankurbelt!

richtig. geschlafen wird in der küche und gegessen wird auf dem balkon.

was aber tun bei schlechten wetter?

daran arbeite ich zur zeit. ich bin dabei, meinen "grill" in eine schrankwand zu integrieren - fürs wohnzimmer.

fabelhaft, herr stuttner, wir bedanken uns für das gespräch.

"Grill" ist ein eingetragenes Markenzeichen der Stuttner-Tourismus&Grill.KG, Heilbronn

28.07.2007 um 19:13 Uhr

wo bleibt ihre moral - herr sarkozy?

einen tag, nachdem fünf bulgarische krankenschwestern und ein palästinensisch-bulgarischer arzt aus libyen ausreisen konnten, reiste der französische staatspräsident dorthin.

die vorwürfe, die gegen die krankenschwestern und den arzt erhoben wurden, sind haarsträubend. es ging der libyschen staatsmacht nur darum, die völlig unzureichenden hygienischen verhältnisse in ihren krankenhäusern zu vertuschen.

die gattin holt die begnadigten heim - und der gatte schliesst am nächsten tag weitreichende wirtschaftliche verträge ab - einschliesslich der lieferung von atomkraftwerken an libyen.

ein feines spiel!

HERR SARKOZY - WO BLEIBT IHRE MORAL?

28.07.2007 um 08:37 Uhr

das porzellan der queen!

anlässlich des 60. hochzeitstages der englischen königin ist im buckingham-palast eine ausstellung eröffnet worden. dort wird u..a. das brautkleid der queen gezeigt ... und das brautgeschenk von prince philip: ein diamant-armband.

auch zu sehen ist das porzellan, das dem jungen paar für ihren neuen hausstand verehrt wurde. ein sprecher des palastes dazu: "vieles von dem, was hier gezeigt wird, hat die queen immer noch im gebrauch."

nun frage ich mich allen ernstes: wenn töpfe, tassen und teller aus dem königlichen haushalt in die ausstellung verfrachtet wurden, was tun unterdessen lillibeth und philip?

ich meine ... essen sie nun (bis das königliche porzellan zurück ist) von papptellern?

p.s. ich höre auch schon die frage: "philip - hast du mein armband gesehen? wo habe ich es - schusselig wie man im alter wird - nur verbrazelt?"

27.07.2007 um 22:47 Uhr

es sind ja "nur" kinder!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

900 kinder aus senegal, marokko und anderen afrikanischen ländern vegetieren seit einem jahr auf den kanarischen inseln dahin ... "boat-people".

wenn schon die erwachsenen keine rechte haben ... und sie zum spielball einer ganz und gar verfehlten politik geworden sind ... wie erst ergeht es dann den kindern?

gab es nicht gerade vollmundige absichtserkärungen in HEILIGENDAMM?

könnte also mal jemand - anstatt die backen aufzupusten ...

HELFEN?

27.07.2007 um 21:25 Uhr

balkan-grill!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

nichts gegen eine grill-party bei lauen sommertemperaturen. wenn aber gleich der ganze balkan abgefackelt wird, brate ich mir mein würstchen doch besser in der pfanne!

VERBRANNT!

und das SCHE-WAB-SCHI-SCHI lasse ich mir aus der döner-bude bringen ... man muss da ja nicht unbedingt hinfahren!

27.07.2007 um 19:16 Uhr

die geheimnisse des fürsten p.!

jede familie hat ihre gut gehüteten und deswegen verschwiegenen geheimnisse. es ist aber wie mit allen geheimnissen: sie lassen sich auf dauer nicht verbergen. so eine geschichte will ich erzählen:

fürst p. war ein angesehener mann. er führte den familienbesitz in b., der seit jahrhunderten von einer generation zur nächsten vererbt wurde. fürst p. war verheiratet, aber kinderlos. das bereitete ihm manchmal kopfschmerzen, denn ohne einen erben wurden das schloss und die güter in b. eines tages herrenlos.

hätte fürst b. gewusst, dass er schon zu lebzeiten seines besitzes beraubt werden würde, hätte er sich um einen erben keine besonderen gedanken gemacht - obwohl ihm die kopfschmerzen wohl geblieben wären. der besitz der fürstlichen familie p. lag im osten deutschlands. als die soldaten der roten armee vorrückten, floh fürst p. in den westen.

damit greifen wir dem geschehen jedoch weit voraus - und müssen im übrigen anmerken, dass dies (wenn überhaupt) nur in einem übergeordneten sinn zu der hier erzählten geschichte gehört.

warum fürst p. - obwohl verheiratet - kinderlos blieb, ist schnell erklärt. fürst p. hatte einen faible für junge männer. weil sich das aber nicht gehörte (wir schreiben das jahr 1922), wurde seine neigung tunlichst verschwiegen und vertuscht.

so nahm das verhängnis seinen lauf.

im frühjahr 1922 stellte sich der 22-jährige a. dem fürsten vor. nach seinem abitur wollte er auf den fürstlichen gütern die verwaltung und die landwirtschaft erlernen. zu der zeit nannte man diese jungen männer "landwirtschaftseleven". nach gründlicher ausbildung konnten sie darauf hoffen, eine gut bezahlte tätigkeit in der verwaltung eines gutes zu finden.

a. war ein hübscher junger mann und fürst p. zögerte nicht, ihn einzustellen. der junge mann war fleissig, umsichtig und tat seine arbeit zu aller zufriedenheit. fürst p. begann ihm nachzustellen. er zog ihn ins gespräch, lobte ihn, fragte ihn nach seinen eltern und erfuhr, dass der vater von a. schon lange tot war. fürst p. schlich sich in das vertrauen von a. und tat, als sei er sein bester freund.

a. liess sich das gefallen. vielleicht empfand er auch sympathie und dankbarkeit für den fürsten. wir wissen das alles nicht. wir wissen nur, dass es eines tages zu zärtlichkeiten zwischen a. und fürst p. kam.

was weiter geschah, liegt im dunkel. jedenfalls wollte fürst p. - der affäre nach einer weile überdrüssig - die angelegenheit auf seine weise aus der welt bringen. im übrigen musste er fürchten, dass die verbindung irgendwann bekannt würde - was einen skandal bedeutet hätte.

deswegen entliess er a. aus dem dienst.

einen landwirtschaftseleven jedoch vor ende seiner ausbildung zu kündigen, kam einer katastrophe gleich. wie sollte a. seine kündigung vor anderen überhaupt begründen? die wahrheit konnte er nicht sagen. man hätte ihn wahrscheinlich mit juristischen winkelzügen zum schweigen gebracht. im übrigen: wer von fürst p. aus dem dienst entfernt wurde, war am ende seiner karriere angelangt. niemand würde den jungen a. noch einstellen wollen.

auch seiner mutter konnte a. nicht den wahren grund seiner kündigung nennen. die zeiten waren nicht so, dass ein bekenntnis dieser art auf verständnis gestossen wäre.

a. hatte sich in einem netz aus intrige, lüge und bigotterie verstrickt. und er hatte niemanden, dem er sich anvertrauen konnte ... oder doch nur eine, die aber auch keinen rat wusste (wie sollte sie auch?).

im sommer 1922 warf er sich vor einen zug. er war sofort tot.

jede familie hat ihre gut gehüteten und deswegen verschwiegenen geheimnisse. dieses hier offenbarte erst die schwester von a. - als sie 91 jahre alt war und spürte, dass es ans sterben ging. zuvor hatte es immer nur geheissen, a. habe sich "aus liebeskummer" umgebracht - was vielleicht auch stimmte, jedoch der tragödie nicht im entferntesten gerecht wurde.

es wäre vielleicht an der zeit, dass auch die familie des fürsten p. ihr geheimnis lüftet. denn geheimnisse lassen sich auf dauer nicht verbergen.

das alles nützt nichts mehr - dient aber vielleicht auf reinigende weise der wahrheit!

p.s.

a. war mein onkel. der fürstlichen familie habe ich einen brief geschrieben.

27.07.2007 um 09:35 Uhr

ferienzeit - mit eingeschlafenen füssen!

man sollte meinen, dass foren im internet, die sich besonders intensiv mit urlaubsländern beschäftigen, zur zeit hochkonjunktur haben. mancher urlauber ist gewiss dankbar, hier und da einen tipp zu bekommen, bevor er nach djerba, andalusien, sizilien oder agadir aufbricht.

ich bin sogar der meinung, dass foren im internet, die sich mit den genannten urlaubszielen (und anderen) beschäftigen, lust auf ferien machen sollten.

nicht umsonst sind die zugriffe auf die korfu- und marokko-seiten meiner homepage zur zeit besonders hoch. man möchte sich halt informieren, bevor es auf die reise geht.

auch wenn marokko nicht unbedingt das klassische sommerziel ist (viel zu heiss), erreichen die urlauberzahlen aus europa dort im juli/august höchste werte. der immer kühle atlantik und air condition in den hotels lindern im übrigen die hitzeallergie gehörig.

um so erstaunlicher ist es, wenn foren im internet, die sich z.b. mit marokko beschäftigen, in den so wichtigen urlaubsmonaten daher kommen wie eingeschlafene füsse. während in einem forum über korfu zur zeit der "bär steppt", also urlauber tipps über hotels, mietautos, abgelegene strände, restaurants etc. austauschen, werden mindestens in einem forum des internets, das marokko zum thema hat, verstaubt-folkloristische "you tube" videos verlinkt, hadithe unters volk gebracht und die frage diskutiert, wo die genauesten GPS-daten über die sahara zu erfahren sind.

vermutlich haben die moderatoren kein besonderes interesse an marokko. sonst würden sie bestimmt viel mehr themen anstossen, die dieses wunderbare reiseland betreffen. es ist schon ein jammer, wenn moderatoren - die vorgeblich versichern, marokko zu lieben - einen der wichtigsten gründe, ein forum wie jenes zu marokko zu besuchen, so dermassen vernachlässigen.

man könnte fast auf die idee kommen, dass sie das land im grunde ihres herzens hassen ...

27.07.2007 um 08:55 Uhr

die wiesn zu 7,90!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

als im vergangenen jahr der preis für die mass bier beim MÜNCHENER OKTOBERFEST auf 7,30 euro stieg, habe ich das noch mit befriedigung kommentiert. bei solchen preisen ist zu vermuten, dass die münchener sich enthaltsam zeigen und die wiesn ausschliesslich von japanern (mit digikameras) bevölkert wird.

und japaner vertragen bekanntlich nix!

heuer - also in diesem jahr - haben sich die wiesn-wirte entschlossen, die mass bier für 7,90 euro anzubieten. (haben sie etwas gegen japaner?).

es lohnt sich also, darüber nachzudenken, das six-pack von ALDI gleich mitzunehmen. allerdings sehen das die wirte nicht besonders gern. wo übrigens "1 liter" draufsteht, kommt - höchstens - ein halber liter rein. deswegen ist das bier von ALDI vielleicht nicht blonder, aber ehrlicher - und mit schraubverschluss obendrein auch praktischer als die mass.

gegessen wird auf der wiesn auch: brezn und henderl ... immer nur brezn und henderl.

das immerhin wird in diesem jahr jedoch anders an. die münchener stadtverwaltung hat es den wiesn-wirten auferlegt, den besuchern zu erlauben, ihre eigene brotzeit mit auf die wiesn zu nehmen.

allerdings dürfen die mitgebrachten henderl und brezn nur in den biergärten - nicht aber in den bierzelten verzehrt werden. bei gutem wetter ist das auch kein problem. bei regen hingegegen empfiehlt sich das klassische brötchen - da wird das henderl durch das aufliegende, hälftige brötchen angemessen geschützt.

wir fassen zusammen: wer sich entschliesst (münchener oder japaner), auf die wiesn die eigene brotzeit mitzunehmen (japanisch heisst brotzeit übrigens "futschinanema") spart an der mass mindestens ... 7,90 euro.

also eine wiesn ganz umsonst.

das brötchen kann man ja - um nicht weiter aufzufallen - mit stäbchen essen!

bildquelle

26.07.2007 um 23:19 Uhr

bin baz, salman rushdie und die (nicht) rotierende erde!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

die erde ist eine scheibe. ja, das wissen wir ...

WIR WISSEN ABER NOCH LÄNGST NICHT ALLES!

26.07.2007 um 21:47 Uhr

die geschäfte und das sommerloch!

von: rolf   Kategorie: **nachrichten aus HB!

von den beiden herren, die täglich in den bremer grünanlagen sitzen (aber nur bei gutem wetter) und einen hut vor sich liegen haben, war in meinem weblog schon mal die rede. sie sitzen in gehörigem abstand voneinander, um sich geschäftlich nicht ins gehege zu kommen. zwischen ihnen hat sich übrigens ein gitarrist postiert, der den ganzen tag nur ein lied spielt: "here comes the sun" (aber nur bei gutem wetter).

heute kam ich des weges, als die beiden herren (mit den hüten) sich miteinander unterhielten.

"wie läufts denn so?" fragte der eine.

"ach, ich bin gar nicht zufrieden. der umsatz ist miserabel!", antwortete der andere.

ich nehme an, die beiden unterhielten sich über die übliche sommerflaute im einzelhandel.

26.07.2007 um 16:57 Uhr

nach mauretanien!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

auf eigene faust und mit eigenem auto nach mauretanien zu fahren, war noch vor einigen jahren ein ausserordentliches abenteuer. in der regel war man besser beraten, sich einer gruppe anzuschliessen - oder es gleich ganz sein zu lassen.

edith kohlbach, die schon einen informativen reiseführer speziell für autofahrer in marokko geschrieben hat, wollte es genau wissen ... sprich: den ersten gültigen reiseführer für mauretanien schreiben - also einen, der das individuelle und mobile reisen im eigenen fahrzeug in den vordergrund stellt.

ihre recherche vor der reise gestaltete sich nicht einfach. vor allem ihre anfragen bei leuten, die mit aufgeblasenen backen von sich behaupteten, kenner mauretaniens zu sein (und die ihr strikt von der reise abrieten), machten die vorarbeiten nicht eben einfacher.

edith kohlbach ist inzwischen zurück aus mauretanien. ihr reiseführer soll ende august erscheinen. die schwierigkeiten waren (um es vorweg zu sagen) - wenn überhaupt - nur äusserst gering.

sie berichtet davon auf ihrer HOMEPAGE, von der auch das foto stammt!

inzwischen erhielt ich eine ergänzende e-mail von edith kohlbach:

Lieber Rolf,
 
da du ja so teilnahmsvoll über die Angriffe auf mich berichtet hast möchte ich mich bei dir nach meiner Mauretanien-Reise mit insgesamt 14.000 km zurückmelden. Ich bin wider alle Erwartungen lebend zurückgekommen, wurde weder vergewaltigt, entführt noch verheiratet. (Obwohl ...)
Die Kritik an mir waren folgende Punkte:
 
1.  Ich würde kein Wasser mitnehmen wollen
2.  Es gäbe nicht genug Tankstellen, so dass eine Batterie von Reservekanistern notwendig sei
3.  Ein Pickup sei unmöglich
4.  Ein Commonrail-Diesel noch mehr
5.  Und Ford-Ersatzteile für den Notfall gibt es nicht
6.  Allein fahren geht schon gar nicht
(Ich hoffe, ich hab nichts vergessen)
Zu 1: Da ich ja nicht beratungsresistent bin nahm ich also einen großen Kanister reinen Wiesbadener Quellwassers mit. Damit goss ich nach meiner Rückkehr die Blumen im Vorgarten. Unterwegs gab es überall Mineralwasser.
Zu 2: Ich war sehr dankbar für meine 2 Kanister à 20 l, denn so konnte ich länger das billige westsaharische Diesel nutzen. Tankstellen, auch gefüllt, gab es reichlich an der Strecke, Diesel aus Fässern war niemals nötig. Obwohl, was ist dagegen zu sagen?
Zu 3: Also der Pickup, der musste ja schon wegen dir sein, Rolf. Ich brauchte viel Ladefläche. Denn ich wollte ja nicht noch mal in den Verdacht geraten, ohne Unterwäsche nach Marokko zu fahren. Ich nahm also statt nur zwei diesmal drei Hosen mit und auch genügend Unterwäsche.
Aber könnt ihr euch meine Überraschung vorstellen, als ich über die Grenze fuhr? Der selbsternannte „Mauretanienexperte“ weiß wohl nicht, dass Mauri das Land der Pickups ist. Etwa 60 % der Fahrzeuge sind Pickups, 35 % Mercedes und der Rest sonstige.
Zu 4: Nouakchott ist voll mit allen neuen Modellen von Geländewagen und Pickups mit Commonrail. Sie vertragen das maur. Diesel einwandfrei.
Zu 5: Alles was es in Mauri nicht gibt holt man blitzschnell aus Dakar.
Zu 6: Ein marokkanischer Freund hat mich auf den ersten 6 Tagen begleitet. Ich war froh, als ich die letzten zwei Wochen allein war. Jeder war sehr nett und hilfsbereit. Nur als ich die Sprache auf geführte Wohnmobiltouren brachte verfinsterten sich die Mienen. Keine Ahnung warum.
Inzwischen hab ich eine Internetseite über Mauretanien gemacht und der versprochene Reiseführer wird schon bald fertig sein.
http://www.kohlbach.org/mauretanien/index.htm
die reisebuchautorin ek

26.07.2007 um 08:06 Uhr

jedes neue system hat seine tücken!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

einfach ist es nicht, sich an ein neues betriebssystem zu gewöhnen. aber mit ein wenig übung - und der hilfe von anderen, wird es schon ...

KLAPPEN!