kreuz & quer macht FERIEN!
KREUZ & QUER macht ferien.
bis bald einmal. bleibt meinem weblog und meiner homepage gewogen!
KREUZ & QUER macht ferien.
bis bald einmal. bleibt meinem weblog und meiner homepage gewogen!
ich hatte darüber berichtet , dass man mir einen besuch in marrakesch abstatten will. ich habe auch davon gesprochen, dass dies als eine bedrohung bei mir angekommen ist. dazu hat es einige kommentare gegeben, die ich nicht freigeschaltet habe, aber hier noch einmal zusammen fasse.
ich frage mich, welcher hass am werk ist, solche kommentare (immer im mäntelchen der anonymität) zu schreiben:
1.
"ich kann den herrn nur bitten, von einem "treffen" mit mir abzusehen"
Na, mal nicht so weinerlich um keine Schläge gebettelt!
2.
"sollte ich auch nur irgendwie in marokko in bedrängnis geraten oder gar
angegriffen werden - sei es verbal oder körperlich"
Hoffentlich bevorzugt Dein "guter freund" die körperliche Gewalt und
verpasst dir endlich heiße Ohren.
3.
Man hast Du Angst. Das wird garantiert eine tolle Marokkoreise wenn man
hinter jeder Ecke vermutet, jetzt kommt er gleich und permanent der kalte
Schweiß auf der Stirn steht. Aber das gönne ich Dir!
ich muss den herrn, der mir ein "treffen" in aussicht stellte (was einige kommentatoren sogleich dazu benutzten, ihre häme und ihren hass über mich auszuschütten), dann doch darüber belehren, dass er - oder seine schlägertruppen - umsonst nach marrakesch anreisen werden.
es ist - um einmal ein bild zu gebrauchen - wie mit dem hasen und igel.
und der igel reist nicht allein ...
wir erwarten (mit grosser gewissheit) den "showdown" in chefchaouen und in nähe errachidia - aber gewiss nicht in marrakesch!
mich erreicht die nachricht, dass sich jemand anschickt, nach marrakesch zu reisen, um dort "einen guten freund zu treffen". ich nehme einmal an, dass mit dem "guten freund" ich selbst gemeint bin.
ich lege auf dieses treffen jedoch keinen wert und verbitte es mir.
bei dieser gelegenheit halte ich für meine leser fest:
das ansinnen kommt bei mir als drohung an. sollte ich auch nur irgendwie in marokko in bedrängnis geraten oder gar angegriffen werden - sei es verbal oder körperlich - werde ich nicht zögern, die marokkanische polizei und das deutsche konsulat zu informieren.
schon allein seine gegenwart würde für mich den tatbestand der nötigung erfüllen.
damit eines völlig klar ist: sollte mir in marokko etwas zustossen, sitzt der täter (bzw. der drahtzieher) in chefchaouen/marokko. ich kann den herrn nur auffordern, von einem "treffen" mit mir abzusehen.
sollte er aber seine ankündigung dennoch wahr machen, garantiere ich dafür, dass seine tage in marokko gezählt sind. als mann mit einer familie und einer existenz in marokko sollte er sich also gut überlegen, ob ein "treffen" mit mir besonders sinnvoll ist.
es ist nun fünf jahre her, dass ich zum ersten mal meine erfahrungen und erlebnisse mit marokko ins internet stellte. ich habe meine reiseberichte veröffentlicht, ein buch über marokko geschrieben und allerhand geschichten zum thema online gestellt.
ich behaupte: wer sich im deutschsprachigen internet über marokko informieren will, kommt an meiner homepage nicht vorbei.
ich will nicht verschweigen, dass mir manche anfeindungen nahe gingen und mich sogar in meiner existenz bedrohten. aber - wer ein land und seine menschen liebt, muss darauf gefasst sein, dass ihm auch hass entgegen schlägt.
man hat mich "rassist" genannt und einen, der die muslims hasst.
nichts davon ist wahr. ich respektiere das marokkanische volk und hege eine tiefe symphatie zu den menschen dort.
allerdings habe ich es im vergangenen jahr vermieden, nach marokko zu reisen - und das nach 16 reisen dorthin (von 1999 bis 2005). ich stellte nämlich fest, dass es hinter dem postkartenschönen "bild" marokkos noch ein anderes land gibt.
und das ist zuweilen ziemlich hässlich.
was also sollte ich tun? an einem bild marokkos festhalten (orient, 1001 nacht), oder nach dem wirklichen marokko suchen?
zum zweiten - nur nebenbei - fehlen mir sämtliche voraussetzungen.
so wie jeder mensch einem geliebten menschen immer zum zweiten mal begegnet (wobei es völlig unerheblich ist, ob sie noch einmal zueinander finden), müssen wir vielleicht zum zweiten mal - mit hoffentlich nüchternem und auch skeptischen sinn - auch auf länder treffen.
ich sage nicht, dass mich marokko "enttäuscht" hat. das wäre angesichts aller erlebnisse und bilder vollkommen falsch. marokko hält nur - ich muss es einmal offen sagen - allerhand kleine lügen bereit, die es einem fremden im land nicht eben einfacher machen.
ich sage es frei heraus: marokko macht - jenseits des pauschalen tourismus in agadir und marrakesch - immer noch angst. das müsste aber gar nicht sein. das alles ist völlig unnötig.
wenn aber menschen - wie manchmal in marokko - immer nur "ihr ding drehen" wollen, und sie auf touristen treffen, denen sie das blaue vom himmel herunter lügen, wird sich daran nicht viel ändern. es ist das gefühl der bedrängnis, das schlecht auszuhalten ist ... und darüber hinaus die irritierende erkenntnis, im hin und her der fremden sprache und denkungsart so manches mal über den tisch gezogen zu werden.
im übrigen macht KREUZ UND QUER jetzt ferien.
in marokko wurde das parlament gewählt. die wahl war lange vorbereitet worden. die marokkaner wurden in den medien dazu aufgerufen, von ihrem recht gebrauch zu machen und ihre stimme abzugeben. das alles scheint durchaus demokratisch zu sein.
leider spielt das parlament - und der aus seinen reihen kommende und vom könig bestimmte premierminister - in marokko keine besondere rolle.
die entscheidungen liegen allesamt beim könig.
nun kann man dem könig durchaus glauben, dass er in marokko eine konstitutionelle monarchie nach spanischem muster anstrebt. immerhin unterhält er beste - und freundschaftliche - beziehungen zum spanischen königshaus ... und hier besonders zum thronfolger felipe.
das alles bleibt aber nichts weiter als ein wohlfeiles lippenbekenntnis, wenn der könig - trotz gegenteiliger willenserklärung - alle macht in seinen händen behält. er degradiert auf diese weise seine - gewählten - minister zu reinen vollzugsbeamten. wir dürfen nicht vergessen: den vom volk gewählten ministern werden in marokko immer auch noch minister zur seite gestellt, die einzig und allein vom könig berufen werden.
die entscheidenden sätze für das ganze politische dilemma marokkos habe ich jetzt im internet gelesen. dort heisst es:
Vielleicht begreift jetzt xxx endlich, dass die Menschen in Marokko in einem nach aussen hin modernen absolutistischen System leben, das mit vollem Leben und königlicher Energie gefüllt ist! Vielleicht begreift er endlich die Sinnlosigkeit und Widersprüche des Monarchen, wenn er von den Parteien Reformen und Erneuerungen fordert und über die eigene Institution und ihre Reformen schweigt!
in marokko wird so getan, als ob die parlamentswahl (an der jüngst überhaupt nur 34% der wahlberechtigten teilnahmen) garant für ein intaktes soziales und wirtschaftliches system ist. es wird so getan, als ob die marokkaner ihre zukunft selbst in der hand hätten und darüber entscheiden könnten.
die marokkaner werden dafür in anspruch genommen, in geheimen, freien wahlen ihre regierung zu wählen ...
... eine regierung indes, die ihre entscheidungen nach massgabe des königshauses treffen muss.
das alles kommt einer entmündigung gleich. den ministern mag das gleichgültig sein, geniessen sie doch wenigstens die pfründe ihres neuen amtes. den menschen in marokko aber soll sand in die augen gestreut werden.
es ist - acht jahre nach dem tod von HASSAN II. - an der zeit, dass sein sohn - MOHAMMED VI. - deutliche zeichen setzt, wohin sich marokko in den nächsten jahren bewegen soll. er allein hat dazu die befugnis und macht. er muss erklären, ob (und wann) er gewillt ist, wichtige entscheidungen an das gewählte parlament abzugeben.
alles andere ist marionettentheater und taschenspielerei!
dieses lied von STING wurde in dem jahr veröffentlicht, als ich - es war 1999 - zum ersten mal in marokko, genauer genommen in agadir, einen längeren urlaub verbrachte. zuvor hatte ich von spanien aus nur stippvisiten nach tanger und tetouan unternommen, allerdings auch schon eine grössere, geführte rundreise durchs land hinter mir.
DESERT ROSE gehört deswegen zu den liedern, die mich am stärksten mit marokko verbinden. immer wenn ich es höre, kommen mir hunderte von bildern in den kopf, von denen marokko so unglaublich viele und fantastische hat.
es mag sein, dass das amt eines gouverneurs in nigeria besonders schön ist und auch angemessen honoriert wird. das letztere wäre wohl vonnöten, wenn man gleich vier ehefrauen hat, die alle standesgemäss gekleidet sein wollen und auch sonst den status einer gattin des gouverneurs mit materiellen symbolen unterstreichen müssen.
was aber tut ein nigerianischer gouverneur mit vier ehefrauen, wenn sie alle den titel einer "first lady" für sich beanspruchen?
schon rein rechnerisch kann das nur eine der damen sein - niemals aber alle vier.
die damen wollten das problem auf ihre weise lösen. als die gattin des staatspräsidenten nigerias zu einem empfang einlud, liefen alle vier zugleich los. es ging darum, die erste auf dem empfang zu sein (first lady). man wird sich vorstellen können, wie sich die damen sputeten, sich gegenseitig überholten, sich womöglich ein bein stellten, den rock der rivalinnen festhielten, um ihnen jeden vorteil zu nehmen ...
nachdem die erste dame den präsidentenpalast erreicht hatte, wurden die türen geschlossen. die anderen drei damen standen draussen und ärgerten sich halbtot.
jetzt hat der gatte der vier damen allerdings eine weise entscheidung getroffen. seinen frauen wurden bestimmte "ressorts" zugewiesen, in denen sie - samt büro und limousine - "first lady" spielen dürfen.
wenn jetzt also der gouverneur ein krankenhaus eröffnet, ist eine andere ehefrau an seiner seite, als bei einer schuleinweihung ...
was aber ist, wenn die gattin des präsidenten einmal wieder zum tee bittet?
ich kann sie nun bald nicht mehr hören ... diese floskel "das etwas andere ..." nervt.
es gibt in deutschland inzwischen die "etwas andere reinigung", den "etwas anderen pizza-service", das "etwas andere einkaufserlebnis", den "etwas anderen schnürsenkel", das "etwas andere restaurant", die "etwas andere pickel-salbe" u.s.w.
was will uns diese floskel eigentlich sagen?
bedeutet "anders" denn nun "besser"? das wenigstens soll diese worthülse suggerieren. die "etwas andere pauschalreise" etwa - gut und schön. sie mag (bei licht besehen) jedoch ein rechter schuss in den ofen sein. aber - immer noch besser "anders" als anders "besser" ...
ach, habe ich schon gesagt, dass dies ein "etwas anderes weblog" ist?
nein? dann wissen wir es jetzt.Â
drei junge engländer haben sich auf den weg gemacht, um in einem gebrauchten und für ihre zwecke umgebauten transporter durch die mongolei zu fahren. was sie auf dieser reise erlebt haben, können wir auf ihrer homepage nachlesen.
der transporter diente übrigens dem mobilen eiscreme-verkauf, bevor er eines tages ...
Â
wohl nichts symbolisiert die globalisierung der welt besser als dieser stuhl. in windeseile verbreitete er sich über die welt und ist heute in südamerika genau so zu hause wie in dranselstedt an der donau.
schlicht im design - aber hoch funktionell ...
ein stuhl, der sich am amazonas so gediegen ausnimmt wie in der datscha von boris jelzin. ein universelles sitzgerät, das die welt - trotz aller unterschiede - zusammen schweisst.
man sitzt, wie man sich fühlt:
rechenschieber und logarithmentafeln - mehr war zu meiner schulzeit an hilfsmitteln im mathematikunterricht nicht erlaubt. es galt, sich über schwierigen rechenaufgaben buchstäblich den kopf zu zerbrechen:
addition, subtraktion, multiplikation, division .... bis der kopf nur so brummte.
die rettung nahte 1967, als der taschenrechner erfunden wurde. es dauerte allerdings noch eine ganze weile, bis er seinen platz im mathematikunterricht fand.
für meine lehrer wäre der gebrauch eines taschenrechners aber überhaupt nicht in frage gekommen. ein schüler hat die aufgaben im kopf auszurechnen ... und wenn nicht?
"sechs, setzen!"Â
als es dann doch so weit war und taschenrechner im unterricht benutzt werden durften (lange nach meiner schulzeit), verstand auch ich die welt nicht mehr. auch ich war fixiert auf das "im kopf rechnen" und keiner dachte daran, dass es in der mathematik um ganz etwas anderes geht:
nämlich um die logischen schritte hin zur lösung. Â
über all das werden die schüler heutzutage nur noch lächeln. sie ahnen ja nicht, wie wir - geradezu perfide - mit dem kopfrechnen gequält wurden.
übrigens habe ich mich schon früh diesem folterinstrument meiner mathematiklehrer entzogen. etwa vier jahre vor dem abitur beschloss ich, nunmehr keine einzige mathematikaufgabe mehr zu lösen - ob im kopf oder sonstwo ...
man sieht, wohin das am ende geführt hat!
warum sollte ein könig korrupt sein, wenn er zu den reichsten männern der welt zählt? wenn er aber mit seinem vermögen - woher hat er das? - schulen, krankenhäuser und universitäten bezahlen würde, gäbe es diese diskussion überhaupt nicht ...
um unrecht, terror und willkür zu vertuschen, gab die militärjunta dem (von ihr selbst korrumpierten) staat BIRMA einen neuen namen. er hiess fortan MYANMAR.
das militär herrscht dort, seitdem die engländer (1948) das land verliessen. demokratie, freie wahlen? nichts davon ...
als die demokratischen parteien in BIRMA die wahlen gewonnen hatten, wurde das wahlergebnis kurzerhand kassiert und die opposition unter hausarrest gestellt.
BIRMA ist weltweit isoliert - unterhält aber immer noch wirtschaftliche beziehungen zu china. es ist nicht zu viel gesagt, BIRMA als einen vasallen chinas zu betrachten. ein wort des grossen nachbarn - und die militärjunta in birma müsste klein beigeben.
aber- china spricht kein machtwort. im gegenteil: es unterstützt politisch und wirtschaftlich ein regime, das die freiheit ihrer menschen missachtet. das alles geschieht vor dem hintergrund, dass china überhaupt kein interesse daran hat, demokratische freiheiten in seinen nachbarländern oder gar im eigenen land zu gewähren.
unter diesem gesichtspunkt gewinnt auch der konflikt um TIBET noch einmal grösste aktualität.
china kann das eine nicht tun (tibet verschlingen) - und das andere lassen (birma einen eigenen weg gehen lassen).
china tut nichts anderes, als an seinen grenzen für ordnung zu sorgen. allerdings ist das eine ordnung nach pekings sinn. die machthaber in china gruseln sich geradezu davor, dass die machtsphäre an den rändern ihres reiches zerbröseln könnte.
china wird an seinen grenzen jedoch (wir sehen es in diesen tagen auf brutale weise) immer stellvertreter finden, die jedes aufbegehren im keim ersticken ...
BIRMA ist ein opfer chinas ... noch viel mehr: die menschen dort sind die betrogenen einer hegemonialen, das menschenrecht mit füssen tretenden macht - CHINA.
ich stehe gewissen foren im internet, die sich mit marokko beschäftigen, äusserst distanziert gegenüber.
das weiss man inzwischen.
allerdings gibt es jemanden (einen nach marokko ausgewanderten), der sich nur sparsam in einem solchen forum zu wort meldet, und den ich schon seit jahren für seine sympathisch hintersinnigen kommentare, die vieles auf den punkt bringen, besonders schätze.
er wird hoffentlich nichts dagegen haben, wenn ich ihn hier zitiere:
Ahlan,
beim anhören und sehen der
marokkanischen Menschenkinder bin ich mir sicher, das sie ihren König
so brauchen wie er derzeit ist. Man kann nicht vom marokkanischen Volk
mit über 50% Analphabeten erwarten, das sie sich für Politik
interessieren oder verstehen. Vom König können sie träumen,
schwärmen.....und irgendwann kommt sein Sohn an die Reihe und vieles
wird anders werden. Die Marokkaner sind langsame Organisatoren, kaum
Erfinder, Sie springen lieber auf einen vorbeifahrenden Zug auf, noch
fährt aber keiner vorbei.
leihink
Zitoun
nach der kleinen madeleine sucht ja nun die halbe welt. ich übrigens nicht, denn ich muss arbeiten. aber der papst sucht ... und er ist nur einer unter vielen. und wenn er nicht sucht, hat er den eltern von madeleine doch wenigstens seinen segen zum suchen gegeben.
manchmal sucht die welt aber auch nicht - sie hält immer dann inne, wenn die portugiesische polizei meint, dass madeleines eltern in das verschwinden ihrer tochter verwickelt sind. da muss man dann erst abwarten, was an diesen gerüchten dran ist.
es verschwinden jährlich - und das ist eine tragödie - viele tausend kinder. aber wenn ein kind in indien nicht mehr auffindbar ist, interessiert das wahrscheinlich die internationale öffentlichkeit herzlich wenig.
bei madeleine ist das anders. sie verschwand aus einem hotel in portugal, als ihre eltern im restaurant zu abend assen. und genau dieses szenario sorgt dafür, dass alle welt sich fragt:
wo ist madeleine?
denn jeder (oder doch fast jeder) hat im urlaub schon einmal zu abend gegessen, während sein kind im hotelzimmer schlief. ich möchte deswegen bei dieser gelegenheit alle eltern beglückwünschen, die in diesem jahr mit ihren kindern urlaub auf mallorca machten und vollzählig zurückkehrten.
nun soll madeleine in marokko gesehen worden sein. eine touristin fotografierte eine marokkanerin, die ein blondes mädchen auf dem rücken trug. die frau - so erfuhr man - war recht seltsam gekleidet.
wir halten fest: 1. marokko, 2. blondes mädchen, 3. seltsam gekleidete marokkanerin ...
die fahndung schlägt zu und der papst drei kreuze.
wo, wenn nicht in marokko, sollte die kleine madeleine auch sonst geblieben sein. in marokko verschwinden ja auch blonde europäerinnen in den souks der städte oder werden - noch viel schlimmer - in der wüste verscharrt. sie müssen sich überhaupt glücklich schätzen, wenn sie aus marokko irgendwann heil zurückkehren.
es ist in diesem zusammenhang auch gar nicht weiter wichtig, dass marokkanerinnen manchmal töchter haben, die sie - auf den rücken gebunden - mit zur feldarbeit nehmen ... auch nicht wichtig, dass es im norden viele blonde marokkaner gibt (ein erbe der völkerwanderung).
überhaupt: ein kind, das in einem tuch auf den rücken einer frau gebunden ist, soll ohne zweifel nicht vor der sonne, sondern vor den blicken anderer verborgen werden.
die fahndung schlägt zu ... der papst auch.
ich würde also vorschlagen, dass der marokkanischen mutter - madeleine her, madeleine hin - ihr kind abgenommen und es nach england geschickt wird. dort warten immerhin verzweifelte eltern.
und es wird doch einer marokkanischen frau nicht so schwer fallen, für ersatz zu sorgen.
so ein "happy end" würde uns - ganz nebenbei - auch unser wohlbegründetes urteil über den islam bestätigen:
muslims rauben am liebsten christliche - und dazu noch blonde - kinder.
bei den jüngsten parlamentswahlen in marokko haben die KONSERVATIVEN die meisten stimmen auf sich vereinigen können. aber, was heisst: die meisten stimmen? gerade einmal 34% der wahlberechtigten gingen zur wahl. daneben wurden auch noch eine million ungültige wahlzettel abgegeben. das alles spricht nicht für ein besonders funktionierendes demokratisches system.
völlig absurd wird es, wenn die wahlen dazu herhalten sollen, eine giftige journalistenschelte ins werk zu setzen. nicht die journalisten wollten den sieg der ISLAMISTEN herbei schreiben - die anzeichen in marokko waren so, dass selbst das politische establishment um den könig den ausgang der wahlen fürchtete.
die sicherheitsvorkehrungen im land waren dementsprechend.
wenn journalisten über das erstarken der islamisten in marokko schreiben (und es ist unbestritten, dass die islamisten an zuspruch gewinnen), dann tun sie das aus sorge um das land. es kann niemandem in europa recht sein, wenn marokko auf einen rigiden, islamischen weg gedrängt wird.
wenn jetzt die stärkste fraktion im parlament (die konservativen) den premierminister stellt, ist das nur logisch und muss nicht weiter erörtert werden. diese ernennung ist aber ganz bestimmt keine, die eine besonders demokratische gesinnung des königs demonstriert.
der könig tat einfach nur das, was zu tun war. im übrigen ändert das alles nichts an seiner machtfülle.
und dann noch: es war schon immer ein zeichen autoritärer macht, den journalisten die schuld an der misere in die schuhe zu schieben.
eigentlich wollten sie nur mal "kurz weg" - die hippies der frühen 70er jahre. sie waren auf der suche nach wahrheit, spiritualität und ... ja, das dann auch ... drogen.
eines ihrer grossen ziele war indien. nicht wenige kamen auf hermann hesses spuren dorthin und blieben für eine weile. wir kennen die bilder: selige gesichter, lange bärte, flatternde gewänder, blumengirlanden um den hals und das pfeifchen im mund. der ASHRAM rief ...
viele kamen und einige fanden den weg nicht nach europa und amerika zurück. sie blieben in indien, richteten sich ein. manche heirateten dort und gründeten eine polynationale familie.
von diesen aussteigern ohne rückfahrkarte erzählt der dokumentarfilm HIPPIE MASALA. sie kommen alle zu wort: der althippie, der heute noch am pfeifchen hängt, der amerikaner, der - längst in indien verheiratet - ein fast bürgerliches leben führt, die beiden südafrikanerinnen, die in goa noch heute altkleider verkaufen, und der schweizer, der allen ernstes plant, am fusse des himalaya schweizer käse herzustellen ...
auf diese weise entrückt - ganz langsam - eine durchaus lebendige epoche in die vergangenheit und wird zum wunderlichen dokumentarischen zeugnis ferner zeit.
vielleicht wird auch mancher, der in diesem film zu wort kommt, sich die augen reiben und (einfach so) vor sich hin summen:
"wer hat an der uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät ..."