KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

29.02.2008 um 23:12 Uhr

hallo DOLPHIN!

hallo, dolphin, du leisetreter, konfliktscheuer, absolut unsolidarischer "freund" aus alten tagen - du schreibst in einem grossen forum (nun, ja!) des internets:

hallo zusammen, Hallo Rolf!

es gibt ja auch blogger, die beantworten regelmäßig selbst von ihnen gefakte E-Mails. Darauf folgen Gäste(?)bucheinträge auf die man auch wieder antworten kann. So geht das Leben weiter.

Nicht uninteressant absolut bizarr und letztlich auch erschreckend ist es zu verfolgen, dass dieser Schrei immer aggressiver wird.

viele Grüße

ich muss etwas richtig stellen: ich fake keine mails und beantworte sie danach. warum auch - es würde ja doch niemand erfahren.

bei den gästebucheinträgen verhält es sich so: der letzte enthielt eine drohung - das sollte auch dir nicht entgangen sein.

du unterstellst, dass ich mir selber drohe. das ist einigermassen billig.

oder meinst du, dass ich hier ein "glasperlenspiel" betreibe und mir mit eintrag und kommentar selbst genug bin?

"bizarr und letztendlich auch erschreckend" ist allerdings das, was in einem forum stattfindet, in dem du, freund dolphin, immer noch angemeldet bist, obwohl du weisst (ich habe es dir nicht nur einmal gesagt), dass es besser wäre, klare position zu beziehen.

das kannst du nicht - also setze dich weiterhin mit deiner gitarre auf eine düne am atlantik und singe ein lied. es muss ja nicht ein "schrei" sein - obwohl ich es es gut verstehen würde, wenn es, in der rücksicht der jahre, so wäre ...

... es muss, bei weiterem nachdenken, aber wirklich ein einziger schrei sein - sonst hättest du dich anders verhalten!

DER SCHREI!

29.02.2008 um 21:45 Uhr

WILLKÜR - und ein tiefer diener!

ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass die rechtsstaatlichkeit in marokko ein schleier ist, der über korruption, willkür und selbstherrliche justiz gezogen wird?

... ein schleier, der alle davon überzeugen soll:

ja, die justiz ... vor allem auch der "procureur du roi", also der staatsanwalt als beschützer des königs, spricht recht nach objektiven, nachvollziehbaren regeln - so wie sie im gesetz stehen?

man muss sich in marokko also nur gesetzeskonform verhalten, um vor dem zugriff des staates sicher zu sein?

die justiz in autokratisch - um nicht zu sagen: autoritären - staaten hat jedoch die angewohnheit, sich (einer krake gleich) in die privatesten dinge der menschen vorzutasten. sie tut das mit scheinbar harmlosen fragen, oder (dann wird es allerdings prekär) mit einem gelangweilten "pfiff"in richtung des deliquenten, mal ganz schnell "auszupacken".

menschen werden nachts auf den strassen marokkos aufgegriffen, in polizeiautos verfrachtet und auf polizeistationen gebracht. die allermeisten von ihnen können bei morgengrauen gehen, einige hübsche damen haben jedoch zu bleiben. kein "procureur du roi" weit und breit, der sie beschützt.

marokkaner - ich wage die these - haben zwei horrible vorstellungen: die eine ist, aus irgendwelchen religiösen gründen in der hölle zu landen - die andere aber (weit gefürchteter), erst der polizei in die hände zu fallen, um sich unter drohungen und mancherlei körperlicher drangsalei zu erklären ... wovon sie in der regel nichts wissen - und danach der justiz rede und antwort zu stehen.

der einwand: "die gesetze in marokko sind halt so", erklärt nicht, warum die gesetze einmal so und einmal ganz anders ausgelegt werden.

... man muss sich in marokko schon sehr unsicher fühlen und allerhand protektion nötig haben, wenn man der dortigen justiz und polizei täglich mit einer tiefen verbeugung begegnet und nichts, aber auch gar nichts in frage stellt, was in wahrheit zum himmel schreit.

ich nehme an, so einer hat auch keine freunde - wenigstens keine marokkanischen!

DIE PETITION

29.02.2008 um 19:43 Uhr

wir können es nicht oft genug SAGEN!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

... danke für den tipp, "twentysixseven"!

29.02.2008 um 17:13 Uhr

von athen nach china - mit dem RAD!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

sie sind unterwegs - auf dem fahrrad von athen nach china. die tour, die der seidenstrasse folgt, soll sechs monate dauern. die teilnehmer führen, so sie gelegenheit haben, über ihre reise ein weblog und stellen dort auch fotos ein.

ein spannendes unternehmen. ich werde mich in den nächsten wochen und monaten immer einmal wieder dort einloggen, um mich über den verlauf der reise zu informieren.

VON ATHEN NACH CHINA - MIT DEM RAD

29.02.2008 um 09:53 Uhr

hopsa und JUCHHEIRASSA!

Wenn die Kinder in den Gassen
wieder Kreisel tanzen lassen,
hopsa und juchheirassa!
ja, dann ist der Frühling da.

29.02.2008 um 08:51 Uhr

ohne ein- und AUSFAHRT!

wie in jeder grosstadt ist es auch in prag schwer, einen parkplatz zu finden. also beschloss man, im zentrum eine tiefgarage zu bauen. eine sinnvolle angelegenheit, entlastet sie doch die stets prekäre verkehrssituation in der stadt.

sollte man meinen!

leider vergass man, eine einfahrt zur tiefgarage zu bauen - oder besser gesagt: die bauliche situation war so verzwickt, dass man die einfahrt einfach fortliess. also diente die garage über jahre hinweg als lagerhalle. man weiss sich eben zu helfen. nun aber soll plötzlich alles anders werden. die stadt entschied (wer hat ihr diesen weisen rat, wenn auch zögerlich, nur eingegeben?): es wird eine einfahrt gebaut.

die bürokratie (wir sind in prag!) entscheidet halt - wer wüsste es nicht - auf verschlungenen pfaden, deren ein- und ausgang niemand kennt.

EINE EINFAHRT

28.02.2008 um 22:20 Uhr

einige worte der FREUNDSCHAFT!

ich habe lange überlegt, ob ich dies hier aufschreiben soll. nach einigen tagen denke ich: ja, ich sollte es tun. worum geht es?

ein von mir sehr geschätzter mann hat sich in einem forum des internets, das die nr.1 sein will, wenn es um marokko geht, nach einer pause von rund vier jahren erneut angemeldet. er war - vor seiner sperre - dort der profillierteste und glaubwürdigste diskutant, den man sich vorstellen konnte. ich hatte immer grossen respekt vor seiner meinung - und er weiss: so ist es noch heute.

dieser mann wurde in einer unglaublichen intrige in diesem forum gesperrt. man mag mir nachsehen, dass ich auf die schlimmsten tage dieses forums nicht mehr zurückkomme. es war eine götterdämmerung - und (wie wir heute wissen) das ende eines lebendigen forums.

alles, was danach kam, war teils absurd, teils langweilig, teils skandalös. wobei uns die erinnerung nicht ein schnippchen auf solche weise schlagen sollte, als wäre damals alles in bester ordnung gewesen.

das war es nicht - absolut nicht.

natürlich höre ich die stimme dieses mannes auch nach seiner neuanmeldung gern, vermag aber nicht zu erkennen, dass er mit seiner sachlichen, unaufgeregten art zu schreiben, noch etwas ausrichten kann. es gesellen sich geifernde hyänen an seine seite, die jedes wort - einem tropfen blut gleich - zum anlass nehmen, ihn anzuspringen und ausser gefecht zu setzen ... wozu zuweilen auch die gemeinen schläge unter die gürtellinie gehören.

eine diskussion kann aber nur dann glücken, wenn wir uns - wenigstens einen moment - in den anderen hinein versetzen, im zuhören, was er zu sagen hat. es kann sogar - wenn ein gespräch besonders glückt - sein, dass wir die argumente des anderen bedenken und zum masstab unserer eigenen meinung machen.

dem anderen "beschränktheit" oder gar "dummheit" zu attestieren und sich selbst zum masstab der einzig richtigen erkenntnis zu nehmen, führt indes in sackgassen.

diese sackgassen werden uns tag für tag in jenem forum vorgeführt. es geht in wahrheit gar nicht darum, in freier rede argumente auszutauschen - es geht nur noch um den "sieger", der in der diskussion das letzte wort behält.

dabei wissen wir doch: die klügsten erteilen den dümmsten stets lächelnd das letzte wort.

mein lieber freund, tue es auch so ... es ist besser zu schweigen, als sich gemein zu machen. ein kluger mann wie du wirft sich vielleicht einmal dem unglück in den weg - das hast du mutig und mit civilcourage getan. wenn aber das unglück immer wieder einen weg findet, um sich gehör zu verschaffen, sollte man schweigen und andere, gar nicht einmal so wirkungslose pfade gehen.

einen herzlichen gruss nach berlin!

28.02.2008 um 21:13 Uhr

khadijas MANN!

khadija ist eine wunderschöne frau und kommt aus casablanca.

stimmt nicht! khadija ist wunderschön und kommt aus tetouan.

na, gut! wenigstens ist khadija meine frau.

stimmt nicht - khadija ist meine frau.

khadija hat schwarze haare ...

nein, braune ...

khadija ist blutjung ...

nein, khadija hat drei enkel und zwei urenkel ...

warum widersprichst du mir dauernd. ich bin immerhin khadijas mann ...

und ich bin mit khadija verheiratet!

dann hat sie uns hintergangen ...

ich ahnte es immer!

was tun wir jetzt?

wir wenden uns an ein forum des internets um rat!

was fragen wir?

wer ist "khadijas_mann"?

28.02.2008 um 20:32 Uhr

nix gegen die ÖSTERREICHER!

ich habe wirklich nix gegen die österreicher. dennoch habe ich heute einen satz gelesen, den ich so komisch finde, dass ich ihn unbedingt hierher kopieren muss:

Ein Österreicher wird gefragt:

"Wissen Sie eigentlich, was Vakuum ist?"

"Ich habe es zwar im Kopf. Aber im Moment fällt es mir nicht ein."

Fröhlich

28.02.2008 um 18:49 Uhr

hallo - die HERREN!

man fragt in einem forum - na, welches wohl? - einen meiner kommentatoren:

was bringt dich zu diesem statement?
aus dem zusammenhang des weblogs wird ja eindeutig klar, wer mit r.b. und r.s. gemeint ist...

ist es das wirklich? meines wissens war mit r.b. roger bumswech gemeint und mit r.s. rené smörekif.

auf diesem wege darf ich die herren bumswech und smörekif einmal herzlich grüssen!

28.02.2008 um 15:52 Uhr

oralverkehr in MAROKKO!

das berüchtigte MOMO-SYNDROM führt ja nicht nur zu bunkermentalität, sondern auch zu partiell verzerrter realitätswahrnehmung ...

nun wird in einem forum, das die nr.1. sein will, wenn es um marokko geht, darüber gestritten, ob der oralverkehr in muslimischen ländern erlaubt ist oder nicht.

ich nehme an, dort schaut jeder jedem ins schlafzimmer ... und irgendwo lauert die religionspolizei hinter den vorhängen (das kennt man ja aus saudi-arabien) und wartet auf gesetzesübertretungen.

aber: entwarnung!

laut eines mitglieds dieses forums, das auch sonst als besonders gesetzeshörig aufgefallen ist, ist der oralverkehr in den muslimischen ländern, also auch in marokko erlaubt.

gott sei dank! da wollen wir nur hoffen, dass es sich der könig nicht noch anders überlegt ...

ORALVERKEHR IN MAROKKO

28.02.2008 um 13:40 Uhr

reisen mit KLAUS SCHLENSTEDT!

klaus schlenstedt organisiert aufwändige reisen durch marokko. die teilnehmer sind vor allem motorradfahrer, die ihr gepäck (und ersatzteile) in einem lkw deponieren können, der der ausgewählten strecke folgt.

2006 ging es von marrakesch nach zagora, weiter nach m´hamid, durch die sahara nach foum ziguid. darüber hat klaus schlenstedt einen film gedreht, der jetzt fertig wurde und bei ihm auf DVD bestellt werden kann.

ich habe den film freundlicherweise zugeschickt bekommen. vielleicht sind die landschaftsaufnahmen dieses mal nicht so spektakulär wie auf den reisen zuvor. das liegt an der streckenführung durch die wüste. dennoch warten einige "highlights" auf uns und die atmosphäre einer solchen reise ist - wie immer - besonders gut eingefangen.

also: danke für den film, der dieses mal besonders sorgfältig hergestellt wurde und durchaus professionellen ansprüchen genügt.

KLAUS SCHLENSTEDT

28.02.2008 um 09:58 Uhr

von kommenden TAGEN!

von: rolf   Kategorie: **von meiner homepage!

ich wenigstens finde schlichte kinderreime schön. sie vermitteln leichtigkeit und zuversicht und blenden all´ das dunkle aus, das erst beim älterwerden zur diffusen und manchmal notwendigen farbe des lebens wird - wenn denn „dunkelheit“ eine farbe wäre!

ich mag diese kleinen frühlingsgedichte - und jetzt besonders jenes, das mit der zeile beginnt: „im märzen der bauer sein rösslein anspannt ...“ vertrauen und freude liegen in diesen gedichten und eine ungebrochene hoffnung auf wiederholung und erneuerung, beginnen und glücken. mir erscheint der frühling, je älter ich werde, immer mehr als eine freundliche verheissung und aufforderung, zwar alles schwere nicht zu vergessen, aber doch einzubetten in den kreislauf des lebens. nach den einsamkeiten des winters steht die fröhlichkeit des frühlings am horizont unserer tage - vielleicht mit einem nicht einzulösenden versprechen, aber doch so, dass wir voller erwartung sein können.

Hand in Hand spazieren gehen
und die Sonnenstrahlen sehen
bunte Blumen, die erwachen
viele Kinder draussen lachen
Vöglein kehren alle heim
dann wird wieder Frühling sein ...




frühling im sous (marokko)

28.02.2008 um 09:38 Uhr

eine traurige, letzte LIEBE!

sie zerissen sich die mäuler und tuschelten hinter feinen taschentüchern. marienbad hatte seinen skandal. da wagte es der witwer, johann wolfgang von goethe (73), doch tatsächlich, der 19-jährigen ulrike von levetzow avancen zu machen.

eine völlig unmögliche liebe. das sah goethe freilich anders, ulrike jedoch mit äusserst gemischten gefühlen. ein leben an der seite des alten mannes konnte und wollte sie sich nicht vorstellen. und auch ihre familie reagierte pikiert. irgendwelche anträge von goethe überhörte man geflissentlich. man wollte unter den skandal nicht noch feuer legen.

goethe war dabei, sich unmöglich zu machen - und merkte es in seinem liebeswahn noch nicht einmal. irgendwann muss er dann aber doch eingesehen haben, dass sein liebeswerben umsonst war. deprimiert und leidend verliess er den schauplatz seiner letzten grossen liebe.

auf der rückreise nach weimar zückte er seinen notizblock und vertraute ihm seine seelischen qualen an. das waren nicht nur die verletzten gefühle angesichts einer zurück gewiesenen liebe - das waren auch die gedanken eines alten mannes, dem unwiderruflich das leben entglitt.

als das notizbuch gefüllt war und die koffer am frauenplan in weimar aus der kutsche gehoben wurden, hatte die welt das schönste stück literatur geschenkt bekommen:

die marienbader elegie.

martin walser hat sich dieses themas angenommen und über die letzte liebe goethes einen roman verfasst. es scheint ihm geglückt zu sein:

MARTIN WALSER, EIN LIEBENDER MANN

28.02.2008 um 09:00 Uhr

eine welt voller HEXEN!

was für eine frau fawza falih ist, weiss ich nicht. wenigstens ist sie geschieden und lebt in saudi-arabien - das mag ihr zum verhängnis werden.

ihr nachbar meint, dass seine potenzstörungen ihren grund in den magischen kräften von fawza falhi haben. sie sei eine "hexe", gab er bei der religionspolizei an. eilig trat ein islamisches gericht zusammen, um den fall zu prüfen. am ende entschied man:

es sei erwiesen, dass die geschiedene frau durch magische kräfte ihren nachbarn verhext habe.

das urteil ging durch alle instanzen und wurde jedesmal bestätigt: ja, die impotenz des mannes sei einzig und allein auf die magischen kräfte der frau zurückzuführen. sie sei eine hexe und müsse mit dem tode bestraft werden.

jetzt wartet fawza falih auf ihre hinrichtung.

EINE HEXE IN SAUDI-ARABIEN

27.02.2008 um 22:37 Uhr

schäbigste, krankhafte POLEMIK!

ich zitiere aus einem forum des internets, das sich mit marokko beschäftigt:

wenn jetzt jemand in deutschland, zb. bremen, beim herunterladen von kinderpornografischen inhalten erwischt wird, kann der sich dann erwarten nach holländischem recht bestraft zu werden?
glaubst du, dass petitionen aus ländern, in denen kinderpornografie nicht so hart bestraft wird, vor gericht gewürdigt würden, und der anstatt drei jahre und 600€ geldstrafe nur die geldstrafe bekäme, weil das nunmal holländisches recht ist?

quelle

sollen hier perfide lügen und gemeine, unter die gürtellinie zielende gerüchte im internet verbreitet werden? es sieht ganz so aus.

nur wer sich auf eine argumentative auseinandersetzung nicht einlassen kann, weil ihm dazu die moralischen und intellektuellen fähigkeiten fehlen, begibt sich auf eine solch schäbige, beleidigende ebene. etwas anderes fällt diesem kranken NAJIB nicht ein.

die leser werden sich ihren eigenen reim drauf machen!

27.02.2008 um 21:12 Uhr

billige, polemische HETZE!

liebe muslimische freunde, mit eurer polemik sorgt ihr dafür, dass irgendwann auch der gutwilligste die segel streckt und (um ralph giordano nach dem gedächtnis zu zitieren) nur noch darüber nachsinnt, wie es in europa zu einer sozialverträglichen entflechtung kommen kann. die mehrzahl der europäer fühlt sich nämlich durch den - hört genau zu! - islamischen terror bedroht!

wollt ihr das?

der abdruck von mohammed-karikaturen in dänischen zeitungen sorgte vor zwei jahren für aufruhr in der islamischen welt.

jetzt wurden mordpläne aufgedeckt, die dem zeichner der karikaturen galten. der deutsche innenminister erlaubte sich deswegen zu fragen, ob es nicht sinnvoll sei, wenn alle europäischen zeitungen die karikaturen drucken würden.

der minister machte den vorschlag nicht, weil er von der qualität der karikaturen überzeugt ist.

er machte ihn, weil er die journalisten zur solidarität mit ihren dänischen kollegen aufrufen wollte. es ging ihm um das mass von pressefreiheit, das europa braucht, um sich gesellschaftlich und politisch weiterzuentwickeln.

in europa ist es nicht verboten, karikaturen von jesus, dem papst, mohammed, gott oder sonst wem zu veröffentlichen ... PUNKT!

drohungen gegenüber leib und leben mögen in der islamischen welt an der tagesordnung sein - in europa sind sie es nicht.

man mag zum deutschen innenminister stehen wie man will. in diesem punkt hat er recht, auch wenn die "pressefreiheit" bei ihm - die jüngsten entscheidungen zu online-untersuchungen belegen das - nicht in den besten händen zu liegen scheint.

natürlich kann man das statement des innenministers einmal wieder (auf infame weise) benutzen, um zu belegen, dass er gegen den islam zu hetzen wünscht. in einschlägigen foren ist das auch so zu lesen.

liebe muslimische freunde, die ihr alles so dreht, wie ihr es euch wünscht:

ihr strapaziert das gastrecht in deutschland auf schlimme weise und benutzt foren des internets zur billigen polemik!

WAS DER "TAGESSPIEGEL" BERICHTET!

27.02.2008 um 17:03 Uhr

von kröten, fledermäusen und einem UHU!

von: rolf   Kategorie: **nachrichten aus HB!

so richtig weiss keiner etwas mit dem monstösen bunker "valentin" in bremen anzufangen. im 2. weltkrieg diente er den u-booten, nach dem krieg stand das schrecknis nutzlos herum, freilich mit so viel beton versehen, dass man ihn nicht einfach sprengen konnte.

BILDQUELLE

jetzt entschloss man sich, den bunker zu verkaufen, damit er entweder abgerissen oder einer sinnvollen nutzung zugeführt wird.

das könnten appartements im stylischen bunkeroutfit sein - wer weiss ...

nun sind ja schon ganze flughäfen und autobahnen nur deswegen nicht gebaut worden, weil sich irgendwo eine schützenswerte krötenpopulation eingerichtet hatte. man mag menschen enteignen und aus ihren häusern klagen ... wenn es um eine krötenkolonie geht, sieht die sache ganz anders aus.

aber ich wollte ja vom bunker "valentin" erzählen, der jetzt verkauft werden soll. heute, beim flüchtigen blättern in der tageszeitung, fiel mir diese schlagzeile ins auge:

BUNKER "VALENTIN" BEHERBERGT FLEDERMÄUSE UND EINEN UHU

tja, das wars dann wohl, da muss man gar nicht weiter lesen, das wird nichts mit dem verkauf, da sei der naturschutz vor!

aber wenn man sich den bunker mit fledermäusen umflattert vorstellt, ist er doch irgendwie auch ganz hübsch. es kommt eben immer auf die perspektive an ...

der UHU nutzt den bunker laut naturschützern übrigens als freizi "felsenlandschaft"!

27.02.2008 um 16:35 Uhr

pressefreiheit - zum KICHERN!

es ist ja irgendwie sehr löblich, wenn in einem forum des internets, das marokko zum thema hat, zeitungsartikel mit dem hinweis kopiert und eingestellt werden, dass die deutschen mitglieder in marokko womöglich keinen anderen zugang zu informationen haben.

wie bitte?

wie soll man sich das vorstellen? deutsche in marokko sind also darauf angewiesen, informationen einzig und allein aus diesem forum zu erhalten? ist ihnen nicht die gabe zuteil geworden, sich im internet die entsprechenden informationsquellen zu suchen? wenn sie schon zugang zum internet haben, um z.b. in jenem forum zu lesen, steht ihnen doch auch die weite welt der information zur verfügung.

vielleicht wissen sie es nur nicht!

es kann ja sein, dass sie sich ihren internet-anschluss in marokko einzig und allein deswegen einrichten liessen, um jenes forum zu lesen, wo ab und zu auch kleine nachrichten aus aller welt gepostet werden.

oder hat die pressefreiheit in marokko schon so sehr gelitten, dass die marokkanischen behörden nur noch einen einzigen internetzugang erlauben - eben den zu jenem forum?

wenn das so ist, hat sich mal wieder ein mitglied dort um das freie wort ...

VERDIENT GEMACHT!

27.02.2008 um 12:46 Uhr

briefe aus dem KRIEG!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

manchmal findet man irgendwo einen stapel briefe, sorgsam verschnürt, datiert in einer anderen zeit. das lesen der briefe fällt zuweilen schwer, denn unsere gross- und urgrossväter schrieben in sütterlin - und diese schrift ist für uns heutige (oder doch wenigstens für mich) kaum zu entziffern.

das ist traurig, denn so bleibt uns manches biographische detail unser vorfahren verschlossen.

von jemanden, den ich sehr verehre, kam ein ganzes konvolut von briefen - geschrieben zwischen 1933 und 1936 - an mich. es ist die korrespondenz einer grossen liebe. der sie mir gab, wusste sie bei mir in guten händen. und dennoch, ich kann fast keinen der briefe entziffern. als ich um professsionele hilfe bat, erklärte man sich bereit, das konvolut für 1.500 euro zu transskribieren.

bis heute konnte ich mich nicht entschliessen, die briefe für mich lesbar zu machen. womöglich spielt da auch eine gewisse scheu hinein, in das intimste eines anderen menschen einzudringen.

william henrry bosner lamin hat viele briefe an seine familie geschrieben. er verfasste sie im 1. weltkrieg. sein urenkel hat die briefe zum anlass genommen, sie 90 jahre später ins internet zu stellen. er hält sich dabei akkurat an das datum, an dem die briefe geschrieben wurden. wir können also manchmal gleich zwei briefe an einem tag lesen, manchmal vergehen aber auch wochen bis zum nächsten lebenszeichen.

man fragt sich jedesmal: wird es überhaupt noch ein lebenszeichen geben - denn wir wissen, dass der krieg ein alles verschlingendes monstrum ist.

das blog mit den briefen ist inzwischen berühmt geworden. ich wüsste keine bessere art und weise und auch keinen besseren ort, um diese briefe zu publizieren. sie sprechen in ihrer chronologie ganz direkt und unmittelbar zu uns.

wir benötigen zum lesen übrigens keine so ganz besonderen englisch-kenntnisse, denn die briefe sind in der regel leicht verständlich verfasst.

wenigstens an dieser stelle wird das internet seinen möglichkeiten und chancen mehr als gerecht. es zeigt sich als ein unmittelbar zu uns sprechendes - ja, mit uns über die zeiten hinweg kommunizierendes medium.

grossartig!

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