KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

31.03.2008 um 22:34 Uhr

hallo - liebe MUSLIMS!

hallo, liebe muslims - wie wäre es, wenn ihr einmal euren glauben in den moscheen lassen würdet - und wir unseren glauben in den kirchen? es wäre doch viel gewonnen, wenn wir uns einmal ohne diesen ganzen plunder von ...

... jesus, mohammed, die jungfrau maria, den auf die erde geplumsten 10 geboten und dem vom himmel gefallenen koran ...

... unterhalten würden.

wir reden einfach mal, wie uns der schnabel gewachsen ist - ohne irgend einen iman - oder priester - zu fragen, ob wir das dürfen.

natürlich wird es kontroversen geben - aber weil wir alle an denselben gott glauben, sollte das doch kein problem sein. wir konzentrieren uns einfach mal auf gott und fragen uns: was möchte er, was wünscht er sich, was (von mir aus) verlangt er?

meint ihr wirklich, dass wir so weit auseinander liegen - dass uns welten trennen?

warum denn?

auch wenn ihr, was ich gern konzidiere, näher bei gott seid ... die nähe bestimmt immer noch gott allein. man muss also nicht masslos werden, was die distanzen betrifft.

muslime haben kein patentrezept entwickelt, wie es in der welt zugehen muss. christen aber auch nicht. ich habe jedoch den verdacht, dass ihr immer noch meint, den einzig richtigen weg zum seelenheil zu wissen.

wer hat euch das eingeflüstert?

muslims wollen ein gottgefälliges leben führen - christen auch. warum also fühlt ihr euch entweder so notorisch unterlegen - oder so notorisch überlegen? beide haltungen führen nur zu grotesken missverständnissen.

wir glauben an einen gott - sollte das nicht reichen, das leben für uns alle erträglich zu machen - wenigstens in dem masse, dass keiner von uns bevorzugt ist, sondern ihm rechenschaft erst später abverlangt wird?

das erträgiche leben, das jeder womögich anders versteht, hat ja erst vor unserem gott bestand ... oder eben nicht.

31.03.2008 um 20:37 Uhr

die kinder in DAFUR - vergessen!

der TSCHAD hat die mitglieder der "arche des zoé" begnadigt . deswegen können jetzt die mitglieder der französischen hilfsorganistion, die sich inzwischen in französischen gefängnissen befinden, auf ihre freilassung hoffen. frankreich hatte zwar die auslieferung erwirkt, musste aber seine bürger nach den gerichtsurteilen behandeln, wie sie im TSCHAD gesprochen worden waren.

ich hatte HIER darüber berichtet.

ohne zweifel hat die diplomatie zwischen frankreich und TSCHAD geholfen, um nun endlich ein ergebnis zu erzielen, das dem menschenverstand entspricht. für die kinder in DAFUR - und für die, sie sich über die grenze in den TSCHAD flüchten konnten, wird das allerdings ohne jede auswirkung bleiben. keine hilfsorganisation wird es wagen, sich noch einmal in diese krisenregion zu begeben. dort herrschen verrückte regionalfürsten, die jede europäische einmischung ablehnen ... oder sich teuer erkaufen lassen.

und was ist mit den kindern in DAFUR und TSCHAD?

sie sind vergessen ...

31.03.2008 um 18:11 Uhr

eine islamgrüne, klebrige SAUCE!

ohne jeden zweifel ist marokko ein muslimisches land. das heisst aber nun nicht, dass dort alle dem muslimischen glauben anhängen - oder ihn gar praktizieren. ein grosser teil der jugend steht dem islam sogar ablehnend gegenüber. das hat etwas mit dem erstarken der islamistischen kräfte im land zu tun. sie versuchen, dem land eine rigide, moralsauere doktrin überzustülpen. sie wollen es sein, die im land darüber bestimmen, was erlaubt und was verboten ist. das kann nicht im sinne einer aufgeklärten, kritischen jugend sein.

es ist nicht falsch, sich das bild der mullah-herrschaft im iran vor augen zu führen. dieses modell - sunnitisch eingefärbt -schwebt auch den islamisten in marokko vor. zuspruch erhalten die islamisten in marokko von den bildungsfernen schichten. die menschen, die keinerlei chance auf bildung haben, teils menschenunwürdig leben müssen und in bitterer armut dahin vegetieren, haben nichts zu verlieren. sie sind für die einflüsterungen der islamisten besonders anfällig. zumal, weil die islamisten oft die einzigen sind, die tatkräftig soziale hilfe leisten ... also eine gesundheitsvorsorge organisieren und nachbarschaftshilfe leisten.

die mehrheit der marokkaner spürt jedoch, dass das erstarken der islamisten ihre freiheiten einschränkt. sie wollen kein strenggläubiges, der scharia gehorchendes system, in dem jede kleinigkeit des menschlichen zusammenlebens geregelt ist. im übrigen stehen sie zumeist dem islam insgesamt relativ gleichgültig gegenüber.

es gibt noch eine kleine, gut ausgebildete elite. sie sieht sich in marokko ohne chance. es gibt einfach zu wenig arbeit für ingenieure, chemiker, ärzte und juristen ... oder (wenn sie schon arbeit finden) werden sie notorisch schlecht bezahlt. sie müssen erkennen, dass ihre arbeitsplätze - wenigstens in der wirtschaft - von ausländischen kräften besetzt werden - weil die grossen konzerne marokkos zum guten teil in ausländischer hand sind. diese chancenlose elite junger marokkaner ist besonders anfällig für die islamistische propaganda, die alle fehler und alles unheil in der westlichen welt findet. nicht umsonst sind unter den terroristen besonders häufig akademisch ausgebildete junge menschen.

marokko als ein homogenes, islamisches land zu zeichnen, verfehlt die realität. der könig ist zwar hüter des islam, hat aber alle hände voll zu tun, die auseinander driftenden kräfte (hier die gleichgültigkeit gegenüber dem islam - dort die militanten islamisten) zu neutralisieren. er muss, um diesen drahtseilakt zu bestehen, selbst alle felder in politik und gesellschaft besetzen und - gemässigt - islamisch interpretieren. ansonsten würde er das feld den islamisten überlassen ... mit unübersehbaren folgen.

das hat in den letzten jahren zu einem deutlichen ruck in richtung islamisierung geführt. dem könig scheint es wichtig zu sein, sein land auf einem gemässigten (aber inzwischen auch strengeren) islamischen weg zu halten, um es nicht an die islamisten zu verlieren. damit geht jedoch ein spürbar konservativer rückschritt einher.

nur die, der lebenswirklichkeit marokkos entfremdeten marokkaner, die in der europäischen diaspora leben, zeichnen gern ein homogen islamisches bild ihrer heimat. sie kehren alle widersprüche unter den teppich und begrüssen den islamischen einfluss selbst dort, wo er nicht hingehört (in justiz und privaten bereich).

immer ist es so gewesen, dass menschen, die fern ihrer angestammten kultur leben mussten, diese um so konservativer und werteverbindlicher lebten ... selbst wenn sich die werte inzwischen gewandelt hatten. vor allem wollen sie ihre heimat in einem freundlichen, ungetrübten licht sehen. jeder widerspruch würde ihre eigene kulturelle identität in frage stellen ... eine identität, die durch ferne und entfremdung besonders stark gelitten hat und keine belastung aushält.

nein, marokko ist kein in sich gefestigtes, von konsens getragenes muslimisches land. vielmehr befindet sich marokko in der zerreissprobe. deswegen ist es sinnlos, ein aufgehübschtes marokko-bild zu zeichnen, das den realitäten nicht gerecht wird.

vor allem wollen wir von einer islamgrünen, süssen und klebrigen sauce nichts mehr wissen, die immer wieder in internet-foren, die sich mit marokko beschäftigen, über alles gegossen wird.

31.03.2008 um 10:36 Uhr

muslim? - aber GERN!

wie heuchlerisch und verlogen es zuweilen in foren des internets, die sich mit marokko beschäftigen, zugeht, wird deutlich, wenn dort einerseits der islam zur einzig wahren richtschnur des lebens erklärt wird, andererseits aber geflissen - und notorisch - darüber hinweggesehen wird, dass im selben forum - ja sogar im selben thread, in dem der islam zur ordnenden lebenspraxis erhoben wird - der haschischkonsum gutgeheissen wird.

alkohol und haschisch stehen einem gottgefälligen muslimischen leben konträr gegenüber. beides wird im islam verdammt, alkohol ist verboten, haschisch und andere rauschmittel sind zumindest verpönt. (*)

das schert einige (muslimische) zeitgenossen aber überhaupt nicht, ihre verlogenheit zu pflegen. sie schauen einfach "dezent" zur seite ...

"dezent" ist überhaupt das angemessene wort, wenn es darum geht, angelegenheiten, die im islam "haram" sind, so lange zu verbiegen, bis sie zur muslimischen lebenspraxis passen ...

der gläubige muslim geht ja auch zum alkoholtrinken ins haus ... damit allah ihn nicht sieht.

(*) und das womöglich auch nur, weil mohammed zwar um alkohol, nicht aber um haschisch wusste, es demnach keine stelle im koran gibt, die sich explizit zu haschisch äussert.

31.03.2008 um 09:27 Uhr

uhr UMGESTELLT!

von: rolf   Kategorie: **korrespondenzen!

hallo rolf, wie du weisst, mussten in der nacht zu sonntag alle uhren umgestellt werden. ich habe meine uhr allerdings erst am sonntag von der vitrine auf den kleinen tisch gestellt. dort sieht sie auch viel hübscher aus. dennoch musste ich feststellen, dass ich heute eine stunde zu spät zur arbeit kam. wie ist das möglich? liegt es vielleicht daran, dass ich die uhr erst am sonntagvormittag umstellte - und nicht, wie vorgeschrieben, in der nacht vom samstag auf sonntag?

gruss sybille

hallo sybille, von hier aus kann ich nicht erkennen, was du falsch gemacht haben könntest. vielleicht stellst du die uhr noch einmal um - also vom tisch zurück auf die vitrine ... und wartest ab, was passiert.

gruss rolf

30.03.2008 um 22:30 Uhr

leuchtender STERNENSTAUB!

von: rolf   Kategorie: **von meiner homepage!

... fast stolpere ich über kalid. er grinst mich an und fragt: „willst du jetzt in die „american-football-bar“ und trinken ein „flag-spezial“? als ich im dämmerlicht am tresen sitze, oliven knabbere und die erste flasche bier ausgetrunken habe, kehrt meine heiterkeit zurück, die mir - ich weiss nicht warum - im souk von meknes abhanden gekommen war. ich fragte kalid:

„könnte es nicht sein, dass der leere raum zwischen den galaxien mit leuchtendem sternenstaub angefüllt ist - von rot-goldener farbe, wie sie die sonne hat, bevor sie hinter den horizont marokkos fällt? du weisst doch - das ist die magische stunde, in der wir leichten sinns hoffen, ozeane und kontinente zu überwinden - warum also nicht, getragen von feinstem sternenstaub, auch die leere zwischen unseren herzen?“

als kalid mich schief ansieht, beeile ich mich, ihm ein neues bier zu bestellen. als er gleich darauf einen olivenkern durch seinen fehlenden zahn abschiesst und in hohem bogen ausspuckt, bin ich erleichtert: er hat nichts von dem verstanden, was ich ihm sagte.

das machte mich - ich weiss nicht warum - an diesem abend ziemlich glücklich.

BEIM SULTAN ZU GAST

30.03.2008 um 21:30 Uhr

klippschüler rauchen einen JOINT!

das stelle man sich einmal vor:

in einer kneipe in chefchaouen/marokko sitzen allerhand marokkaner, trinken tee und rauchen einen joint. die stimmung ist nicht besonders ausgelassen, aber auch nicht irgendwie schlecht. wer einen joint raucht, ist in der regel mit sich selbst beschäftigt. das muss man wissen, um zu verstehen, dass in dieser kneipe nicht viel geredet wird.

plötzlich geht die tür auf und ein polizist schaut herein.

in windeseile verschwinden die joints unter den tischen - wo sie weiter vor sich hinglimmen. alle marokkaner setzen die harmlosesten gesichter auf, zu denen sie fähig sind ("ist was?"). manche begrüssen den polizisten auch, andere winken ihm zu.

der polizist schaut streng in die runde. die braven marokkaner sind ganz still und sagen keinen mucks.

der polizist sieht mit einem blick, was los ist - und geht, weil man ihn ganz offensichtlich respektiert.

die marokkaner atmen auf, die joints erscheinen über den tischen und es wird weiter geraucht.

man möchte es wirklich nicht glauben. es ist zum lachen. es geht wie auf der klippschule zu. dennoch habe ich mir sagen lassen, dass genau dies die realität in chefchaouen, marokko, ist.

30.03.2008 um 20:58 Uhr

MOMO arbeitet auf eigene rechnung!

hallo rolf, verstehst du noch die welt? ich schreibe seit langem in einem schönen und grossen forum des internets mit. ich darf wohl behaupten, dass ich dort der fleissigste bin. es gibt kein thema, zu dem ich nicht eine eigene meinung habe.

es bleibt deswegen auch nicht aus, dass ich immer das letzte wort behalte. ich weiss es eben besser. alle dort lieben mich und lesen mit ganzer aufmerksamkeit, was ich zu berichten weiss. mein trick: wenn einer seine meinung artikuliert, behaupte ich prompt das gegenteil - aus prinzip. nur so entstehen diskussionen. ich bin, egal bei welchem thema, immer der anderen meinung.

wenn jemand marokko kritisiert, lobe ich das land. wenn jemand marokko lobt, melde ich kritik an. so einfach ist das. das tue ich vor allem bei jenen, die neu im forum sind und so dermassen intelligent wirken wollen. ich entlarve sie alle. entweder sie geben zu, dass ich die besseren argumente habe - oder sie melden sich gleich postwendend aus dem forum ab. anders kommen sie mir nicht davon. ich dulde keine andere meinung neben mir - höchstens als stichwort für meine eigenen gedanken.

aber jetzt ist etwas erschreckendes geschehen: man hat mich in diesem forum einen "arsch" und eine "verkrachte existenz" genannt. man bezichtigt mich auch der unterwürfigkeit gegenüber der marokkanischen obrigkeit.

kann es sein - ich frage ja nur - dass du diese teilnehmer bestochen hast, soetwas zu schreiben?

gruss NAJIB

hallo najib, ja - ich habe sie alle auf dem lohnzettel! nur momo, das forengespenst, verlangt zu viel ... es arbeitet weiterhin auf eigene rechnung!

gruss rolf

30.03.2008 um 18:20 Uhr

alle rauchen HASCHISCH hier!

wie man von der nachricht, dass marokko einen marinestützpunkt am mittelmeer baut, zu einer erbitterten diskussion darüber kommt, ob haschischrauchen gesundheitsschädlich ist, ist einmal wieder in einem grossen forum des internets (nun, ja!), das sich mit marokko beschäftigt, zu besichtigen.

natürlich führt einmal wieder der überzeugte haschischkonsument NAJIB das wort - ein 51-jähriger familienvater, der sich täglich seine joints gönnt. es scheint, er ist nie der pubertät entwachsen. vielleicht ging er auch nur wegen seiner sucht nach marokko ... wer weiss. vielleicht hat er dort nur geheiratet, um als junkie mit dem täglichen versorgt zu sein ... ab und zu eine frische unterhose.

ich kann mir nicht vorstellen, dass das thema haschisch für die mehrzahl der besucher dort auch nur von irgendeinem interesse ist - noch viel weniger, ob haschisch rauchen nun schädlich ist oder nicht.

es ist schädlich!

alle argumente zur seite wischend, führt dieser NAJB seit jahren einen kreuzzug ... als verteidiger seiner krankhaften sucht. in jenem forum scheint er endlich die plattform gefunden zu haben, um sich von jedem vorwurf reinzuwaschen, er sei ein elender kiffer. im rif, dort lebt er, würden ja alle vom haschisch leben und es rauchen ... das ist sein argument.

ja, mein gott! das macht die situation doch so ernst und schwierig! 

QUELLE 

30.03.2008 um 17:40 Uhr

eingelegte ZITRONEN!

zu den wohlschmeckensten schmorgerichten in marokko gehört das "huhn mit zitrone". es wird traditionell in der tajine zubereitet.

wer das rezept nachkochen will und dazu frische, unbehandelte zitronen nimmt, wird enttäuscht sein. das gericht ist viel zu sauer und die schale der zitrone, weil sie mitgeschmort wird, besonders bitter.

deswegen nehmen marokkanische hausfrauen eingelegte zitronen.

das rezept ist ganz einfach: man schneide unbehandelte zitronen in viertel - aber so, dass die zitrone als ganzes noch zusammen hält. in die spalten gibt man reichlich salz.

in einen hohen topf, der verschliessbar sein muss, kommt pro zitrone ein esslöffel zitronensaft. dort hinein legen wir die zitronen und begiessen sie mit kochendem wasser. die zitronen sollten bedeckt sein. anschliessend stellen wir das glas für einige tage - oder wochen - zur seite.

so behandelt, verliert die zitrone viel von ihrer säure (wird also milder im geschmack) und die schale die bitterstoffe.

eingelegte zitronen passen auch besonders gut zu geschmorten fischgerichten.

guten appetit!

QUELLE: NDR

30.03.2008 um 17:15 Uhr

HOMUS!

in syrien - aber auch im libanon und jordanien gehört sie einfach zum essen dazu: die HOMUS. das ist eine paste von kichererbsen. ich habe sie in den genannten ländern mit leidenschaft gegessen - die paste wird mit weissbrot als (eine von vielen) vorspeisen gereicht.

jetzt habe ich im NDR ein rezept entdeckt, das mir vielversprechend erscheint:

wir kochen kichererbsen oder nehmen sie - schon fertig - aus der dose. man bekommt sie beim türken. dort sollten wir auch gleich den besonders wohlschmeckenden, recht fettreichen yogurt besorgen.

die kichererbsen kommen zusammen mit dem yogurt (ich würde vorschlagen: 2 teile kirchererbsen auf einen teil yogurt) in eine schüssel. wir geben ein wenig zitronensaft und fein gehackten knoblauch dazu. auch ein guter schuss olivenöl darf nicht fehlen. ein wenig sesampaste kann sein - salz aber sollte auf keinem fall fehlen.

das alles wird mit dem mixstab püriert, die fertige paste auf einem teller flach gestrichen und noch einmal mit olivenöl beträufelt.

guten appetit!

30.03.2008 um 09:35 Uhr

SV WERDER in der krise!

von: rolf   Kategorie: **nachrichten aus HB!

nein - schön ist es nicht, wenn SV WERDER BREMEN von duisburg eins auf die mütze bekommt. überhaupt, die niederlagen des bremer clubs häufen sich zur zeit. keine rede mehr davon, dem potentiellen meister, FC BAYERN, den titel abzujagen. eher geht es darum, sich vor dem abstieg zu retten.

in bremen sind wir, was WERDER BREMEN betrifft, erfolgsgewöhnt. der club wird von einer welle der sympathie getragen. um so schmerzhafter ist es, ihn jetzt in der krise zu sehen. nun bin ich nicht fussballvertraut genug, um die ursachen zu benennen, die den verein so dermassen schütteln.

ein besonders kluger artikel jedoch gibt einige ...

HINWEISE

29.03.2008 um 20:10 Uhr

ein FICK ... und das café central!

vor dem "café central" in agadir stehen die nüttchen. sie stehen dort aber nicht nur herum, sondern laufen die strasse richtung promenade hinauf und hinunter. sie lächeln die (männlichen) touristen an: "hallo mister!"

prostitution ist in marokko verboten.

nüttchen stellen sich den touristen in den weg und sagen "wie gehts?". nüttchen gehen den touristen nach und fragen: "wie ist dein name?" wenn ein tourist nicht reagiert, tun sie empört: "was bist denn du für einer - vielleicht schwul?"

prostitution ist in marokko verboten.

vor dem "café central" stehen auch polizisten. sie sehen dem zu und tun nichts. die polizisten kennen die nüttchen - und die nüttchen die polizisten. sie leben in einer zu beider seiten nützlichen symbiose.

nüttchen lässt sich manchmal am frühen morgen vom polizisten ficken ... und polizist drückt dafür ein auge zu.

es gibt auch noch patrons (schwarzer anzug, schwarzes hemd, schwarze krawatte, sonnenbrille) ... also die chefs der nüttchen. mit denen fickt kein polizist. von ihnen lässt sich der polizist frühmorgens das bakschisch in die hand zählen.

"hallo mister!"

prostitution ist in marokko verboten.

29.03.2008 um 19:05 Uhr

ein könig - so gut wie ein HUND!

hallo rolf, findest du nicht auch, dass uns ein könig fehlt - so ein richtig schöner, dezenter, junger könig zum anfassen? der sportlich ist und ein gutes herz hat, sein volk (also dich und mich) mit sicherer und wohlwollender hand regiert ...

er sollte huldvoll sein, aber auch volksnah, dezent sowieso, nicht arrogant, sondern aufgeschlossen, was die probleme seines volkes (also meine und deine) betrifft. er müsste aber auch ein wenig geheimnisvoll sein ... und mit seiner gemahlin (aber nicht nur mit ihr!) jedes jahr ein kind zeugen. wir alle wären aufgerufen, uns namen für die kleinen prinzen und prinzessinnen auszudenken ... wie süss.

wie wäre das schön!

unser könig sollte auch durchs land reisen und sich die hände von seinem volk (also von mir und dir) küssen lassen. er sollte unrecht beim namen nennen und menschen gnädig aus den gefängnissen entlassen - aber auch unerbittlich sein, wenn es darum geht, seine feinde hinter schloss und riegel zu bringen.

wir in deutschland warten auf so einen könig. was hilft es, alle monate eine "stella maris" von papenburg richtung nordsee via ems zu bejubeln? auf dauer ist das kein ersatz für einen richtigen könig. er sollte aber keine segelohren wie charles haben - und auch nicht so schrecklich ökologisch sein. er sollte vielmehr auch einmal eine tiefkühlpizza und einen fetten döner vom türken essen wie wir (wie ich und du).

volksnah - vertraut - dezent - aber doch auch irgendwie unanstastbar ... so stelle ich mir unseren könig vor. milde müsste er sein, voller verständnis, zugewandt und immer bereit, sich nach einem gebet ein brieflein mit unseren höflichen bitten zuschieben zu lassen ... vorbei an seinen ministern. natürlich müsste so ein könig gottesfürchtig sein und die heilige schrift kennen. er muss doch die silvester-ansprachen an sein volk (also an mich und dich) halten ...

... sich bei der gelegenheit demütig in gottes hand zu begeben, ist einem könig durchaus würdig.

markenklamotten muss ein könig nicht tragen. damit würde er sich nur gemein machen (mir und dir). er sollte vielmehr in einem dezent goldenen oder meinetwegen roten umhang vor sein volk (also vor mich und dich) treten. bescheiden, ganz seiner aufgabe als könig verpflichtet ... auch wenn die schwere krone vielleicht drückt.

ich sehne mich nach einem solchen könig ... wenn er nachts an mein bett treten und fragen würde: "darf ich?" müsste ich antworten: "majestät, welche öffnung belieben sie zu wählen?"

mein gott - ich wünsche mir so sehr einen könig!

viele grüsse von rominta

hallo rominta,

falls dein wunsch nicht erfüllt wird, hast du ja immer noch deinen hund ...

gruss rolf

29.03.2008 um 17:25 Uhr

wie ein KIFFER seine kinder erzieht!

in einem grossen (na, ja) forum des internets, das sich mit marokko beschäftigt, meldet sich auch gern jenes mitglied zu wort, das als deutscher in chefchaouen/marokko lebt, nach eigenen angaben täglich haschisch raucht und fünf söhne hat. er schrieb jüngst über den problematischen anbau von haschisch im rif:

da hilft nur das übel bei der wurzel zupacken und seine kinder so zu erziehen, dass sie nicht anfangen zu rauchen. dann ist auch das haschproblem zu 75% gelöst.

richtig!

wenn jedoch ein alkoholiker vorgibt, seine kinder zu antialkoholikern erziehen zu wollen, wäre das eine ähnlich absurde, um nicht zu sagen: groteske feststellung.

schauen wir uns die situation in chefchaouen einmal genauer an (lassen uns also nicht weiter auf diese absurde "legalize it" debatte ein, die unter der hand und insgeheim diesem mitglied - weil er sich zu seinem haschisch-konsum (missbrauch) öffentlich nicht mehr äussern mag - immer noch und immer weiter die feder führt:

CHAOUEN. Die Episode spielt an einer Tankstelle im nordmarokkanischen Rif-Gebirge, kurz vor dem Örtchen Ketama. Ein junges Paar aus Spanien fährt mit einem alten roten Peugeot mit Madrider Kennzeichen vor und stellt sich betont unauffällig an die Zapfsäule. Die Beifahrerin kramt nervös in ihrer Tasche und holt ein großes Paket heraus. Der Fahrer reiß es ihr aus der Hand, steigt aus, geht rasch ins Café der Tankstelle, gibt die Ware beim Besitzer ab und stopft die Geldscheine in die Tasche. Abfahrt.

Etwas unauffälliger ist es geworden, das Geschäft mit dem Haschisch in Marokko. Bis vor kurzem wurde König Mohammed VI noch selbst verdächtigt, beim Drogenhandel mitzuverdienen. Vor einem Jahr hat Seine Hoheit den Produzenten und Dealern den Kampf angesagt - nach erheblichem internationalem Druck. Aber immer noch deckt das muslimische Land im Norden Afrikas gemäß den Angaben der internationalen Drogenkontrollbehörde (INCB) 40 Prozent des Welt-Haschischmarkts ab.

Und hier in der wilden Schönheit des Rif-Gebirges liegt das Hauptanbaugebiet Marokkos. Versteckt werden die Cannabis-Plantagen zwischen Maisfeldern. Die im Rif-Gebirge lebenden Berber geben vor, keine andere Wahl zu haben. Sie haben weder eine Lobby im Land, noch investiert Marokkos Regierung nennenswert in ihrer Region.

Aber der Druck auf ihr angestammtes Geschäft mit dem Haschisch wächst. Spanien, die internationalen Drogenbehörden und auch die EU haben den König in den vergangenen Monaten eindringlich zu mehr Einsatz aufgefordert. Und weil Marokko das für 2010 vorgesehene Freihandelsabkommen mit der EU nicht gefährden will, kooperiert das Land inzwischen beim Kampf gegen den Drogenhandel besser.

Der König stellte mehr Polizei ins Rif ab, und er ließ in den vergangenen Monaten viele Cannabisfelder zerstören - bei nur einer Säuberungsaktion im Sommer in Taounate nordöstlich von Fés allein 1 000 Hektar.

Nach Studien der Antidrogenabteilung der Uno (UNODC) werden im Rif derzeit 125 000 Hektar Cannabis angebaut. „Das sind schon zehn Prozent weniger als im Jahr 2004“, sagt Driss Benhima, Delegierter der staatlichen Entwicklungsagentur im Norden des Landes. Dennoch: Von den fünf Millionen Einwohnern im Rif leben immer noch 800 000 ausschließlich vom Handel mit Hasch.

Denn nur sehr wenige Berufe im armen Marokko werfen so viel Geld ab wie das Drogengeschäft, und auch EU-Umschulungsprojekte für Cannabis-Bauern haben kaum Erfolg. Werden Felder von der Polizei zerstört, bekommen die Bauern Nutztiere und Obstbäume, die die illegale Einnahmequelle ersetzen sollen. „Doch mit klassischer Landwirtschaft lässt sich angesichts der europäischen Billigprodukte kaum etwas verdienen“, klagt ein Cannabis-Anbauer. So konterkariert die Agrarpolitik der EU ihre Antidrogenpolitik.

Das Entwicklungsland Marokko wäre noch viel ärmer, gäbe es den Haschischhandel nicht - und auch die illegale Einwanderung nach Spanien wäre wohl noch größer. Haschisch bringt Marokko nach Angaben des Innenministeriums fast elf Milliarden Euro jährlich ein. Schon längst ist es kein rein marokkanisches Geschäft mehr, auch Spanier mischen mit.

60 Prozent des „grünen Goldes“ schmuggeln Banden von den spanischen Exklaven Ceuta und Melilla sowie von der marokkanischen Hafenmetropole Tanger über den Seeweg nach Spanien. Von dort geht es an die Abnehmer in ganz Europa.

Immerhin: Seit Spanien 2002 das elektronische Überwachungssystem „SIVE“ installiert hat, können immer mehr Dealer von der Polizei abgefangen werden. Ein Teil der hochauflösenden Infrarotkameras und Radarsysteme ist auf Türmen entlang der Küste installiert, ein anderer auf Patrouillenbooten und in Hubschraubern. 140 Millionen Euro hat das System gekostet, das auch helfen soll, die illegale Einwanderung aus Nordafrika zu stoppen. „Aber das ist keine elektronische Mauer und funktioniert deswegen nur bedingt“, urteilt Francisco Olmos Checa, Universitätsprofessor und Experte für Migration.

Viele Drogenspezialisten glauben deswegen, dass das Haschisch-Problem vor allem in Marokko selbst bekämpft werden muss. Rund um Ketama bis nach Chaouen stößt man alle paar Kilometer auf Dealer.

Die stehen an Böschungen an der Straße neben dem Kofferraum alter Mercedesse, in denen die Ware auf ihre Käufer wartet. Im Reiseführer wird die Gegend auch deswegen als „nicht empfehlenswert“ bezeichnet. Polizisten gibt es zwar auch viele, aber Käufer und Verkäufer finden dennoch zusammen. „Wer die Augen zudrückt, bekommt viel Geld dafür. Das wirkt“, sagt ein Dealer über die Moral der Ordnungshüter.

Mehr Angst haben die Drogenhändler vor ausländischen Schnüfflern in zivil. Als eine Touristin an der Tankstelle vor Ketama eine Imbissstube fotografieren will, kriegt sie es mit dem Besitzer zu tun: „Warum hast du ein Foto gemacht?“ fragt er in bestem Französisch. „Ich wollte nur die herunterhängenden Lämmer festhalten“, antwortet die Frau. „Hier im Rif werden keine Fotos gemacht, das kannst du dir doch denken, oder?“ lautet die genervte Antwort.

Ein Ende der goldenen Cannabis-Ära wäre für Dealer wie ihn eine Katastrophe, genauso wie für die Einwohner des Bergdorfs Chaouen, das vom Hasch-Tourismus lebt. Das Hotel „Madrid“, das beste am Platz, ist voll von Hippies aus aller Welt.

Für Touristen macht Cannabis einen Teil der Exotik Marokkos aus. In der Medina von Chaouen riecht es überall nach Räucherstäbchen, Gewürzen, frischer Minze - und nach Haschisch. Im Salon des Hotels ziehen sich schon früh am Morgen die ersten Gäste ihren Joint rein. „Das ist doch Lebensqualität“, sagt John aus England, der schon zum dritten Mal hier ist. „Wäre schade, wenn das irgendwann alles verboten wäre.“

QUELLE

29.03.2008 um 15:54 Uhr

kammerzofe beim KÖNIG!

weil ich in meinem gästebuch gefragt werde, wo mein beitrag zum marokkanischen könig geblieben ist ...

HIER

ich sehe keine veranlassung, daran etwas zu ändern oder ihn gar zu löschen. wer diese art kritik nicht vertragen kann, möge sich als kammerzofe beim könig bewerben.

29.03.2008 um 09:56 Uhr

FITNA - eine stimme der vernunft!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

29.03.2008 um 09:37 Uhr

moralisch entlastet - in die SACKGASSE!

LiveLeak hat das video "fitna" von seiner plattform gelöscht. gut so! ich frage mich allerdings, warum man es zuvor zugelassen hatte, ein solch übles pamphlet überhaupt einzustellen - zumal gerade auch in england viele muslims leben, die zu recht beleidigt reagieren.

man sollte den dialog mit dem islam sachlich und offen führen. man sollte jedoch hasstiraden zurück weisen, die das zusammenleben erschweren oder sogar unmöglich machen. das gilt für beide seiten. ich sehe - zumal bei den europäern - (und daran ändert auch dieses verrückte video nichts) ein grosses bemühen, sich in die wertehaltung des islam hineinzudenken. nun sollte der islam aber auch einmal sein herz in die hand nehmen und sachlich, differenziert und fair mit dem westen umgehen. das lecken kolonialer wunden und der andauernde verweis auf begangenes unrecht mag im moment moralisch entlasten, führt aber in der sache nicht weiter.

29.03.2008 um 09:11 Uhr

ARABISCHER GIPFEL - die feine diplomatie!

es ist immer gut, wenn sich führende politiker treffen, um miteinander zu reden. nicht anders ist es bei dem arabischen gipfel, der zum ersten mal in damaskus stattfindet.

leider ist es so, dass diesen arabischen gipfeltreffen der ruf des notorischen misslingens voraus eilt. die politiker der arabischen welt haben sich bislang kaum auf eine linie festlegen lassen. ob das an den unterschiedlichen interessen oder am zu verschiedenen temperament der teilnehmer liegt, weiss ich nicht.

araber, so lernen wir, beugen sich nicht gern einer mehrheitsmeinung. werden sie überstimmt, kochen sie halt ihr eigenes süppchen. für die region ist das verhängnisvoll, denn eine entschiedene, vernünftige arabische politik könnte einiges zum guten wenden.

nun also damaskus.

ägypten, saudi-arabien und jordanien lassen sich durch ihre botschafter vertreten. das ist ein affront, wird aber in syrien ganz anders interpretiert: endlich sei man unter sich, weil mit ägypten, saudi-arabien und jordanien ja auch immer die USA am tisch sitzen würden.

das thema des gipfels soll der libanon sein. es ist - nach allem, was wir wissen - in syrien besonders gut aufgehoben. man kann ohne weiteres voraus sagen, dass es zu keinen ergebnissen kommt. eigentlich hätten also auch die botschafter zu hause bleiben können.

DAS HANDELSBLATT BERICHTET

noch ein diplomatischer tipp: wenn sich ein land auf internationalen druck hin aus einem anderen land zurück zieht (das man zuvor okkupiert hatte), empfiehlt es sich, danach im notgedrungen verlassenen land für politische instabilität zu sorgen. man werfe bomben, ermorde politiker und schaffe insgesamt eine krisenhafte situation. es wird bestimmt nicht ausbleiben, dass dieses, im chaos versinkende land irgendwann nach seinen früheren okkupanten ruft.

28.03.2008 um 23:05 Uhr

eine MODERATORIN - ratlos!

von: rolf   Kategorie: **korrespondenzen!

hallo rolf, du wist wissen, dass ich die moderatorin für den tourismus-sektor eines grossen forums im internet bin, das sich mit marokko beschäftigt. aber - mein gott - täglich fragt man dort nach günstigen flügen hach casablanca, schnellen busverbindungen nach ouarzazate, einer eisenbahn von marrakesch nach rabat, einem taxi nach agadir. ich kann mich doch nicht alle tage wiederholen!

gruss ernika (z.zt. im australischen busch)

hallo ernika,

halte dich dort einfach buschmässig bedeckt - und gut ist es.

mit grüssen an das känguru!