KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

25.05.2008 um 23:01 Uhr

"all inclusive" - mit NÜTTCHEN!

hallo rolf - ich muss dir von einem wunderschönen urlaub in marokko berichten. ich war in agadir. so schön! die stadt ist ja wirklich toll gross und der verkehr unbeschreiblich. das pulsiert so richtig.

überall wird auch gebaut. hier ein hotel-neubau, dort ein aufgegebenes bauprojekt. es bewegt sich was! vor allem der strand wird ja richtig bewegt. die sandmassen werden von einer seite zur anderen geschaufelt. es bringt spass, dem zuzusehen.

elend gibt es natürlich auch. mütter, die einem ihre verhungernden kinder entgegen strecken, männer, die ihre verstümmelten gliedmassen zeigen ... das alles fordert die tätige nachstenliebe heraus.

und über ganz agadir liegt diese bezaubernde wolke von diesel-abgasen. ich musste mir gar kein souvenir mitnehmen - meine bronchitis erinnert mich täglich an den schönen urlaub in agadir. auf die nutten am cafe central habe ich jedoch verzichtet ... die hätten das "all inclusive" angebot dann doch durcheinander gebracht.

gruss harald

hallo harald, wenn du ein rotes bändchen ums handgelenk trägst ("all inclusive"), bedeutet das neben einem alkoholischen long-drink im hotel auch immer ein nüttchen für umsonst. wusstest du das nicht?

gruss rolf

25.05.2008 um 18:39 Uhr

GREGOR GYSI - ein büttel der stasi ... oder was?

GREGOR GYSI ist ein durchaus sympathischer mann. leider war er als rechtsanwalt in der DDR, wo er auch dissidenten verteidigte, immer auch verstrickt in staat, partei und stasi. jetzt sind neue vorwürfe gegen ihn laut geworden, die einiges gewicht haben.

der TAGESSPIEGEL schrieb zu der angelegenheit, dass bei allen anklagen, vorwürfen, entlastungen und beschwichtigungen die wahrheit wohl - ganz schlicht - in der mitte liegt.

um sich selbst ein bild der angelegenheit zu machen, empfehle ich den artikel von WELT-ONLINE. besser und klarer habe ich bisher nirgends gelesen, was GEGOR GYSI zur last gelegt wird.

vergessen wir aber bitte nie: hier musste ein rechtsanwalt im namen seiner mandanten in einem verseucht-verspitzelten unrechtssystem handeln.

GREGOR GYSI - EIN BÜTTEL DER STASI?

25.05.2008 um 13:01 Uhr

skandalöse ABMAHNUNGEN!

ich habe den link, den NUBIRA hier mit ihrem kommentar eingestellt hat, einmal anklickbar gemacht. wenn der kommentar auf dem "küchenblog" wirklich von der enkelin von karl valentin ist, wäre das schon reichlich sonderbar. dann würde es nämlich danach aussehen, dass sie z.zt. das gesamte internet nach valentin-zitaten absucht, um den betreffenden homepagebetreibern eine abmahnung zu schicken.

der sache sollte sich einmal SPIEGEL-ONLINE annehmen.

SpO und HEISE-ONLINE wurden von mir soeben per mail informiert.

HIER DER LINK

25.05.2008 um 09:19 Uhr

abmahnen, platt machen - GELD einsacken!

In eigenen bewegenden Worten

Anfang 2000, als meine Tochter 17 Jahre alt war, stellte ich fest, dass weder meine Tochter noch ihr Freundeskreis eine Ahnung hatten wer Elvis, Friedrich der Grosse, Sepp Herberger, Lenin, Immanuel Kant oder Winston Churchill waren. Ich hatte es mit der Pisa-Generation zu tun und wollte etwas daran ändern.
Nach einigen Überlegungen kam ich auf die Idee ein Zitate-Rate-Spiel zu produzieren. Da ich beruflich mal mit Zeichentrickfilm zu tun hatte, entwickelte ich Animationen und kleine Biografien von bekannten Persönlichkeiten und stellte sie unter www.sem-net.de ins Internet. Diese Seite wurde ein grosser Erfolg und wird weltweit an Schulen und Universitäten genutzt.
Ich habe naiverweise angenommen, dass Sem-Net als satirisches Kunstprojekt zu erkennen ist und dass ich deshalb nicht gegen Urheberrechte verstosse. Das bewiesen mir auch nette eMails aus aller Welt, viele Artikel in Zeitschriften und Hinweisen in Fernsehsendungen.

Das sehen einige, bestimmt auch sehr erfahrenen Menschen, aber leider ganz anders:

Am 19.05.2008 bekam ich von dem Rechtsanwalt von Anneliese Kühn, die Enkelin von Karl Valentin, ein Abmahnungsschreiben wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung durch die Wiedergabe von Karl Valentin-Zitaten.
Ich liess mich von einem auf das Urheber- und Medienrecht spezialisierten Rechtsanwalt beraten, der mir sagte, dass ich gute Aussichten habe einen etwaigen Prozess zu gewinnen. Zum Einen liege es nahe, dass es sich bei der beanstandeten Verwendung um eine im Hinblick auf die Kunst- und Meinungsäusserungsfreiheit "freie Benutzung" gemäß § 24 Urhebergesetz (UrhG) handle, zum anderen könnte die Nutzung durch das Zitatrecht gem. § 51 UrhG gedeckt sein.

Mein Anwalt sagte mir aber auch, ich müsste im schlimmsten Falle, nämlich dem Verlust eines Rechtsstreites, mit Prozesskosten von mindestens 7000,- Euro rechnen. Das kann ich mir leider nicht leisten und deshalb bin ich wohl gezwungen Sem-Net in den nächsten Tagen aus dem Internet zu entfernen.

Mit bewegenden Grüssen
Holger Jass

Dazu das Zitat der Woche:
Ihr glücklichen Augen, was ihr je gesehn. Es sei wie es wolle. Es war doch so schön.

24.05.2008 um 22:45 Uhr

MAROKKO - schwer dümpelnd!

ein diskussions- und informationsforum kann sich natürlich auch so nennen, wenn dort keine informationen und diskussionen stattfinden.

eine luftnummer sozusagen.

vielleicht ist ja alles zu marokko gesagt. wer weiss, ob neue diskussionen daran noch etwas ändern würden. eine art stillstand. das würde ja auch dem land marokko entsprechen, wo den verantwortlichen ausser atomstrom und 10 millionen touristen inzwischen nicht mehr viel einfällt.

das alles suppt so vor sich hin, träge und unengagiert. das alles macht einen sehr gelangweiten eindruck. man hat ja fast das gefühl, dass marokko die puste ausgeht. aber - zum glück:

es ist ja nur das schwer vor sich hindümpelnde marokko-forum im internet. aber irgendwie scheint auch marokko, wenn man mal genauer hinschaut, nicht mehr der unbedingte (islamische) touristenknaller zu sein ...

24.05.2008 um 21:19 Uhr

werden die besten im JUNI erschossen?

 ...warum sollte ich einen hehl daraus machen, dass für mich john f. kennedy einer der grossen sterne am himmel der politik war. nun, ja - ich war, als ich seine politik kennenlernte, sehr jung und gewiss auch sehr naiv. ich habe wohl auch nicht alles verstanden, was er formulierte - und manches war bestimmt so, dass man auch gar nicht weiter fragen sollte.

sein auftritt in berlin indes war eine sternstunde meines jungen, politischen lebens. er sprach zu den berlinern und versicherte ihnen im angesicht der mauer die unbedingte solidarität amerikas. das war eigentlich mehr, als wir erhoffen durften - dachte ich.

ich habe john f. kennedy gemocht. bis heute weiss ich nicht, was dafür den ausschlag gab. vielleicht war es der mut und die zuversicht, die er ausstrahlte. alles, was er sagte, schien mir wahr und authentisch zu sein.

heute wissen wir viel mehr - und dennoch meine ich noch immer, dass sein tod eine der grossen katastrophen der weltgeschichte ist.

ich denke so - ich weiss es nicht anders. genau so denke ich über den tod martin luther kings.

damals verfinsterte sich die welt.

als dann auch noch robert kennedy, der bruder, ermordet wurde, brach in mir eine welt zusammen. als inzwischen achtzehnjähriger wurde ich ein für alle mal von diesem unheil geweckt. dem irrsinn, so lernte ich, war durch nachdenken, hoffnung und zuversicht nicht zu entkommen.

robert kennedy starb am 8. juni 1968 im kugelhagel seiner attentäter.

einen trüberen tag in meinem leben - meinem aufgeweckt-politischen leben - kenne ich nicht.

nun darf aber doch nicht hillary clinton sagen, dass sich die nominierung eines amerikanischen präsidenten erst im juni entscheidet - und dabei auf das attentat von robert kennedy verweisen.

es wäre - nach diesen worten - ja gar nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ihrem widersacher um das amt des präsidenten jetzt noch etwas zustossen würde. morddrohungen gegen ihn gibt es genug.

jeder weiss, dass dies nicht in der absicht von hillary clinton lag (obwohl nur ein physisches ausscheiden ihrers widersachers für die umkehr der tatsächlichkeiten sorgen würde). dann soll sie sich aber auch bitte hüten, ein solches schreckliches menetekel an die wand zu malen.

daraus entsteht nicht ihrem widersacher - sondern ihr - grosser schaden.

SOLCHE UNBEDACHTEN WORTE

davon abgesehen: ich bewundere amerika, dass dort ein wahlkampf zwischen einer frau und einem farbigen stattfindet. wer auch immer am ende den sieg davon trägt: es wird ein demokratischer sieg amerikas sein!

... wären da nur nicht die schrecklichen gespenster der vergangenheit.

24.05.2008 um 19:50 Uhr

eine aus dem ruder gelaufene POLITIK!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

... ein kind zum fenster hinauszuhalten ist ja nicht weit entfernt von einem klotz, der von einer autobahnbrücke geworfen wird ... klotz und kind können nichts dafür ... sie sind nur werkzeuge und sinnbilder einer völlig aus dem ruder gelaufenen politik. hier türken - dort kasachen ... wie gut, wenn man eine deutsche uroma hat, die einem das bleiberecht garantiert.

24.05.2008 um 18:52 Uhr

nicht in den knast - sondern ins FLUGZEUG!

aus gegebenem anlass:

jeder soll sich in deutschland willkommen fühlen - von woher er auch immer kommt. wenn er sich allerdings in deutschland strafbar macht und nach recht und gesetz verurteilt wird, sollte man ihn nicht in den knast ... sondern in ein flugzeug in seine heimat setzen.

so einfach ist das! 

24.05.2008 um 18:26 Uhr

ZUM ANKLICKEN!

der link von peter (den er als kommentar einstellte):

LINK

er schreibt dazu: "das ist nur e i n Beispiel, weswegen ich Muslime in Deutschland nur verabscheue."

mein kommentar dazu: muss man sich als jude in deutschland von muslimischen mitbürgern (?) alles gefallen lassen ... schmähungen, beleidigungen? auch worte sind waffen - der rabbiner wollte sich genau gegen diese gewalt wehren.

gibt es irgendwo ein flugzeug nach afghanistan - ist dort noch ein platz frei? ... dann ab mit dem messerbewaffneten afghanen in die heimat!

24.05.2008 um 17:17 Uhr

eine mail an mich - NASEBOHREN!

von: rolf   Kategorie: **korrespondenzen!

hallo rolf - ich weiss, ich habe eine dumme angewohnheit. ich bohre mir gern in der nase. aber - ist das wirklich so schlimm? meine freundin gisela bohrt sich auch in der nase.

gruss gaby

hallo gaby, mit dem nasebohren verhält es sich so wie mit der korruption in marokko. gäbe es sie nur dort, wäre es schlimm. weil es sie aber überall gibt, muss man sich nun wirklich nicht drüber aufregen. alles total normal. gruss an gisela!

... wenn sich gisela allerdings irgendwann empört, dass du dir gern in der nase bohrst, solltest du sie auffordern, sich an die eigene nase zu fassen.

irgendwie ist alles doch furchtbar einfach, oder?

24.05.2008 um 09:04 Uhr

hineinwandern in das Gelb ...

wirklich neues erzählt uns der reisebericht aus marokko nun nicht. dennoch ist es immer wieder hübsch, von den eindrücken einer reise nach marokko zu lesen. auch wer eine rundreise bucht, die ihn zu den wichtigsten zielen des landes führt, wird viel sehen und erleben. wir müssen nur hineinwandern ...

INS GELB

23.05.2008 um 22:54 Uhr

ein groschen fürs PREKARIAT!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

... und dann mit dem six-pack nach mallorca ... geil!

23.05.2008 um 21:58 Uhr

ein dirham für die MUSIKBOX!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

das schaukeln der taxe ... und die zerschlissenen sitze ... die vielen zigaretten und das lachen des fahrers ... das klimpern der glücksbringer an der windschutzscheibe ... immer weiter ... an winkenden kindern vorbei ... an bergen ... so gross ... durch staubige dörfer ... so klein ... immer weiter:

MIT MUSIK

23.05.2008 um 21:19 Uhr

wenn muslims und christen sich zu TISCH setzen!

es war ja nicht so, dass sich die araber und christen in spanien unversöhnlich gegenüber standen. vielmehr strahlten die muslimischen metropolen cordoba, sevilla und granada in die christliche welt und weckten die neugier. ungezählte christen wanderten in den süden spaniens - dort, wo die mauren ihre herrschaft errichtet hatten - um von ihnen zu lernen ... die geographie, die philosophie und die medizin.

im gegenzug schickten die maurischen herrscher ihre töchter und söhne an die christlichen fürstenhöfe, wo sie das höfische leben, die etikette und die ritterliche lebensart kennenlernten.

nicht anders war es später in syrien und palästina. dort hatten die christlichen kreuzfahrer ihre mächtigen burgen errichtet ... immer schielend auf jerusalem und jederzeit bereit, jerusalem vor den attacken der muslims zu schützen.

aber ... keiner kann unentwegt kriege führen und in zwietracht miteinander leben. wenn die europäischen herrscher (allen voran der papst in rom) nicht gerade einen neuen kreuzzug befahlen, verlief das leben der christen und muslime in syrien und palästina durchaus friedlich. man arrangierte sich.

die araber waren fasziniert vom leben der europäischen ritter und liessen keine einladung auf ihre burgen aus. man lebte zusammen, trieb handel, vergnügte sich sogar miteinander ... einmal abgesehen von den (kurzen aber blutigen) strecken des krieges untereinander.

jenseits dieser erruptionen blanken religiösen wahns blieben die beziehungen zwischen muslims und christen durchaus friedlich und waren (auch das) geprägt von gegenseitigem respekt.

sicher - es ging immer wieder um jerusalem, das die christen, muslims und juden gleichermassen für sich und ihre religion beanspruchten. das ist heute nicht anders als damals!

es ist mir bis heute unmöglich, die beziehungen zwischen muslims und christen geprägt von hass zu interpretieren. natürlich gab es auf beiden seiten immer einmal wieder ausbrüche religiösen wahns - bei den einen, weil sie sich im büsserhemd, das ihnen der papst verordnet hatte, nicht wohl fühlten ... bei den anderen, weil sie meinten, allahs nähe verloren zu haben.

dann galt für beide seiten - in wahrheit aber nur für die direkt betroffenen:

papst und allah milde zu stimmen.

und schon scharten sie heere um sich und es begann das gemetzel, der mord und der totschlag.

dieses bild der beziehungen beider religionen als einzig gültiges zu zementieren, führt jedoch in die irre. es gab zu jeder zeit der geschichte einen austausch und den respekt der religionen.

wir müssen nur einmal hinhören, was uns allah, gott, mohammed oder christus auftragen. sie sprechen nicht vom hass aufeinander - sondern höchstens vom feind, den wir einzig und allein immer nur in uns selbst finden.

wenn es aber um macht, einfluss und dominanz geht ... also um die grosse politik, die sich anmasst, im namen der religion zu sprechen ... sollten sich christen und muslims gemeinsam zu tisch setzen und - schlicht und gottesgläubig - zusammen beten.

23.05.2008 um 16:15 Uhr

BILLIGFLIEGER in not!

kann es sein, dass die billigflieger wie z.b. RYANAIR früher unter druck geraten, als man dachte. die explodierenden ölpreise machen den managern der fluggesellschaften grösste kopfschmerzen. das liegt auch daran, dass sie weit weniger als die grossen der branche die höheren kerosinpreise durch termingeschäfte kompensieren können.

also müssen sie sich anderes überlegen. GERMANWINGS hat jetzt eine gebühr fürs fluggepäck angekündigt, andere gesellschaften fliegen langsamer, mustern flugzeuge aus, legen strecken still und versuchen durch gezielte massnahmen das gewicht der flugzeuge zu verringern.

natürlich geht es auch immer um den "kerosinzuschlag". die fluggäste, die mit den billigfliegern reisen, sind aber in der regel besonders aufmerksam, wenn es um versteckte kosten geht, die den flug am ende weitaus teurer machen, als vollmundig plakatiert.

der markt der billigflieger könnte bei einem weiteren anstieg der ölpreise in höchste bedrängnis geraten. denn hier wird besonders strikt kalkuliert - die gewinne sind jetzt schon mager und nur deswegen zu tolerieren, weil sie in der addition dann eben doch (noch) profitabel sind. das bedeutet aber: höchste effizienz, volle auslastung der flugzeuge und eine preispolitik, die den verbraucher nicht schreckt.

dies und noch mehr unter einen hut zu bekommen, wird mehr und mehr zu einem zauberkunststück.

BILLIGFLIEGER IN NOT

23.05.2008 um 11:48 Uhr

THE MOUNT - die villa von edith wharton!

ich weiss nicht, wer hierzulande EDITH WHARTON kennt. in amerika ist sie jedenfalls eine viel gelesene schriftstellerin und war mit vielen literarischen grössen ihrer zeit befreundet. um die jahrhundertwende liess sie in den hügeln der berkshires, die zu upstate new york gehören, ein haus bauen, das villa und landhaus zugleich war. dieses anwesen, umgeben von einem prachtvollen park, hätte gut als kulisse ihrer romane dienen können. immer wieder beschrieb sie mit einiger ironie die "bessere gesellschaft".

""the mount", wie das anwesen genannt wird, ist dem andenken  EDITH WHARTONS gewidmet und zieht jährlich zahllose besucher an. vor einigen jahren wurde es vom dort ansässigen förderverein von grund auf renoviert. jetzt allerdings ist "the mount" in gefahr, von der amerikanischen immobilienkrise überrannt zu werden. das anwesen soll zwangsversteigert werden, weil die kredite nicht zurückgezahlt werden können.

deswegen wird händeringend nach spendern gesucht, die "the mount" retten können.

ein blick auf die homepage von "the mount" ...

LOHNT ALLEMAL

23.05.2008 um 09:51 Uhr

kopie, plagiat? ... wenn zwei DASSELBE tun!

es ist bestimmt nicht einfach, wenn sich zwei geschäftspartner trennen, die reiseprogramme anbieten, die - zum verwechseln ähnlich - für ein und dasselbe klientel zugeschnitten sind. das geht so weit, dass sich nach erfolgter trennung selbst die homepages zum verwechseln ähneln.

KARAVAN SERAIL war ein reiseveranstalter, der marokko zum schwerpunkt gemacht hatte. hier waren einige kompetenzen gebündelt. nach der trennung der beiden geschäftspartner konnte nur einer den eingeführten namen weiter benutzen. das bedeutet für denjenigen, der einen neuen namen für sein unternehmen finden muss, einen immensen geschäftsnachteil.

(bitter übrigens, wenn ausgerechnet derjenige, der den namen des unternehmens einst einführte und verantwortete, jetzt darauf verzichten muss.)

man fragt sich auch, wem man sein interesse schenken und wem man sich mit seinen reisewünschen anvertrauen soll. beide unternehmen verfolgen eine identische philosophie und besetzen nahezu identische geschäftsfelder.

für reiseunternehmen sollte aber gelten, dass sie sich mit der unverwechselbarkeit ihrer angebote am markt behaupten. ansonsten gehen viel zu viele geschäftsenergien verloren, die nur darin bestehen, eine differenz erklären zu wollen, die es so gar nicht gibt.

bei den beiden unternehmen, die aus KARAVAN SERAIL hervorgegangen sind, fragt man sich unwillkürlich:

WER KOPIERT HIER WEN?

22.05.2008 um 22:04 Uhr

OHRFEIGEN für selbstverlorene eltern!

wenn menschen meinen, dass sie sich in china, brasilien oder marokko wohler fühlen ... dann sollen sie dahin auswandern. sie sollten in china mit stäbchen essen, in brasilien samba tanzen und in marokko kiffen.

wen stört das?

wenn sie allerdings kinder haben, sollten sie genau überlegen, wohin sie gehen. kinder interessiert es erst einmal nicht, wie man mit stäbchen isst, wie samba getanzt wird und wie man kifft.

kinder kommen mit der gegenwart gut zurecht, irgendeine zukunft ist ihnen unbekannt ... oder doch unwichtig.

ich behaupte, dass kinder ganz generell in marokko eine schlechte zukunftsperspektive haben. das ist aber nicht ihr problem ... sie würden sogar mit stäbchen essen ... das ist das problem ihrer eltern.

wenn eltern meinen, ihr eigenes wohl über das wohl ihrer kinder setzen zu müssen, sind sie im irrtum. da nutzt auch kein nachhifeunterricht im samba tanzen.

immer dann, wenn zu dem wunsch, deutschland zu verlassen, kinder treten, die ein recht auf eine gute ausbildung haben, müssen sich eltern dringend fragen, wohin sie auswandern wollen.

was wollen sie für ihre kinder?

sollen ihre kinder besonders gut samba tanzen lernen, besonders geschickt mit stäbchen essen, selbstverloren an der pfeife hängen?

wäre ich jemand, dessen eltern irgendwann nach marokko gegangen wären, um dort ihr leben zu verwirklichen, mein eigenes aber (den umständen entsprechend) sträflich zu vernachlässigen, würde ich sie - hoch heute - ohrfeigen.

was damit zu tun hat, dass ich - wegen aller versäumten chancen - keinen respekt vor ihnen hätte.

22.05.2008 um 21:24 Uhr

eine afrikanische TYRANNEI!

die MALARIA ist in afrika nach wie vor ein riesiges problem. man nimmt an, dass weltweit jährlich 500 millionen menschen an dieser infektion erkranken und 2,7 millionen daran sterben. die hälfte davon sind kinder unter fünf jahren. afrika, als besonders leidtragender kontinent, wurde über lange zeit mit diesem problem allein gelassen.

dabei reicht es vorerst schon, netze zu verteilen, um die malaria-infektion um mehr als die hälfte zu verringern. moskito-netze können dabei helfen, die krankheit einzudämmen. solche netze sind spottbillig und müssten in den malaria-gebieten flächendeckend verteilt werden - mitsamt einer notwendigen gesundheitlichen aufklärung der bevölkerung.

die wissenschaft arbeitet an impfstoffen gegen die MALARIA. in einigen jahren könnte dieser impfstoff bereit stehen, es fragt sich allerdings, wie und in welcher höhe sich die europäischen pharmakonzerne dies bezahlen lassen. das patent auf einen impfstoff gegen MALARIA wäre ein äusserst lukratives geschäft ... wie auch die medikamente gegen AIDS, die der afrikanischen bevölkerung aus kostengründen bis heute vorenthalten werden.

ich würde die MALARIA- und AIDS-forschung sofort in staatliche hände legen. sie haben auf dem gierig-kapitalistischen markt nichts zu suchen. nicht konzerne dürfen darüber entscheiden, wem die medikamente am ende das überleben sichern.

könnte es sein, dass die massive entwicklungshilfe für afrika seitens der industriestaaten viel besser dort aufgehoben wäre, wo sie die menschen in afrika direkt erreicht?

medizinische forschung, gesundheitsfürsorge, krankenhäuser, schulen ... alles das sollte von unabhängigen und mit supranationalem mandat ausgestatteten organisationen der industriestaaten in afrika installiert und überwacht werden.

nein - hier hilft kein gremium aus afrikanischen und europäischen staaten. das alles verplaudert und palavert sich. wir wissen es doch.

rede mir keiner von einem neo-kolonialismus!

die wahren kolonialisten afrikas sind heute irgendwelche wild gewordenen despoten, die ihr land ausbeuten und die bevölkerung tyrannisieren ... und natürlich die weltweit operierenden konzerne, die daran besonders gut verdienen.

DIE MALARIA

22.05.2008 um 09:34 Uhr

des kanditaten zünglein an der WAAGE!

der vorstoss der SPD, gesine schwan als kandidatin zur bundespräsidentenwahl aufzustellen, bringt allerhand turbulenzen mit sich. horst köhler wird unter diesen umständen gewiss auf eine zweite amtsperiode verzichten, denn er müsste sich 2009 - so wie es aussieht - einer kampfabstimmung stellen. die mehrheitsverhältnisse in der bundesversammlung sind nicht so, dass er mit einer klaren mehrheit rechnen kann. aber noch kein bundespräsident hat sich zur wiederwahl gestellt, ohne sicher zu sein, dass er auch gewählt wird. weil die klare ansage der SPD fehlt, ihn zu unterstützen, wird horst köhler jetzt wohl nicht mehr kandidieren wollen.

(update: horst köhler hat sich heute trotz unsicherer mehrheitsverhältnisse zu einer zweiten amtsperiode bereit erklärt.) 

die SPD muss es sich bei ihrem vorstoss gefallen lassen, dass ihr wieder einmal unterstellt wird, sie würde auf die LINKE spekulieren, die in der bundesversammlung immerhin über 90 sitze verfügt.

die alte hessen-debatte kann also von neuem beginnen. sucht die SPD also doch mit hilfe der LINKEN die macht im staat?

andererseits: horst köhler ist per ritterschlag von angelika merkel ins präsidialamt eingezogen. warum sollte die SPD nun gerade ihn unterstützen?

die wahl eines bundespräsidenten signalisierte bisher stets sich verschiebende machtverhältnisse. allerdings könnte sich die SPD dieses mal ganz fürchterlich verrechnen, weil ihr durch das schielen zu den LINKEN womöglich allerhand wähler von der fahne gehen. die popularität von horst köhler ist gross. ihn an einer zweiten amtszeit zu hindern, würden etliche wähler der SPD ziemlich übel nehmen.

unter diesen umständen ist es auch sehr ungewiss, ob gesine schwan eine mehrheit findet (die ich ihr wünschen würde). es sieht fast so aus, als müsste ein ganz neuer kandidat aus dem hut gezaubert werden.

die LINKE wirds freuen, zünglein an der waage zu sein.