31.08.2008 um 20:23 Uhr
31.08.2008 um 15:04 Uhr
in der WÜSTE (?) der moderne ...!
... in SIDI IFNI konnten die jungen europäischen architekten in den 30-er jahren des 20. jahrhunderts ihre talente und ideen ausleben. vom spanischen staat gerufen, galt es, eine ganze stadt am reissbrett zu entwerfen. SIDI IFNI bietet deswegen heute ein geschlossenes bild der art-deco, vielleicht nur vergleichbar (wenn auch nicht in der grösse) mit TEL AVIV, wohin junge jüdische architekten flohen, und dort in der tradition des weimarer und dessauer BAUHAUS häuser und ganze strassenzüge entwarfen.
1952 war es auch in CASABLANCA so weit. die stadt drohte an ihrem ungebremsten zuzug von marokkanern zu ersticken und zu verslumen. schon lebten 100.000 von ihnen in den sogenannten bidionvilles, zusammengenagelten barackenquartieren am rande der stadt.
CASABLANCA war inzwischen auf 650.000 einwohner angewachsen und bedurfte dringend eines generalplans zur weiteren stadtentwicklung. junge, ambitionierte architekten aus frankreich (deren honorarforderungen noch im rahmen blieben) wurden gerufen, um die stadt weiterzuentwickeln.
aus diese weise entstanden bauwerke, die ganz in der tradition der klassischen moderne standen. nirgendwo sonst (ausser eben in SIDI IFNI und TEL AVIV) können wir eine vielzahl von häusern bestaunen, die ganz und gar im stil des BAUHAUS, mithin der klassischen moderne entworfen sind.
übrigens: die bauwut der franzosen half nicht viel. die stadt geriet immer mehr aus den fugen und die wildwuchernden bidionvilles sind bis heute ein problem (und brutstätte des islamismus in marokko).
wer sich für die stadtentwicklung CASABLANCAS interessiert, sollte die ausstellung "In der Wüste der Moderne" (berlin) nicht ...
30.08.2008 um 19:18 Uhr
SEX im islam und DROGEN&co.!
in einem forum des internets, dessen namen ich nicht nennen brauche, geht es inzwischen hoch her - es ist der zank und die rechthaberei eines mitglieds, der anderen - unter dem gejohle der menge - die augen auskratzen will. der anlass ist unappetitlich genug. man hat ihn im internet als bisexuell "geoutet", weil er es aber nicht sein will (obwohl einiges durchaus dafür spricht), lässt er nun aufs erbärmlichste seine wut aus und beantwortet alle vernünftigen und mässigenden kommentare mit einem schwall von obszönitäten.
das ganze ist primitiv und geschmacklos. aber ... es stimmt schon: "sex im islam" und "drogen&co." sind themen, die immer schon neugierige angelockt haben. die können sich jetzt am neuesten streit billigster sorte delektieren.
es ist von allem etwas dabei! der protagonist dieses streits - wer würde sich darüber noch wundern? - steht exakt dafür.
soll er sich also streiten, bis die fetzen fliegen. am ende wird er hoffentlich bemerken, dass er jede reputation und auch den letzten respekt verloren hat.
und genau das wurde zeit ... und genau deswegen soll er von mir aus anderen die augen auskratzen. erst danach ist (vielleicht) an einen normalen fortgang dieses
heruntergekommenen, liderlichden forums
zu denken.
29.08.2008 um 21:51 Uhr
29.08.2008 um 21:12 Uhr
frau schmidt - weiss von NICHTS!
thomas roth, korrespondent der ARD in moskau, hatte die möglichkeit, den russischen ministerpräsidenten putin zur georgien-krise zu interviewen. es war meines wissens zum ersten mal, dass die russische seite ausführlich stellung bezog.
man wird mir zustimmen: die meinung der russischen seite in diesem konflikt muss unbedingt gehört werden, thomas roth fragte den präsidenten zudem nach der deutschen rolle in diesem konflikt.
das interview wurde in der TAGESSCHAU ausgestrahlt - leider verkürzt und mit dem hinweis, dass das gespräch samt hintergrundinformationen um 23.30 uhr in der ARD zu sehen sei.
um 23.30 uhr!
was eigentlich ist in der ARD los, wenn eine solche information nach hinten, richtung mitternacht, verschoben wird? hat der zuschauer des öffentlich-rechtlichen fernsehens nicht das recht, zu einer angemessenen zeit über so grundwichtige dinge informiert zu werden?
ein "brennpunkt" nach der tagesschau mit dem ganzen interview wäre das mindeste gewesen!
nichts davon! ab 20.15 lief eine marokko-schmonzette. (ich möchte nicht wissen, wie dem korrespondeten der ARD, dieter roth, zumute ist, wenn er mit einem so wichtigen interview auf den sendeplatz 23.30 geschoben wird).
ich habe bei der TAGESSSCHAU in hamburg angerufen und wollte genau danach fragen. zuerst sagte mir eine frau schmidt, dass niemand vor 20.30 bei der TAGEESCHAU ans telefon gehen würde.
ab 20.30 wurde ich zweimal in die warteschleife verbannt und dann getrennt. beim dritten mal (nach 20 minuten) erreichte ich eine dame, die mir erklärte, dass für meine fragen nur die programmdirektion der ARD in münchen zuständig sei.
ach, so
niemand ist zuständig, jeder verweist auf andere, höhere instanzen ... dabei geht es um das schichte mass von information, dass jemand, der die ARD mitfinanziert, durchaus erwarten kann ...
immerhin: bevor alles im sande verläuft, hörte ich in der warteschleife noch den satz: "ihr anruf ist uns wichtig!"
am telefon sitzt aber immer nur frau schmidt - und weiss von nichts!
mal sehen, was die programmdirektion sagt! ich lasse da nicht mehr locker ...
29.08.2008 um 17:54 Uhr
ein trister geburtstag mit DIERKE & co.!
die begeisterung von hans-michael kloth kann ich nicht teilen. für mich war der DIERKE-ATLAS ein notwendiges übel des erdkundeunterrichts - fern, auch nur irgendeine neugier in mir zu wecken.
so einen atlas musste ich mir eines tages - ich wurde 14 jahre alt - zum geburtstag wünschen. denn einfach mal so einen DIERKE für mich zu kaufen, war jenseits des budgets meiner eltern. also wünschte ich mir dieses monstrum zum geburtstag, wusste aber, dass ich daneben noch einen weiteren wunsch frei hatte. als ich den jedoch vorbrachte, winkten meine eltern ab. sie hatten wohl schon eine wahl getroffen.
auf meinem geburtstagstisch lag auch wirklich der DIERKE, den ich kaum zur kenntnis nahm.
alles, was mit schule zu tun hatte, ignorierte ich so lange, bis irgendein lehrer zu schreien begann ...
neben dem DIERKE lag ein grösseres paket. das also sollte die überraschung dieses geburtstags werden. ich packte es auch sogleich aus und war wie vom schlag getroffen:
vor mir lag der grosse READERS DIGEST WELTATLAS.
den hatte mein vater schon bestellt, bevor er wusste, dass ich einen DIERKE-ATLAS für den unterricht brauchte. also hatte ich plötzlich zwei atlanten - mit denen ich nichts anfangen konnte.
erst viel später lernte ich atlanten zu schätzen. heute - und da gebe ich hans-michael kloth recht - gibt es kein grösseres vergnügen, als in einem guten, detaillierten atlas auf reisen zu gehen.
29.08.2008 um 13:19 Uhr
wer im internet so alles auf SUCHE geht!
es gibt einige einschlägige seiten im internet, wo nach gleichgesinnten gesucht wird. eine davon nennt sich GAYROMEO . etwas irritiert war ich *, als ich dort jetzt folgendes las (ich wurde per e-mail darauf hingewiesen):
DIE ANZEIGE kann gelesen werden, wenn man oben rechts (neben dem vergrösserungsglas) die USER aufruft und dort RolandB in die suchmaske eingibt. unappetitliche details erfährt man, wenn man sodann auf den namen klickt.
* nein, eigentlich fand ich die anzeige nur geschmacklos!
p.s. allerdings verstehe ich jetzt gewisse obsessionen sehr viel besser. der mann tut mir nur noch leid!
28.08.2008 um 17:52 Uhr
Gottes Segen in Al Andalus!
meine (mir wichtigste) erzählung jetzt als e-book:
28.08.2008 um 13:52 Uhr
die WESTSAHARA - nur ein schachzug?
der GRÜNE MARSCH nach westsahara ist in marokko legendär. tausende marokkaner folgten 1975 ihrem könig, HASSAN II, um das land, das zum zankapfel widerstreitender interessen geworden war, zu besetzen. man muss nicht erwähnen, dass die westsahara bedeutende bodenschätze besitzt - und eine bevölkerung hat, die bis heute von einem anschluss an marokko nichts wissen will. allerdings ist westsahara inzwischen von marokkanischen siedlern auf eine weise durchsetzt, dass der alteingesessenen bevölkerung immer weniger rechte bleiben.
die frage der WESTSAHARA steht bis heute auf der tagesordnung und ist nicht beantwortet.
HASSAN II., der 1999 verstorbene könig, hatte immer wieder gegen putschversuche aus den reihen des militärs zu kämpfen. die attentatsversuche gegen ihn sind zahllos, sogar sein flugzeug wurde einst von düsenjägern der marokkanische luftwaffe beschossen.
dennoch erscheint es mir fraglich, den marsch auf westsahara mit den putschplänen des militärs in verbindung zu bringen. dieser tage las ich die theorie, dass HASSAN II. nur deswegen zum "grünen marsch" aufrief, um das militär im süden des landes zu binden und auf diese weise von einem staatsstreich abzuhalten.
die probleme der westsahara und die ansprüche marokkos auf dieses gebiet waren und sind jedoch viel globaler, um sie auf einen schachzug im politisch-militärischen ränkespiel zu verkleinern.
wer sich über den grünen marsch nach WESTSAHARA informieren möchte, ist HIER richtig!
27.08.2008 um 18:11 Uhr
unser OPA mit nasenring im forum!
warum man einem über 100-jährigen mann einen nasenring anlegen muss, um ihn durch ein forum des internets zu führen, weiss ich nicht. man hat ihn dort nicht nur geführt, sondern vorgeführt. und ein staunendes foren-publikum durfte zusehen.
zuerst einmal hiess es, dass dieser alte mann vor über 100 jahren geboren worden sei. "oh", "ah", ging es durch das publikum. dann wurde ein dokument herumgereicht. dort stand in französischer sprache, dass der alte mann im marokkanischen erraschidia geboren wurde. "oh", "ah", ging es durch das publikum.
leider stand ein gast auf und erklärte, dass es vor 100 jahren einen ort namens errachidia in marokko noch nicht gab. damals hiess er ksar-essouk. flugs wurde die biografie des mannes geändert. jetzt war er in ksar-essouk geboren. "oh", "ah", ging es durch das publikum.
weil aber einige zuschauer etwas nervös geworden waren - immerhin, man ändert nicht im minutentakt die herkunft eines alten mannes, der im nasenring durchs forum geführt wird - hielt die direktion rücksprache. danach verkündete sie (um auf der absolut sicheren seite zu sein), dass der alte mann nicht etwa in ksar essouk, sondern in boutalamine el m´dra geboren sei. ein raunen ging durch das forum. "oh", "ah", ging durch das publikum. dann rief jemand:
was soll das schmierentheater? was interessiert uns, wo der mann geboren ist?
da nützte es auch nichts mehr, dass jetzt ein doppelter salto des alten mannes angekündigt wurde. man pfiff ihn gnadenlos aus und jagte ihn mitsamt anhang aus dem forum.
27.08.2008 um 17:20 Uhr
27.08.2008 um 15:26 Uhr
unser OPA in ksar essouk!
//ich habe ohne grösser nachzudenken er-rachidia gesagt, weil ich aus gewohnheit immer er-rachidia sage, wenn ich er-rachidia meine. (o-ton marokkoforum)//
das nenne ich humor ... weiter so, das wollen wir lesen!
wer sich über KSAR ESSOUK informieren möchte, kann sich HIER einige alte fotos ansehen. es wird schnell deutlich, dass dieser ort im osten marokkos nicht viel mehr war als ein militärstützpunkt. in der tat benutzten ihn die franzosen, um ihren herrschaftsbereich nach südosten abzugrenzen. KSAR ESSOUK war neben einigen garnisonen in algerien die grösste ansiedlung französischer soldaten im maghreb.
nachdem die franzosen abgezogen waren und marokko unabhängig wurde (1956), ersetzte man den namen KSAR ESSOUK eines tages durch ERRACHIDIA.
aber, das ist eine andere geschichte.
so hiess jetzt der ort im osten marokkos, am sahara-rand gelegen, der erst spät zu etwas wohlstand kam.
clevere marokkaner suchten schon früh den kontakt zu den franzosen, um mit ihnen handel zu treiben. eine garnison wie KSAR ESSOUK musste proviantiert werden - und das ging nur mit hilfe der einheimischen, die im umkreis handelshäuser einrichteten, um ihre geschäfte zu machen und von der französischen besatzung zu profitieren.
man müsste die geschichte von ERRACHIDIA - oder besser: KSAR ESSOUK - überhaupt nicht erzählen, wenn nicht im internet in diesen tagen ein märchen erzählt würde. in diesem märchen ist von einem grossvater die rede, der das betagte alter von 100 jahren erreichte und 2006 starb. eine erste urkundliche erwähnung - so will es das märchen - fand der mann 1915. in diesem jahr sei von französischer hand eine urkunde ausgestellt worden, der dem marokkaner attestiert, ein handelshaus in ... ERRACHIDIA zu führen.
der mann - nur zur erinnerung - war 2006 mit 100 jahren gestorben, folglich muss er 1906 auf die welt gekommen sein, war also stolzer handelsherr schon im alter von neun jahren. selbst wenn es die marokkaner mit dem lebensalter nicht so ganz genau nehmen, müsste der mann schon reichlich über 100 jahre alt geworden sein, um 1915 ein handelshaus zu gründen und zu führen.
egal!
das ist gar nicht so wichtig. vielleicht war er ja (wie seine nachkommen) äusserst fleisssig.
was immer es mit dieser urkunde auf sich hat (man mag sie im familienkreis ehren ... weil es doch opa ist), sie ist nicht das papier wert, auf die sie geschrieben wurde. denn 1915 gab es den namen ERRASCHIDIA für KSAR ESSOUK noch nicht.
das ist die ganze, schlichte wahrheit ... die sich allerdings ein wenig nüchterner als das komische märchen liest.
27.08.2008 um 11:52 Uhr
die flucht der KINDER aus marokko!
wie muss eltern zumute sein, die ihre kinder irgendwelchen schleppern und menschenhändlern überantworten - dafür viel geld bezahlen und nur darauf hoffen können, dass ihre söhne oder töcher unversehrt in spanien ankommen?
viele kinder - wie z.b. in tanger - versuchen auch auf eigene faust, marokko zu verlassen. sie tun das nicht aus eigenem antrieb, sondern weil ihre eltern sie dazu drängen. sie wissen, dass die europäischen staaten die menschenrechte ernst nehmen und kinder, die illegal einreisen, nicht einfach abschieben können, sondern in ihre obhut nehmen müssen.
die eltern hoffen darauf, dass ihre kinder in europa irgendeine arbeit finden und geld nach marokko schicken können.
das alles ist natürlich nur vor dem hintergrund der nach wie vor grossen armut in marokko zu verstehen. kinder werden um ihre kindheit betrogen und sollen die existenz ihrer familien sichern. das ist so aberwitzig wie grotesk und kein staat der welt, der sich zivilisiert nennen will, kann diesen zuständen tatenlos zusehen.
es ist allerdings auf dauer sinnlos, wenn ausländische medien immer wieder auf diese zustände hinweisen, im land sich aber überhaupt nichts ändert - und die verantwortlichen sich taub stellen.
27.08.2008 um 07:59 Uhr
CLAUDIS spruch des tages!
26.08.2008 um 15:08 Uhr
bitte mehr komik - das PUBLIKUM wartet!
ach, das war doch alles nur ein scherz - das mit dem buch von diesem herrn bartels in marokko. nur einfach mal so gepostet, weil es vom namen her passte. wie komisch.
dann wollen wir nur hoffen, dass der "nicht-warmduscher" bartels (so die charakteristik im marokko-forum), nicht auf seine kalte dusche verzichten musste, als die christenfeindlichen berber auf ihn jagd machten.
es wurde hier schon gesagt: wo bleiben die indianer und die tapferen cowboys? das alles zusammen mit berbern und christenfrommen europäern ergäbe eine melange, die selbst das marokko-forum unwiderstehlich machen würde.
aber, ach ... wie peinlich. man hat den ganzen dämlichen irrtum erst jetzt entdeckt und rudert angestrengt und mit vielen worten zurück. die blamierte rechtfertigt sich und der blamierte hat alles längst gewusst.
nützt nichts!
bitte mehr von dieser unfreiwilligen komik. das publikum wartet!
25.08.2008 um 19:54 Uhr
herr bartels - ein VETERAN des 1. weltkriegs!
heute wollen wir einen veteran des 1. weltkriegs ehren, der - wir hätten es nicht für möglich gehalten - bis heute im marokko-forum präsent ist und dort ... mitschreibt (?????). wir sind voller bewunderung für seine erlebnisse in marokko, die er uns - schnörkellos - schildert. das alles ist beeindruckend.
BARTELS, ALBERT: Auf eigene Faust. Meine Erlebnisse vor und während des Weltkrieges in Marokko.
Leipzig, Koehler 1925. 191 S. m. einigen Abb. Oln.
eine leserin nimmt den autor gegen aktuelle unterstellungen in schutz und fasst das in einem forum des internets (für mich unvergesslich) in worte - grossartig ... danke schön.
hier die stimme der begeisterten leserin (die aber leider - es muss ja doch gesagt werden - fast debil allerhand durcheinander bringt):
Tststs, immer dieses xxxxxxx-Mobbing.
Lieber
mal das Buch von Bartels lesen: Auf eigene Faust - Erlebnisse in
Marokko. Ziemlich cooles Buch. Der Autor ist halt kein Warmduscher.
"Auf
dem Heimweg (vom Tizi-n-Test) gerieten wir in ein Schneegestöber und
schlugen in 2ooo m Höhe unser Zelt auf. Durch christenfeindliche
Berber, die unser Zelt mit Steinen bewarfen und von außenher
zerschnitten wurden wir aus unserer nächtlichen Ruhe aufgestört. Wir
sprangen auf, stürzten ins Freie - aber von den Leuten war in der
Dunkelheit und bei dem andauernden Schneesturm nichts zu entdecken. Es
wurde uns aber doch ungemütlich und wir zogen gegen 2 Uhr nachts
weiter" schreibt der Autor auf S. 23.
Kein selbstmitleidiges
Gejammere, nur schlichte Schilderung. Ich habe das Buch mit großem
Interesse gelesen und war vor allem von der Haltung des Autors
gegenüber widrigen Umständen durchgängig begeistert.
zum mitschreiben:
dieser albert bartels wäre heute ca. 110 jahre alt und ist nicht - wie die dame in ihrer grenzenlosen (oder dummen?) einfalt annimmt - identisch mit dem mitglied des marokko-forums, ronald bartels aus chefchaouen (altermässig auch nicht mehr besonders frisch).
jede ähnlichkeit wäre rein zufällig -
wohl aber nicht, wie man sieht, für verzückte, überschnappende fans ...
p.s. aber der überfall "christenfeindlicher" berber hat schon was. marokko ist halt ein unsicheres pflaster ...
25.08.2008 um 19:28 Uhr
schimmelige CAMPINGFREUDEN!
... also hand aufs herz: vom camping halte ich nicht viel. ich fühle mich in einem zelt (in einem meer anderer zelte = campingplatz) mehr als unwohl. als mein reisebegleiter (der mich zum zelten überredet hatte), dann auch noch auf die idee kam, im vorzelt sardinen zu braten (wir befanden uns in blanes/nordspanien) war es mit meiner geduld zu ende. über tage roch es im zelt penetrant nach fisch ...
aus gründen, die ich nicht mehr benennen kann, kam ich dennoch aus dem zirkel "urlaub = zelten" nicht mehr heraus. es war ja auch eine kostensparende angelegenheit ... obwohl: wenn ich bedenke, was zelt und utensilien kosteten, bin ich mir da gar nicht mehr so sicher.
wenigstens ging es im nächsten jahr nach hvar/jugoslawien ... und das zelt war wieder im kofferraum. wir suchten uns einen campinglatz und packten (ich war - ich weiss es bis heute - sehr unwillig dabei) das zelt aus. als wir es aus dem oliv-grünen sack holten (alle campingsäcke sind aus unerklärlichen gründen oliv-grün!), kam mir ein schrecklicher gestank entgegen. der rührte aber nicht von den sardinen aus spanien her ... sondern von dem schimmel, der das zelt übers jahr erfasst und zersetzt hatte.
wir hatten das zelt - nichts ahnend, aber nach einem heftigen regen - damals in blanes feucht eingepackt und vergessen, es zu hause zum trocknen auf die leine zu hängen.
der grosse moment kam, als es darum ging, sich des schimmeligen zeltes zu entledigen. uns fiel nichts besseres ein, als das rückfenster zu öffnen und auf diesem weg das zelt ... zu entsorgen.
ich muss nicht weiter betonen, wie hochgestimmt ich das kapitel "zelten und campinglatz" hinter mich brachte. wir quartierten uns bei einer netten familie in hvar ein, genossen die urlaubstage und und keiner erwähnte noch einmal das zelt und irgendwelche obskuren campingfreuden.
dieses kapitel war beendet.
25.08.2008 um 13:19 Uhr
wie man menschen in foren "VORFÜHRT"!
wer sich in foren des internets anmeldet, wird gebeten, ein mitgliederprofil auszufüllen. nicht alle kommen dem wunsch nach, ihren bürgerlichen namen, ihren geburtstag und ihren wohnort zu nennen. das alles ist auch nicht nötig - wer die anonymität wählt, lässt die felder offen.
allerdings: ein "nick" zur anmeldung braucht er dennoch.
die mitgliederprofile eines forums sind nur für die mitglieder selbst einsehbar. das ist auch richtig so, denn sonst könnte jeder, der es möchte, schindluder mit den daten treiben. von den mitgliedern eines forums erwartet man jedoch, dass sie die anonymität der anderen mitglieder wahren und respektieren.
wer ilse trauwein heisst und als "nick" ilse trauwein wählt, gibt damit zu erkennen, dass ihm an einer anonymität nichts liegt. anders würde es aussehen, wenn ilse trauwein den nick "laterne" wählt. auf diese weise gibt sie zu erkennen, dass ihr klarname im forum tabu zu sein hat.
völlig abwegig ist es, wenn ein moderator einem mitglied bescheinigt, er müsse die nennung seines klarnamens in beiträgen des forums akzeptieren, weil er den ja auch im mitgliederprofil genannt hat. anstatt alles zu tun, um die anonymität des mitglieds nach aussen zu wahren (denn plötzlich kann jeder, aber auch jeder den wirklichen namen lesen), "bestraft" der moderator dieses mitglied ("selber schuld"), weil der so ehrlich war, seine daten preizugeben.
denkt man sich die angelegenheit ein wenig weiter, muss man zwangsläufig zu dem schluss kommen, dass die moderation eines solchen forums zwingend dafür plädiert, im mitgliederprofil überhaupt keine, oder doch wenigstens gefälschte daten zu hinterlassen.
im übrigen befindet sich der moderator, der den klarnamen in seinem forum stehen lässt, im unrecht. so lange das mitglied nicht zugestimmt hat, dass sein klarname "für alle" sichtbar wird, hat genau dies zu unterbleiben. geschieht es doch und nutzt jemand sein "wissen", um ein bestimmtes mitglied mit namen blosszustellen, gehört dies verhalten reglementiert.
ich weiss aber, dass dieses "kleine ein mal eins" in einigen foren immer noch nicht beachtung findet, weswegen sie wegen schlampiger und liederlicher moderation auch nur ein schattendasein im internet führen ...
... muss doch jeder, der dort mitschreibt, vergegenwärtigen, irgendwann mit klarnamen genannt und mit schmutz beworfen zu werden.
25.08.2008 um 12:48 Uhr
grosse pläne - kleinlaute MUSIK!
es ist erwähnens- und lobenswert, dass daniel barenboim ein palästinensisch-israelisches orchester ins leben gerufen hat. es steht unter dem motto "west-eastern-divan" und soll zur völkerverständigung und freundschaft beitragen.
wie ich hörte, musste das in der jordanischen hauptstadt amman geplante konzert abgesagt werden. das ist vor dem hintergrund des jordanisch-israelischen friedensvertrags ein wenig seltam.
ebenso seltsam nehmen sich die orte aus, in denen das orchester gastieren wird. als einziges islamisches land steht die türkei auf dem programm. überdurchschnittlich oft wird man auch in spanien auftreten. an diesem wochenende wurde in der berliner waldbühne musiziert.
warum fehlen jerusalem, damaskus, beirut etc. etc.? wurde in diesen ländern gar nicht erst nachgefragt, im hinblick dessen, dass im orchester auch israelis sitzen, die im nahen osten nicht gern gesehen sind?
natürlich ist es erfreulich, wenn palästinenser und israelis miteinander musizieren. künstler haben da übrigens wenig berührungsängste. nur das ziel, das erreicht werden soll ...
scheint in WEITER FERNE zu liegen!
24.08.2008 um 20:48 Uhr
KATE ist doch nicht arbeitsscheu!
... natürlich ist KATE MIDDLETON nicht "arbeitsscheu". wer soetwas sagt, weiss nicht, wie ihr zumute ist. einmal ehrlich in die runde gefragt: was eigentlich soll eine künftige königin arbeiten?
sie könnte in einem altersheim mit demenz-kranken spazieren gehen und ihnen erzählen, wie schön sie es haben ...
... wird, wenn sie eines tages william heiratet. immer vorausgesetzt, dass er (oder sie) es nicht vergisst.
sie könnte sich auch den verlassenen und ausgesetzten pudeln in london widmen. pudel sind zur zeit nicht so ganz up to date, daher sammeln sich in den tierheimen mehr davon, als unterzubringen sind. die queen hat bereits abgewinkt. corgies und pudel beissen sich - das passt nicht.
KATE - halten wir fest - steht die welt offen. sie kann sich den dementen widmen oder den pudeln ein neues zuhause geben. sie wird, wenn sie eines davon tut, vor allem den strengen blick ihrer schwiegermutter in spe vermeiden, die andauernd sagt:
kate ist arbeitsscheu.
man kann sich natürlich auch fragen, warum eine junge frau, die in absehbarer zeit königin von england sein wird, eigentlich noch gross arbeiten soll. es reicht doch, sich morgens (wie queen mum) einen gin zu genehmigen und mittags (wie philip) einen zotigen witz zu reissen ...
es reicht, nachmittags zum tee den premierminister zu empfangen und abends zum staatsempfang madame sarkozy keines blickes zu würdigen ("was hat sie, das ich nicht habe?").
ist das nicht arbeit genug? im übrigen: wann bleibt eigentlich noch zeit für die pediküre ... nur mal so in die runde gefragt.
