BIGOTT und ohne hose!
schwule prominente zu "outen" ist gottseidank aus der mode gekommen. es war wirklich schwer erträglich, vor einem jahrzehnt immer neue "enthüllungen" lesen zu müssen, die doch eigentlich überhaupt keinen nachrichtenwert hatten. denn: ob herr x. schwul und frau y. lesbisch ist, interessiert erst einmal nur sie selbst. ich wenigstens konnte mit diesen informationen nie etwas anfangen. sie entlockten mir hochstens ein: "ach, ja?"
im fall von mike rogers liegt das alles ein wenig anders. er führt in den vereinigten staaten ein erfolgreiches blog, das es sich zur aufgabe gemacht hat, schwule politiker immer dann zu "outen", wenn sie sich (heuchlerisch) in der öffentlichkeit als wahre "schwulen-fresser" aufführen.
und davon gibt es wohl eine ganze menge.
schlimm und bigott ist das alles. etwa wenn ein kongressabgeordneter, der vehement gegen die selbstverständlichen rechte von schwulen und lesben schimpfend zu felde zieht, aus einer flughafentoilette gezogen wird, wo er einen mann zum sex aufforderte.
ich weiss, das ist alles ein wenig schmuddelig. aber schwule, die ihre sexualität nicht offen leben, neigen nun einmal zu schmuddeligem sex, also anonymen begegnungen - ob nun in pornokinos oder bahnhofstoiletten.
das blog von mike rogers ist inzwischen von den politikern gefürchtet. keiner weiss, wer der nächste sein wird, der plötzlich ohne hose dasteht.
aber - was ist das auch für eine schizophrenie, in der öffentlichkeit gegen homosexuelle zu hetzen, im privatleben aber insgeheim genau diese neigungen auszuleben? es sind genau diese politiker, die das bild der homosexuellen in der gesellschaft immer wieder und immer noch zu einem zerrbild machen.
