KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

03.05.2008 um 17:42 Uhr

BOAT-PEOPLE sind sie alle!

eine fährverbindung von den kanarischen inseln nach marokko hat lange auf sich warten lassen. warum die spanischen (oder marokkanischen?) behörden so lange zögerten, weiss ich nicht. hatten sie die befürchtung, dass sich illegale emigranten in marokko an bord schleichen könnten?

wir wissen doch, dass die kanarischen inseln zum bevorzugten ziel von afrikanern geworden sind, nachdem die grenzen zu spanien an der mittelmeerküste besonders streng überwacht werden.

über eine fährverbindung von fuerteventura nach dem südmarokkanischen tarfaya wenigstens wurde lange verhandelt und es war keineswegs sicher, dass sie eines tages eingerichtet würde.

inzwischen haben die fähren ihren dienst aufgenommen ... und man hörte bis zum vergangenen freitag nichts besonderes oder spektakuläres von dort. die befürchtungen der behörden waren wohl unbegründet - oder konnten mit strikten überwachungsmassnahmen zerstreut werden.

... bis just am freitag eine fähre beim auslaufen aus tarfaya auf einen felsen schrammte. die passagiere konnten in sicherheit gebracht werden, das schiff versank.

BOAT-PEOPLE VOR MAROKKOS KÜSTE

... deswegen sollten wir aber nicht meinen, dass eine überfahrt in offenen, nusschalen grossen booten ungefährlicher wäre. man hört nur nichts davon, wenn sie auf einen felsen prallen oder auf hoher see leck schlagen und untergehen. in den allermeisten fällen ist auch der marokkanische oder spanische wasserschutz nicht zur stelle, um die in seenot geratenen menschen zu retten ...

am besten ist es nämlich, wenn sie ohne besonderes medieninteresse ganz einfach ertrinken.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenRoland schreibt am 10.05.2008 um 12:29 Uhr:Schiffbruch der Menschlichkeit. Betroffene des Fährunglücks berichten, wie sie von den Behörden im Stich gelassen wurden.

    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,552140,00.html

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