EDEKA wird 100 jahre alt!
kaum zu glauben: 1958 gab es in deutschland noch kaum einen supermarkt. wenn ein geschäft sich aber doch so nannte, dann nur, weil das angebot ein wenig umfangreicher war als das in den kleinen kolonialwarengeschäften.
aber auch der kolonialwarenhandel hatte sich im laufe der jahre verwandelt. das entscheidendste war wohl die gründung der "einkaufszentrale der deutschen kolonialwarenhändler" (EDEKA). auf diese weise konnten die händler preiswerter einkaufen und auch sonst das "know how" einer genossenschaft in anspruch nehmen.
die EDEKA-läden gehörten zum bild in den deutschen städten wie heute ALDI oder LIDL. allerdings wirtschafteten die eigentümer der EDEKA-läden weiterhin auf eigene rechnung, wenn auch unter dem dach einer genossenschaft. das war nicht immer ganz einfach, weil EDEKA auf regionale besonderheiten wenig rücksicht nehmen konnte.
das angebot in bayern musste jedoch in einigen segmenten ein anderes sein als in hamburg oder kiel.
kein kolonialwarenhändler kam deswegen darum herum, weiterhin regionale einkaufsquellen für sich zu nutzen. es wäre fahrlässig gewesen, sich allein auf die dachorganisation mit ihrem (alles in allem) eingeschränkten angebot zu verlassen. der positive effekt: ein - wenigstens zu teilen - individuelles angebot und das ambiente eines persönlich geführten geschäfts.
die einführung von "richtigen" supermärkten mit ihrem prinzip der selbstbedienung entstand ebenfalls aus den reihen der EDEKA heraus. auch führten die genossenschaftlichen kaufleute sogenannte "handelsmarken" ein, die in der quailität den originalmarken nicht unterlegen waren - jedoch preiswerter angeboten werden konnten.
auch das segment der tiefkühlkost fand zuerst eingang in den EDEKA-läden. hier spielte die genossenschaft sogar eine vorreiterrolle.
einen kleinen ausflug in die zeit des kolonialwarenhandels gibt es:
