MAGGI - statt Jocim!
da ist Jocim doch tatsächlich ziemlich kopflos aus seiner küche gerannt. als er in seinem postkasten eine mail vorfand, die ihm bescheinigte, "absolut triviale rezepte" in seinem weblog aufzuschreiben, liess er seinen kochlöffel fallen und verschwand.
na, endlich!
fürwahr: raffiniert war seine küche nie, pfiffig auch nicht - eher bieder und hausbacken.
er sagt zwar immer, dass er einfache rezepte für leute aufschreiben will, die sonst eigentlich nie kochen. damit hat er aber wohl die gourmets und profis verprellt, die zumeist zum verkosten ein restaurant besuchen, um danach ordentlich zu schimpfen.
Jocim sagte noch (bevor er die küche verliess), dass er sich noch gut daran erinnert, wie er einmal das rezept einer mehlschwitze aufschrieb und danach in einem forum des internets nur spott erntete. "wer bereitet heute noch eine pampige mehlschwitze zu?" höhnte es aus dem internet.
ach, ja - und dann soll ich von Jocim noch ausrichten, dass (wenn schon seine küche geschlossen ist), man ja einmal ein stylisches kochstudio besuchen kann. er war so freundlich, die ...
zu hinterlassen - da liest man nun garantiert nichts von pappsigen mehlschwitzen.
die klassische mehlschwitze geht übrigens so (aus Jocims kochrezepten):
die weisse sauce ist universell und unterscheidet sich insofern von den
bratensaucen, weil sie nicht aus einem „fleischfond“ montiert ist. sie passt
zu allen gemüsen - aber auch zu geflügel und fisch.
in einem topf wird reichlich butter zerlassen. wenn sie flüssig ist,
geben wir mehl hinzu und rühren kräftig. es entsteht eine gelbe
paste, die aber keinesfalls braun werden darf. dort hinein giessen wir einen
teil des wassers, in dem wir zuvor das gemüse oder den fisch gedünstet
haben - können aber auch auf einen gemüse- bzw. geflügelfond
zurück greifen, den es inzwischen in jedem supermarkt zu kaufen gibt
- oder nehmen ganz einfach einige teelöffel instantgemüse- oder
fleischsuppe aus der tüte.
im übrigen heisst es: weiter kräftig zu rühren, damit keine klumpen entstehen.
je mehr mehl wir verarbeitet haben,
desto dicker wird die sauce - also müssen wir vielleicht noch mit wasser
verdünnen. anschliessend lassen wir alles aufkochen, damit die sauce
sämig wird und sich der mehlgeschmack verliert.
die sauce hat noch wenig eigengeschmack. deswegen würzen wir sie mit
salz und pfeffer - und geben schliesslich noch ein wenig zitronensaft und
eine prise zucker hinzu. auch geriebener muskat passt hervorragend, wenn wir
die sauce zu einem gemüse servieren wollen.
am ende verfeinern wir die weisse sauce mit süsser sahne, die wir mit
dem schaumbesen hinein rühren.
so eine weisse sauce eignet sich übrigens auch hervorragend zum überbacken
von gemüsen im ofen. dann sollten wir sie aber reichlich mit wasser verdünnen
(das im ofen nach und nach verkocht), auch noch käse (gouda, emmentaler,
parmesan) über das gemüse streuen und alles bei 200 grad so lange
in den ofen stellen, bis die oberfläche goldgelb - also gratiniert -
ist (ca. 40 minuten).
diese weisse sauce können wir im übrigen endlos variieren, indem
wir verschiedene gewürze hinzu geben: paprika, knoblauch, curry ...
... auch kräuter runden die weisse sauce ab: petersilie, dill, minze
... allerdings sollten wir die kräuter - frisch gehackt - immer
erst zum schluss zugeben.
wir können die sauce auch noch mit weisswein oder portwein verfeinern
- je nachdem, für welches gericht wir sie verwenden wollen.
man sieht: so eine weisse sauce ist universell und passt sich jedem gericht
an. wir müssen ihr nur eine bestimmte gewürz-nuance geben. der fantasie
sind dabei überhaupt keine grenzen gesetzt.

... nur heiße Luft
"ist dir schon der gedanke gekommen, dass unsere kinder gar nicht auf der welt wären, wäre ich nicht vor 20 jahren ausgewandert. wie du sicher auch schon sehnsüchtig bemerkt hast, ist unser ältester 8 jahre.."
rolf, Jocim oder wer auch immer zeigt aber "grösse" und schaltet dennoch den perversen kommentar frei.