MAROKKO - ein stöckchen für die untertanen!
so zog der junge könig, mohammed VI., im juli durch tetouan. anlass war der jahrestag seiner thronbesteigung. neben allem prunk, den der hof in rabat entfaltet, zieht er auch die daumenschrauben gegenüber der presse an. jüngst landeten journalisten vor gericht, die sich kritisch mit den plänen des königs auseinandersetzten.
in rabat ist man nervös. die parlamentswahlen im september könnten den islamisten gehörigen zulauf bescheren. deswegen soll jedes kritische wort zum königshaus unterbunden werden.
p.s. es ist übrigens ein unding, die massiv eingeschränkte pressefreiheit in marokko mit dem hinweis abzuwiegeln, auch in deutschland würde die presse gemassregelt. das wird sie nicht - und wenn doch, gehts (wie jüngst) zu gericht. die pressefreiheit ist in deutschland ein hohes gut.
p.p.s. aber man kennt das ja schon: in einem bestimmten forum des internets, das sich mit marokko beschäftigt, werden die probleme des landes stets abgewiegelt, verniedlicht, relativiert und als unwesentlich abgetan.
sogar der hieb eines lineals auf kinderhände wird dort als heilsam und völlig harmlos hingestellt. aber das gehört nicht wirklich hier her.
oder doch?
es reicht, in diesem zusammenhang (s.o.) auf das stöckchen der obrigkeit hinzuweisen.
... harmlos und besonders heilsam ... ach, ja!

Rolf, haben Sie nichts zu tun,außer Marokko durch den Dreck zu ziehen? Ein Land dessen Gastfreundschaft Sie gerne und oft in Anspruch nahmen. Meinen Sie nicht, dass es nichts mit Pressefreiheit zu tun hat, Menschen in Ihrer persönlichen Ehre zu verletzen? Vom Kinderheimskandal zur Majestätsbeleidigung?
Rolf, von einem denkenden Menschen sollte man mehr erwarten können.