PAULA in bremen und paris!
die beziehung zwischen paula becker-modersohn und bremen war über jahrzehnte getrübt. die bilder der um die jahrhundertwende in worpswede arbeitenden künstlerin fielen bei der ersten ausstellung in bremen durch. die bremer mochten sich an den ungewohnten, ja revolutionären malstil paulas nicht gewöhnen.
die künstlerin - sie stammt aus bremen - floh vor der enge und provinzialität ihrer heimat immer wieder nach paris. dort erhoffte sie sich entscheidende impulse für ihre arbeit. das alles wurde ein pendeln zwischen den welten - geriet zu einer art heimatlosigkeit. paula fühlte sich im tiefsten herzen nirgends zugehörig.
unter den nationalsozialisten verschwanden ihre, als entartet bezeichneten bilder auch aus den museen bremens. paula schien vergessen zu sein.
erst langsam setzte der ruhm ein.
als ihre bilder nach 1945 endlich wieder gezeigt werden konnten, erkannte man das ganz und gar "moderne" ihrer malweise und künstlerischen auffassung. jetzt erst wurde ihrem werk jene aufmerksamkeit zuteil, die paula zu lebzeiten vermissen musste.
die bremer kunsthalle widmete der künstlerin jetzt eine ausstellung: PAULA IN PARIS. sie schliesst an diesem wochenende und wurde von 290.000 menschen besucht.
eine wirklich gewaltige resonanz.
paula ist längst in bremen angekommen, wo ihr erbe inzwischen in guten händen ist. schon plant man, den flughafen auf ihren namen zu taufen - paula becker-moderssohn ist zu einer der berühmtesten bremerinnen geworden.
auf meiner homepage habe ich unter dem stichwort "künstler in worpswede" paula ein KAPITEL gewidmet.
