PETITE BONNE!
sprechen wir also von den PETITE BONNE, jenen mädchen, die in marokko im jüngsten alter (zwischen sechs und 10 jahren) von ihren müttern und vätern in reiche familien verkauft werden, wo sie den haushalt versehen müssen, die niederste arbeit tun und regelmässig opfer sexueller übergriffe werden.
marokko hat alle deklarationen unterschrieben, die das thema und die praxis der "kinderarbeit" ächten. aber ausgerechnet bei den PETIT BONNE wird darüber hinweggsehen. das alles geschieht mit billigung des marokkanischen staates.
für die mädchen, die verkauft werden, ist die kindheit zu ende. sie werden auch nie irgendeine schule besuchen. sie sind sklavinnen in den familien und werden hemmungslos ausgebeutet.
dahinter steht die ungeheure armut vieler familien in marokko. sie schaffen es oft einfach nicht, mehrere kinder grosszuziehen. noch dazu bedeutet die geburt eines mädchens in diesen familien immer noch eine katatstrophe, weil sie - anders als die jungen - als alterssicherung ausfallen.
es ist geradezu grotesk, hier und da den einwand zu lesen, dass kinderreiche familien in marokko doch vom staat unterstützt werden. sie werden es nicht - sondern hoffnungslos im stich gelassen.
es haben sich deswegen in marokko einige karitative organistationen zur aufgabe gemacht, die mädchen aus den familien herauszukaufen und ihnen eine vernünftige schulausbildung zu ermöglichen. zurück in ihre ursprünglichen familien können die mädchen nicht, denn sie würden von ihren eltern sofort wieder verkauft werden.
man muss marokko den vorwurf machen, diesen misstand nicht zu beseitigen, sondern zu all dem sehenden auges zu schweigen.
ein land misst sich aber daran, wie es mit seinen schwächsten mitgliedern umgeht.
marokko versagt auf ganzer linie. die hier und da gehörten lippenbekenntnisse ("es muss sich etwas ändern") haben mit der brutalen realität nichts zu tun. es muss endlich eine vernünftige familienwohlfahrt entwickelt werden, die dem missbrauch von kindern einen riegel vorschiebt.

Kaum noch der Erwaehnung wert.
Gibt wirklich dringendere und groessere Probleme als das was schon fast Vergangenheit ist.
Die Schicksale der philippinischen Haushaltshilfen sind dort noch nicht einmal erwähnt.
Lass dich nicht instrumentalisieren durch bestimmte Interessengemeinschaften!
Es wird in Marokko niemand zur Arbeit gezwungen!
Wieviele kennst Du denn? Wahrscheinlich keine einzige!
Da regt ihr euch auf wenn sich junge Frauen prostituieren und schreit "kann man diesen Frauen denn keine andere Arbeit geben damit sie sich nicht mehr verkaufen muessen."
Nun machen da einige andere Arbeiten und dann ist es euch auch nicht recht.
Sooo schlecht wie attraktionsorientierte Medien berichten geht es den rel. wenigen Hausmaedchen auch nicht.
Die ich kenne werden sehr gut behandelt und sie arbeiten gerne dort zumal sie es bei ihren Gastfamilien besser haben als zu hause.
"Es wird in Marokko niemand zur Arbeit gezwungen!" so deine Aussage.Es drängt sich der Verdacht auf, dass DU keine Ahnung vom täglichen Leben in Marokko hast oder wurdest Du mit dem goldenen Löffel im Mund geboren? Das würde natürlich deine Aussage erklären.
Aufgrund meiner "Inlands"Erfahrungen über einen längeren Zeitraum
weiss ich sehr wohl, wie schulpflichtige!!! junge Mädchen im fremden Haushalt ausgenutzt und gedemütigt und dem Schulbesuch ferngehalten werden. Warum wurden denn in den letzten Jahren NOG's gegründet? doch nur, weil dringender Handlungsbedarf gegeben ist. Warum machen sich Ärzte, Sozialarbeiter usw. stark, um Zentren zu gründen und den Mädchen, die noch im Kindesalter sind, ein Zuhause zu geben?
Die von mir genannten Zahlen kannst du in TELQUEL No.207 nachlesen; sie basieren auf Angaben von HRW. (als Marokkaner (?) kennst Du das Akronym).