SARAH WIENER im ramadan!
sarah wiener, köchin aus österreich, die inzwischen die berliner gourmets verwöhnt, war in marrakesch. dort hat sie den ramadan - also den fastenmonat der muslims - erlebt. natürlich interessiert eine köchin weniger die spirituelle seite dieser angelegenheit, sondern vielmehr die kulinarische.
im ramadan dürfen die muslims tagsüber nichts essen und trinken. das ist mit einer gewaltigen selbstdisziplin verbunden - zumal im sommer mit seinen in marokko manchmal unerträglich hohen temperaturen.
nach sonnenuntergang wird dafür umso mehr gegessen. alles, was die marokkanische küche zu bieten hat, kommt auf den tisch. und die marokkaner eilen beim ersten ruf des muezzin nach hause, um im kreis der familie das fasten zu brechen.
die - besonders üppigen - mahlzeiten dauern fast immer bis mitternacht und man muss sich schon wundern, wenn am nächsten morgen - bevor der hahn kräht - schon wieder gefrühstückt wird. das ist aber nötig, denn mit sonnenaufgang heisst es erneut, speise und trank tapfer zu widerstehen.
sarah wiener hat in einer marokkanischen familie gelebt und erzählt von ihren eindrücken. es ist nicht eben neu, was sie berichtet (wie sollte es auch?), aber wirklich hübsch zu lesen.

in indonesien, da wird sich auch sehr an die regeln gehalten. und da sind auch immer irre temperaturen.
respekt habe ich vor jedem, der es schafft die ganze zeit die ramadanregeln einzuhalten. aber auch wenn man es nicht schaffen sollte, der versuch ist schon respektabel.
jens