TUI - es geht um die wurst!
wie umkämpft der markt des massentourismus ist, zeigt schlagartig die nachricht, dass das reiseunternehmen TUI mit dem englischen veranstalter FIRST CHOICE fusionieren will.
hintergrund ist der umsatzeinbruch der TUI im vergangenen jahr, der die gefahr herauf beschwor, ziel einer feindlichen übernahme zu werden. dem wird nun mit der fusion entgegen gearbeitet.
so entstehen über kurz oder lang zwei oder drei europäische grossunternehmen, die das tourismusgeschäft unter sich aufteilen werden. ob das zum nutzen der urlauber ist, sei dahingestellt.
im übrigen ist der englische reisemarkt ganz anderes strukturiert als der deutsche. auch die reiseziele unterscheiden sich erheblich. dort wo engländer urlaub machen, wollen die deutschen nicht hin - und umgekehrt. besonders deutlich ist dies zum beispiel auf mallorca und korfu zu sehen. dort sind die ferienorte entweder fest in englischer oder in deutscher hand.
ganz allgemein ist zu sagen: der urlauber (ob nun deutscher oder engländer) sollte sich langsam vom pauschaltourismus verabschieden und sich besser per internet einen flug und ein hübsches quartier suchen. das alles muss nicht teurer sein als ein pauschaler urlaub "all inclusive".
frau tribbelwein, meine nachbarin, meint allerdings. "auf die wurst zum frühstück verzichte ich auch auf mauritius nicht". ja, liebe frau tribbelwein, dann mal rein in die deutsch-englischen flieger von TUI ...

frau kollegin k. frisch vom urlaub zurück:… und wir haben sofort wieder den bungalow am o.-see gebucht, damit wir nächstes jahr wieder denselben bekommen.
ich: aber frau kollegin k., sie fahren doch schon seit über 10 jahren dorthin, wenn ich mich recht erinnere, wird ihnen dort nicht schon etwas langweilig? möchten sie nicht einmal woanders ihren urlaub verbringen? in italien zum beispiel, das ist ja vom o.-see nicht mehr sehr weit entfernt?
frau kollegin k.: um gottes willen! nie mehr nach italien! wir waren einmal dort und das war schrecklich! diese italiener!
ich: was haben sie gegen italiener?
frau kollegin k.: sie waren schrecklich, sie lärmten bis spät nachts am pool und alle beschwerden unsererseits bei der hotelleitung waren ergebnislos. sie lärmten weiter! aber genau dieselben regten sich fürchterlich auf, wenn wir uns mittags am pool vergnügten, sofort waren einige von ihnen zur stelle und ermahnten uns ruhig zu sein.
der einzige grund, weshalb wir vielleicht noch einmal dorthin fahren würden: im nachbarort gab es einen wirt, der machte einen wunderbaren schweinsbraten mit echt wiener gurkensalat!
ich: liebe frau kollegin k., es muß ja nicht italien sein, was wäre mit griechenland, diese vielen antiken sehenswürdigkeiten? das meer?
frau kollegin k.: ach nein, nach griechenland fahren wir nur, wenn noch jemand von hier mitkommen würde. denn die haben dort kein deutschsprachiges fernsehprogramm, und was sollen wir sonst dort den ganzen langen tag machen, wenn wir nicht mal jemanden zum plaudern hätten?
überwältigt von frau kollegin k.s weitblick zog ich mich mit meinem kaffee in mein zimmer zurück. ich kam dann zu dem schluß, sie auf frau travnicek umzubenennen, in der hoffnung, daß sie vielleicht mal herrn travnicek kennenlernt.
herr travnicek:
http://www.geocities.com/dspichtinger/fun/Travnicek.html