KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

17.05.2008 um 22:09 Uhr

WAISENKINDER der weltgeschichte!

ob deutschland ein "einwanderungsland" ist, weiss ich nicht. allerdings ist deutschland bei einem schwund der arbeitsfähigen bevölkerung dringend darauf angewiesen, dass auch ausländer bei uns eine heimat finden.

das ist sehr egoistisch - entspricht aber dem politischen kalkül. es gibt keinen anderen grund, deutschland zu einem einwanderungsland zu machen.

allerdings wird die einwanderung nach deutschland inzwischen sehr restriktiv gehandhabt, wodurch die zahl der "migranten" gesunken ist.

es geht ja immer um den spagat:

einerseits menschen nach deutschland zu holen, die auf grund ihres wissens, ihrer vorbildung und ausbildung hier nicht nur karriere machen können, sondern auch das soziale system mit ihren steuerzahlungen stabilieren -

und anderserseits:

nicht menschen, die ohne jegliche ausbildung nun einmal da sind, durchfüttern zu müssen.

jedes land der welt muss jedoch froh sein, wenn es gut ausgebildete menschen - gleich, woher sie kommen - an sich binden kann.

den westlichen industriestaaten mit ihren oben beschriebenen problemen stehen allerdings konflikte ins haus. dabei handelt es sich um menschen, die - ohne jegliche ausbildung - einen aufenthalt erzwingen wollen.

man könnte natürlich die fürsorgepflicht der westlichen industriestaaten globalisieren und daran erinnern, dass sie die länder, aus denen jetzt die menschen zu ihnen kommen, einst kolonialisierten.

aber - auch der der begriff der "kolonialisierung" ist eine seltsam stumpfe keule geworden. wir müssen uns nur die afrikanischen länder ansehen, in die nach abzug der europäer ungeheure mengen von geldern geflossen sind und die es dennoch nicht fertig gebracht haben, ein einigermassen funktionierendes wirtschaftssystem zu errichten.

das geld verschwand in privaten taschen!

mitleid und fürsorge? - fehlanzeige.

die westlichen industriestaaten sehen vielmehr voller staunen auf den immensen reichtum einiger arabischer staaten. es stimmt, dass der amerikanische präsident inzwischen als bittsteller nach saudi-arabien kommt. sein wunsch, dass mehr öl gefördert wird, bleibt allerdings unbeantwortet.

selbstverständlich hat die arabische welt - wenn sie sich denn irgendwann wirklich als globaler partner definieren würde - die kraft, hunger und armut zu bekämpfen ...

wodurch der druck der menschen aus afrika - zumindest des muslimischen teils - auf die westlichen staaten bestimmt geringer würde.

was ist eigentlich aus den grossen zielen eines allumfassenden arabischen staates geworden? den engländern wollte man genau dies abtrotzen.

und heute?

jeder arbeitet in seine eigene tasche ... und wer nichts abbekommt, setzt sich in ein boot und fährt über den atlantik ... um eine bessere welt zu erreichen oder unterzugehen.

sie sind alle willkommen. aber eines muss ein für allemal klar sein:

ihre heimat, aus der sie kommen, hat sie im stich gelassen und ganz einfach vergessen. sie sind verstossene kinder, denen eine neue heimat vielleicht einen elementaren schutz bietet ...

aber darüber hinaus wohl auch nicht viel mehr!

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenRachida schreibt am 18.05.2008 um 16:59 Uhr:Meine Heimat hat mich nicht im Stich gelassen, sondern das raffgierige, despotische System.
    Auch in meiner Heimat Marokko denken die Reichen nur an sich. Was im Koran steht wissen sie, aber kümmern sich nicht darum.

    Ich denke, die westliche Welt hat durchaus recht. Kein Staat der Welt kann Ausländer, die nicht zum Wirtschaftswachstum beitragen, alimentieren.

    Wenn du dich als Deutscher in Marokko niederlassen willst, musst du Geld vorweisen können. Hast du kein Geld mehr, wirst du gnadenlos in deine Heimat abgeschoben.

    Die westliche Welt müsste Hilfsgelder in armen Ländern direkt an die Bevölkerung verteilen und nicht an die (eh schon steinreichen) Landesdespoten geben.
  2. zitierenAdolf schreibt am 18.05.2008 um 17:50 Uhr:Von mir aus sollte jeder Mensch dort leben können, wo es ihm gefällt.
    Allerdings muss er sein Leben mit eigenem Einkommen bestreiten.
  3. zitierenRoland schreibt am 19.05.2008 um 15:32 Uhr:Strom aus Nordafrika. Kleiner Bericht über wirtschaftliche Perspektiven dort.
    Ob es in Afrika immer die allerärmsten sind, die welche es am bittersten nötig hätten, das scheinbar rettende Boot zu erreichen, wage ich zu bezweifeln.

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hiwi/646046/

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