astern - mein lieblingsgedicht!
Astern - schwelende Tage,
alte Beschwörung, Bann, Die
Götter halten die Waage eine
zögernde Stunde an.
Noch einmal die goldenen Herden, der
Himmel, das Licht, der Flor. Was
brütet das alte Werden unter den
sterbenden Flügeln vor?
Noch einmal das Ersehnte, den
Rausch, der Rosen du - der Sommer
stand und lehnte und sah den
Schwalben zu,
noch einmal ein Vermuten, wo längst
Gewissheit wacht: die Schwalben
streifen die Fluten und trinken Fahrt
und Nacht.
(Gottfried Beim: Astern 1935)
