aus der werkstatt ...
frau elke faust wirft mir vor, ihre erlebnisse in marokko, die sie im marokko-forum aufgeschrieben hat, missbraucht und daraus eine satirisch ironische geschichte gemacht zu haben. gemeint ist "SMS AUS MARRAKESCH - OH, DIESE KAKERLAKEN".
ich habe in der tat ihre schilderungen zum anlass genommen, eine geschichte zu schreiben. allerdings weist nichts darauf hin, dass die personen in meiner geschichte etwas mit frau faust zu tun haben könnten. die geschichte ist frei erfunden, bedient sich aber einiger schilderungen von frau faust (kakerlaken).
es ist so, als ob man eine zeitungsnotiz liest - die einem den einfall für eine geschichte liefert. nicht mehr und nicht weniger.
warum sich aber frau faust wegen dieser geschichte diffamiert und beleidigt fühlt, kann ich nicht nachvollziehen. woher soll ich den stoff für meine geschichten sonst hernehmen, wenn nicht aus der realität - also aus eigenen erfahrungen, gesprächen mit anderen, aus schilderungen im internet, aus zeitungsartikeln etc.?
das ist nicht nur legitim, sondern notwendig. anders würde eine geschichte überhaupt nicht funktionieren und glaubwürdig sein.
ich will nicht so vermessen sein, mich mit thomas mann zu vergleichen. aber nachdem sein roman "buddenbrooks" erschienen war, ging ein aufschrei durch lübeck. einige meinten, sich im roman wieder erkannt zu haben. sie wollten thomas mann wegen beleidigung verklagen.
ich frage mal: spricht das für - oder gegen den roman? heute ist dies nur noch eine lächerliche anekdote. und vielleicht wird ja auch elissa bald zur anekdote - immer wieder gern erzählt, immer wieder gern belacht!
