beim doktor - der FRÜHLING und ich!
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
halt, stopp. so schnell geht das nicht. mein gott, wir haben mitte februar. weit und breit kein anzeichen von frühling ... also bitte!
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land
was soll denn das? ich rieche überhaupt nichts. sollte ich etwas riechen ... was denn?
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen
nun, das mag sein. sie werden "balde" kommen ... balde ... wann ist das? gedichte haben immer soetwas "ungefähres". keine handfeste information, nur immer "ahnungen" und "gefühle" ...
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
ich höre nix. ich habe schon nichts gerochen ... und nun stelle ich meine ohren spitz ... und höre ... nix!
Frühling, ja du bist's!
wie denn - wo denn - was denn? wo isser denn? könnte mir mal jemand sagen, wo er anzutreffen ist. ich würde ihm auch gern "guten tag" sagen ...
Dich hab ich vernommen!
aha! also nur ich, der ihn nicht riecht und hört. mein pech. ich gehe jetzt zum arzt. danach werde ich weitersehen. vielleicht sitzt der frühling ja auch im wartezimmer. so wird es sein ... er möchte und darf nicht.
und nun sitzen wir halt beim doktor ... der frühling und ich!
