das elend, sich gegen worte, gesten und blicke zu wehren!
parsua bashi ist eine junge iranerin, die in persien zu hause war, heute aber in der schweiz lebt. sie hat ein buch geschrieben, aus dem wir auszüge im internet lesen können. ein kapitel schildert den täglichen horror einer jungen frau im iran. die männliche gesellschaft, in der sie sich bewegen muss, erscheint auf neurotische weise sexualisiert. übergriffe und anzüglichkeiten - der ganz "normale" wahnsinn - sind alltäglich.
ich glaube frau bashi aufs wort, wenn sie von ihren irrsinnigen erfahrungen erzählt. und sie erzählt nur den ablauf eines einzigen tages.
ich frage mich: wenn schon eine iranerin in ihrem eigenen land alltäglich von worten, gesten und blicken besudelt wird - wie soll es dann erst einer europäischen touristin in jenen ländern ergehen?
(wobei mir scheint, dass der iran nur "pars pro toto" steht).
es lohnt, den text von frau bashi zu lesen. er wird womöglich einigen die augen öffnen - über die selbstgefällige haltung von männern, ihre plumpen annäherungsversuche, ihre anzügliche sprache, ihre stupide frechheit ...
das ist aber nur der ganz gewöhnliche alltag. wer das obszöne spiel in jenen ländern - denn es ist ein "spiel" - falsch versteht, hat schon verloren ...
wir mögen das alles von mir aus missbilligen. das ändert aber nichts.
