KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

25.08.2007 um 23:34 Uhr

der depressive KONTRAPUNKT!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

ich sage, wie es ist: ich hatte regelrecht angst vor seiner musik. diese musik war für mich - damals, in den 70er jahren - der absolute kontrapunkt zur hippy-flippy-aufbruchstimmung. freunden, die diese musik (mehr als alles andere) hörten, hätte ich am liebsten zugerufen: das gesicht doch einmal aus dem fenster und in die sonne zu halten.

freunde, so schlimm ist es doch gar nicht!

draussen schien die sonne - aber drinnen sassen ein paar leute auf schmuddeligen matratzen, rauchten ihren joint und hörten genau diese musik.

... und die ist einfach gruselig - wenn die sonne scheint.

es kann aber sein, dass in jenen jahren eine seltsame melancholie herrschte - und wenn ich es recht bedenke: damals die zeit reif für eine veritable depression war. nur - mit dem ganzen "flower-power" wurde genau diese verzweiflung - tag um tag - ein wenig weiter hinaus geschoben.

wenn ich also ehrlich bin - besonders glücklich waren wir damals nicht.

WARUM AUCH?

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenManuela schreibt am 25.08.2007 um 23:52 Uhr:Doch, glücklich waren wir auch; selbst wenn das Beispiel Leonard Cohen weder damals noch heute den Eindruck bestätigen mag. Sogar er hat bei aller tristesse, die er so wunderbar melodisch, smooth und nölig dahersingt, ein erfülltes Dasein voller freudvoller Momente gelebt. Dessen bin jedenfalls ich mir absolut sicher. Und dieses *Chelsea Hotel* ist natürlich besonders deswegen so traurig, weil es von einer Liebesnacht mit einer Verstorbenen handelt. Und die hieß Janis Joplin.
  2. zitierenManuela schreibt am 26.08.2007 um 00:08 Uhr:Was mir kürzlich noch auffiel (wahrscheinlich bin ich nicht die erste): fast alle dieser jung dahingeschiedenen Musiker waren 27 Jahre alt; die mit Vornamen auf 'j' lautenden Janis Joplin, Jim Morrison und Jimi Hendrix. Außerdem noch: Kurt Cobain und eine nicht in diese Kategorie passende, aber ebenfalls mysteriös ums Leben gekommene Sängerin namens Alexandra. Dafür hat es Michael Hutchence immerhin bis auf 37 Jahre gebracht.

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