der islam - eine gesellschaftliche klammer?
es geht einfach nicht, eine religion als klammer zu bezeichnen, die eine gesellschaft zusammen hält. wo der islam diese funktion hat, herrscht ein rigides, konservatives system - siehe saudi arabien oder der iran.
eine gesellschaft muss sich nach anderen werten ausrichten, wobei die religion durchaus ihren platz haben kann. die europäischen menschenrechte, erwachsen aus der aufklärung, haben ganz bestimmt christliche elemente in sich aufgenommen. das christentum selbst aber wäre kaum imstande gewesen, universelle menschenrechte zu verwirklichen.
religion ist immer auch partei!
gerade das gilt es zu überwinden. gesellschaften, die meinen, dass nur eine religion die menschen an den staat binden kann, befinden sich auf einem irrweg. sie können nichts anderes tun, als auszugrenzen.
sie grenzen aus - anstatt zu integrieren. diese gesellschaften laufen gefahr zu erstarren, weil sie ihren anspruch absolut setzen.
es geht um etwas ganz anderes: nämlich den staat - und damit seine gesellschaft - von der religion zu trennen. religion kann immer nur die private angelegenheit des einzelnen sein. sie kann nicht richtschnur eines ganzen kollektivs werden. das schafft ungerechtigkeiten, verwerfungen und führt am ende zur zerreissprobe.
unter diesem gesichtspunkt sollte man die initiative lesen:
