der marokkanische könig und die ROSINEN!
wer sich den themen und problemen marokkos annimmt, sollte zuerst einmal dieses tun: sich nicht voreilig und ohne jeden grund beim marokkanischen königshaus entschuldigen. wer kritik an marokko übt, wird nicht umhin kommen, am könig kritik zu üben - ist es doch der könig, der immer noch autokratisch und mit grösster machtfülle sein land regiert.
ein unverstellter, freier, durch nichts getrübter blick auf die situation marokkos ist gar nicht möglich, wenn parallel dazu das schielen aufs königshaus stattfindet.
- habe ich das nun auch richtig formuliert?
- habe ich womöglich gegen die prinzipien des könisghauses verstossen?
- könnte ich den könig gar beleidigt haben?
ja, jede kritik an den verhältnissen in marokko bedeutet, kritik am könig zu üben - das liegt am system, so wie es in marokko funktionieren soll.
weil der könig von seiner machtfülle nichts abgibt, auf väterlich-autokratische weise sein land regiert und jederzeit seine verantwortung betont, muss jede kritik zwangsläufig ihm gelten.
es geht nicht, dass der könig vorgibt, auch noch den letzten zipfel seines landes zu kontrollieren, andererseits aber allergisch reagiert, wenn man ihm vorwirft, dass dort willkür und korruption herrschen.
entweder ist er verantwortlich - oder er ist es nicht. er kann natürlich die rosinen für sich beanspruchen (tut er ja auch) und den dreck anderen zuschieben.
er könnte das zum beispiel auch in einer monarchie tun, die den universellen politischen anspruch aufgibt und sich auf staatspolitische und repräsentative aufgaben zurückzieht.
nur - was ist dann mit den rosinen ... vielmehr aber noch mit dem ... dreck? wird es eine regierung akzeptieren, dass ihr lauter dreck zugeschoben wird, derweil ihr könig an den rosinen knabbert?
wohl kaum!

Glaubt ihr nicht? Ein Joint und der Tag ist mein Freund.
Gesponsort und geduldet von unserem tollen König.
Solange ich immer ausreichend Haschisch habe und rauchen kann, finde ich alles toll.