des einen freude - des anderen WUT!
... natürlich - man darf nicht alles zusammen werfen: die prosperität des nordens von marokko und die bittere armut der südens. man sollte auch das eine nicht mit dem hinweis auf das andere klein reden. es gibt regionen in marokko (wie überall auf der welt), die sich schneller als andere entwickeln - weil sie ein unschätzbares potential haben.
in TANGER ist es die nähe zu europa und zum am meisten befahrenen seeweg der welt - die strasse von gibraltar.
dort wird zur zeit der grösste hafen marokkos gebaut - mit geldern aus marokko und dem ausland.
das mag eine erfolgsgeschichte werden. ich kann es nicht beurteilen. dennoch meine ich, dass zu dem einen, was zu berichten ist, auch immer das andere gehört, über das nicht geschwiegen werden darf.
es wird doch wohl möglich sein, finanzielle ressourcen, die in TANGER zur zeit wohl im überfluiss bereit stehen, auch anderen landesteilen zu gute kommen zu lassen. es kann doch nicht sein, das augenmerk allein auf die wirtschaftlich vorherrschenden interessen zu lenken und die sozialen verwerfungen zu ignorieren.
es darf nicht sein, dass marokkaner zum beispiel in SIDI IFNI keine arbeit finden ... im selben atemzug aber davon gesprochen wird, wie billig die arbeitskraft in TANGER ist. man kann doch wohl in der berichterstattung über marokko ein wenig mehr tiefenschärfe erwarten.
aber nein ...
es wird nur APPLAUDIERT!

Aber wenn die zukünftigen Hafenarbeiter im MED1 tatsächlich 300 Euro = 3459.78 Marokkanischer Dirham pro Monat bekämen, so würden sie für marokkanische Verhältnisse fürstlich verdienen! Der marokkanische SMIC (Mindestlohn) liegt unter 2000Dh, und selbst den verdient kaum jemand.
Vielleicht bauen sie ja MED2 nach Ifni, was ich allerdings bezweifle.
Die Marokkaner müßen aufwachen & den General-Aufstand übers ganze Land proben...und nicht nur diskutieren & von Europa träumen!