KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

07.06.2008 um 20:53 Uhr

die GTZ und einige wortgirlanden!

es muss von einem kauderwelsch gesprochen werden - von einem rundbrief, der so abstrus ist, dass wahrscheinlich nicht nur ich aus ihm nicht schlau werde. weil DER MANN, der diesen rundbrief verfasste, sich als mitarbeiter der GTZ (gesellschaft für technische zusammenarbeit) vorstellt, muss man davon ausgehen, dass das ganze einen seriösen hintergrund hat.

ich gehe nicht davon aus, dass er den namen der GTZ nur dazu benutzt, um sein eigenes netzwerk in marokko aufzubauen (stichwort: fördergelder!). die GTZ wird ihn schon dorthin geschickt haben, wo hilfe notwendig ist.

eine mail:

sehr geehrte damen und herren, ich wäre ich ihnen sehr dankbar, wenn sie mir bestätigen würden, dass herr torsten striepke offizieller mitarbeiter der GTZ ist und in dieser funktion von ihnen nach marokko geschickt wurde, um dort das projekt REGION ORIENTAL verantwortlich und federführend zu begleiten. vielen dank.

mir erschliesst sich der sinn dieses aufrufs auch nach mehrmaligem lesen nicht. man wird mir gewiss zustimmen, dass selbst das einmalige lesen eine zumutung ist. ich verstehe auch überhaupt nicht, was es mit der REGION ORIENTAL (schicke homepage!) auf sich hat. aber - da bin wahrscheinlich nur ich ein wenig unterbelichtet.

sollen also marokkaner, die in deutschland arbeiten (wenn sie denn arbeit haben), ihr geld in marokko investieren?

welches geld ...?

die allermeisten schicken doch schon jetzt den grössten teil ihres gehalts nach marokko, um dort ihre familie durchzubringen.

wenn also der moderator eines forums im internet einen solchen aufruf veröffentlicht, wäre doch zu erwarten, dass er einige erläuternde worte dazu sagt. aber es kann ja sein, dass er selbst so sehr mit den investitionen der REGION ORIENTAL beschäftigt ist, dass er gar nicht bemerkt, dass hier dringend erklärungsbedarf besteht.

man mag ja schon gar nicht mehr hinschauen ... weil man stets den verdacht hat, dass immobilien, der im- und export ... also das mitunter lukrative deutsch-marokkanische geschäft im vordergrund des engagements stehen ...

... was sich dann treulich mit dem feigenblatt eines informations- und diskussionsforums schmückt.

hier ist der rundbrief:

Rundbrief an marokkanische Assoziationen in Deutschland,
insbesondere an solche mit Mitgliedern aus der Region Oriental
und an solche, die dort investieren möchten

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen das Projekt "Schaffung eines günstigen Umfeldes zur Mobilisierung von Investitionen in der Region Oriental" der Europäischen Union und der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) vorstellen, das in Kürze in Zusammenarbeit mit der staatlichen "Entwicklungsagentur Oriental" ("Agence de Développement Economique et Social des Provinces et Préfectures de l'Oriental ») seine Arbeit aufnehmen wird.

Das auf drei Jahre (Juni 2008 - Mai 2011) geplante Projekt hat folgendes Ziel: "Die Region Oriental bietet ein günstiges Umfeld, um das Potential der Diaspora zu mobilisieren". Zur Zielerreichung ist eine enge Zusammenarbeit mit der marokkanischen Diaspora in Deutschland und anderen Ländern der EU geplant.

Das Projekt richtet sich besonders an Angehörige der marokkanischen Diaspora, die ursprünglich aus der Region Oriental stammen und dort gerne ihr Geld anlegen oder ihr Wissen einbringen möchten; es ist ferner von Interesse für alle, die unabhängig von ihrer Herkunft, die wirtschaftlich aufstrebenden Sektoren der Region Oriental unterstützen möchten.

In einer allerersten Phase geht es um den Aufbau eines Informationsnetzes mit jenen marokkanischen Assoziationen und Privatleuten, die sich für regelmäßige wirtschaftliche Information aus dem Oriental interessieren. Wir streben an, Infos zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu interessanten Sektoren (wie z.B. Tourismus, verarbeitendes Gewerbe, Landwirtschaft) und zu einzelnen Investitionsprojekten zu geben. Es ist auch geplant, eine Internet-gestützte Informationsbörse einzurichten, wo Privatunternehmer, Nichtregierungsorganisationen und Assoziationen aus dem Oriental ihren Unterstützungsbedarf anmelden und potentielle Investoren aus den Ländern der EU (d.h. Leute wie Sie!) ihr Investitionsinteresse (Sektoren, Regionen) darlegen können, so dass sich mit Projektunterstützung Angebot und Nachfrage treffen.

Wir möchten gerne von Ihnen wissen, wie wir die marokkanische Diaspora und individuelle Unternehmer in Deutschland mit diesem Projekt am besten unterstützen können. Wir sind hierbei auf Ihre Unterstützung angewiesen. In erster Linie geht es um Projekte im Bereich der Produktion (Landwirtschaft, Handwerk, Kleinindustrie) und der Dienstleistungen (Tourismus, Beratung, Ausbildung, etc.). Wie Sie vielleicht wissen, hat die marokkanische Regierung derzeit ein großes Unterstützungsprogramm für die Region Oriental aufgelegt (siehe auch http://www.orientalinvest.ma <http://www.orientalinvest.ma/> in französischer Sprache), das große Auswirkungen auf zukünftige Investitionen und Unterstützungen des Privatsektors aus dem Ausland nach sich ziehen wird.

Das "Maroc Forum", das vom 8. - 11. Mai 2008 in Offenbach stattgefunden hatte, zeigte einen regen Zuspruch der marokkanischen Diaspora in Deutschland. Ich hatte Gelegenheit, mit einer Reihe von an Investitionen interessierten Leute zu sprechen und deren Anschriften bzw. Emailadressen zu notieren.

Dieses Rundschreiben ist der Anfang eines längeren Prozesses der Zusammenarbeit. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Informationen Ihren Mitgliedern zugänglich machen würden. Wenn Sie als Assoziation oder wenn einzelne Ihrer Mitglieder individuell an einer Zusammenarbeit interessiert sind, so würden wir uns über eine Rückmeldung an torsten.striepke@gtz.de <mailto:torsten.striepke@gtz.de> freuen, so dass wir Ihre Emailadressen in unseren Verteiler aufnehmen und Sie regelmäßig (geplant: monatlich) mit neuesten Informationen versorgen können.

Das Projekt wird im Juni mit dem Aufbau der Projektstruktur beginnen. Ich plane monatliche Informationsschreiben per Email an alle, die in den Verteiler aufgenommen wurden. Darüber hinaus werden wir Treffen in Oriental veranstalten, wo Mitglieder der Diaspora sich austauschen und Ratschläge zur Verbesserung ihrer Berücksichtigung bei den zuständigen Institutionen und Behörden machen können. Letztlich geht es dem Projekt darum, IHNEN mehr Gehör und Zugang zu verschaffen, damit Sie IHR Know-how und IHR Geld gewinnbringend für sich selbst und für die Region (Wirtschaftszuwachs, Arbeitsplätze) einbringen können.

Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie diese Information an Ihre Mitglieder bzw. auf Ihrer Website veröffentlichen könnten, damit interessierte Leute sich bei mir melden und unter der o.g. Emailadresse registrieren lassen können. Mit dieser Registrierung ist keinerlei Verpflichtung verbunden; Sie erhalten lediglich die regelmäßigen Informationen. Sowie unser Büro in Oujda eingerichtet ist, stehen wir Ihnen auch dort als Anlauf- und Informationsstelle zur Verfügung. Wir möchten Sie von Anfang des Projektes in den Informationsfluss einbinden; bis zur Eröffnung des Büros (geplant für Juli 2008) kann nur meine Emailadresse als Kontakt dienen.

Herzliche Grüße

torsten striepke
GTZ MA

Deutsche Gesellschaft fuer Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH; Sitz der Gesellschaft/Registered Office Eschborn/Taunus, Germany; Registergericht/Registered at Amtsgericht Frankfurt am Main, Germany; Eintragungs-Nr./Registration no. HRB 12394; Vorsitzender des Aufsichtsrates/Chairman of the Supervisory Board: Erich Stather, State Secretary; Geschaeftsfuehrer/Managing Directors: Dr. Bernd Eisenblaetter, Wolfgang Schmitt

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenSynergieDerBerberaffen schreibt am 08.06.2008 um 00:39 Uhr:Willkommen in Marokko.

    http://www.wz-newsline.de/?redid=179612

    http://www.zeit.de/2008/10/Marrakesch

    http://got orio.squarespace.com/start/2007/11/16/das-wunder-von-marrakesch-der-platz-der-gaukler.html
  2. zitierenAdolf schreibt am 08.06.2008 um 13:40 Uhr:Sollte sich dieser Striepke doch an den marokk. Despoten & seine Vasallen wenden...da ist mehr als genug Geld vorhanden!
    Hoffentlich wachen die Marokkaner bald auf & bringen das heutige Unrechtsregime zu Fall! Aber leider sind die meisten einfach nur träge Maulhelden, die lieber die Zeit vertreichen lassen und ihr Schicksal nicht in die eigene Hand nehmen wollen.

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