die liebenden von goundafa!
christine daure-serfaty hat ein faszinierendes buch geschrieben. die geschichte, die sie erzählt, spielt sich in marokko - im tal goundafa im schatten des hohen atlas und unweit von asni - ab.
es ist eine geschichte des erinnerns. sie reicht deswegen weit in die französische kolonialzeit zurück.
wir werden zeugen tödlicher verstrickungen, verzweifelter liebe, unerfüllter träume, von schuld, magie und versagen. das alles spielt vor der grandiosen kulisse des hohen atlas, mit seinen schneebedeckten bergen, tiefen tälern und einsamen dörfern.
christine daure-serfaty verdichtet ihren nicht eben umfangreichen roman im laufe des erzählens immer mehr - am seinem ende steht eine grosse, seltsame ratlosigkeit. die erkenntnisse ihrer gestalten sind genau so schroff und ohne trost wie die nackte felsenlandschaft am fusse des hohen atlas.
alles kontrastiert immer wieder mit den blühenden gärten marokkos. nur die menschen, denen das glück vergönnt ist, sich solche oasen in einer staubig-heissen welt zu schaffen, können am ende auf eine wie auch immer geartete erlösung hoffen.
kein grosser roman - aber einer, den wir fasziniert lesen werden!
