KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

19.09.2007 um 17:19 Uhr

die macht der MEDIEN im islam!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

FATIMA MERNISSI lehrt soziologie an der universität rabat in marokko. jetzt gab sie der TAZ ein interview, in dem sie sich zu den jüngsten wahlen in marokko äussert - vor allem aber auch über die alles verändernde macht der medien in nordafrika und im nahen osten spricht.

sowohl das über satellit zu empfangene fensehen, als auch das internet - so ihr statement - verändern die einstellungen und haltungen der islamischen gesellschaft auf tiefgreifende weise.

vor allem der orthodoxe islamismus wird in den islamischen ländern bei weitem nicht so ernst genommen, wie es der westen vielleicht denkt. eine kritische und informierte öffentlichkeit immunisiert sich aber nicht nur gegen falsche einflüsterungen, sondern auch gegen undemokratische und autokratische machtausübung der herrschenden.

dieser wille zum aufbruch in die moderne ist bei manchen verknöcherten despoten nur noch nicht angekommen. sie sehen sich allerdings mehr und mehr der kritik ausgesetzt, die sich oft als schroffe ablehnung artikuliert.

wenn auch das nationale fernsehen und die presse der länder unter staatlichem kuratell stehen - so gibt es längst andere informationsquellen, denen viel mehr gehör geschenkt und glaubwürdigkeit attestiert wird.

das internet mag manchmal ein fluch sein - für die islamischen gesellschaften (und nicht nur die) ist es eine quelle zur emanzipation.

FATIMA MERNISSI

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenTobi schreibt am 20.09.2007 um 00:33 Uhr:Was Fr. Mernissi da von sich gibt ist absolutes Wunschdenken und fern jeglicher Realität.
    Der Islam bedeutet Solidarität?
    Der marokk. König braucht einen Religionsminister?
    Die Jugend ist gut informiert?
    Man betrachte sich mal die 'Solidarität' zwischen Arm und Reich in Marokko, absolut paradox!
    Der Islam braucht weder Minister noch sonstige 'Gesandte'!
    Die Jugend kennt MSN, Ballerspiele und sonstigen Konsummüll, aber bilden tun sich die wenigsten am PC.
    Und die "böse" Weltbank ermahnt den marokk. König, weniger für Schulen und Krankenhäuser auszugeben?
    Ja bitte, geht's denn noch verlogener?
    Dieser "Reformer"-König besitzt über 800 Luxusautos zum alleinigen privaten Vergnügen, während alte und gebrechliche Marokkaner/innen kein Geld für medizinische Behandlung bzw. Medikamente haben und diese in Cafés erbetteln müssen!
    In Marokko gehört lügen von Kindesbeinen an dazu, und wer ehrlich ist, wird geächtet.
    Soviel zum Thema Islam gleich Solidarität!

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