KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

10.10.2008 um 10:28 Uhr

die schützende hand des SULTANS!

die allermeisten juden gelangten im windschatten der araber nach marokko - damals, als die mauren spanien für immer verlassen mussten. die christen duldeten die juden nicht. und wenn auch die araber hohe steuern von den juden verlangten, so war es doch besser, in marokko unter den alten herren ein neues leben zu beginnen, als in spanien unter der willkür der christen zu leiden.

330.000 juden lebten einst in marokko. die mellah in marrakech - aber auch die in fes - erinnert daran. alle sultane wiederholten das versprechen, ihre schützende hand über die juden zu halten. dennoch war deren los nicht eben einfach. sie gehörten in der regel zu den ärmsten der armen. sie waren gelitten - nicht mehr.

heute leben nur noch rund 3.500 juden in marokko. die allermeisten sind ausgewandert - nicht aber (wie man denken sollte) nach israel, sondern nach amerika. 

viele von ihnen machen sich auf den weg, um nach spuren ihrer identität zu suchen. davon erzählt dieser

REISEBERICHT

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenargazarrumi schreibt am 10.10.2008 um 11:13 Uhr:Die Zahl von 3.500 in MA lebenden Juden scheint mir zu niedrig zu sein. Nach meinen Informationen sind es über 20.000.
    Marokkanische Juden haben durchaus politischen Einfluss: der Hauptberater von M6 ist...Jude, Andre Azoulay, es gab schon jüdische Minister, Gouverneure, der OB von Essaouira (war) ist Jude.
    Die Haltung des Staates ist wohlwollend neutral, die von Teilen der Bevölkerung hingegen nicht. Dies liegt an den galoppierenden islamistischen Tendenzen, leider selbstverschuldet.
  2. zitierenGast schreibt am 10.10.2008 um 22:58 Uhr:Simon Levy, seines Zeichens Vorsitzender der marokk.-jüdischen Gemeinschaft sprach im Jahr 2001 von 5.700 verbliebenden Juden in Marokko.
    Simon Levy wurde 1997 mit 86 % der Stimmen in den Stadtrat von Agadir gewählt und ist eine Symbolfibur der friedlichen Cohabitation.

    Nicht nur die Mellah in Fes, Marrakech oder Tetouan erinnern an die jüdische Vergangenheit; nicht zu vergessen sind Safí, Sefrou (mehr als die Hälfte der Bevölkerung war jüdisch) oder Essaouira (ex Mogador)mit mehr als 40 % jüdischer Bewohner in den späten 1880. Noch heute kann man in Essaouira über einer Pharmacie "Mellah" lesen.

    Hassan II. organisierte 1999 das erste Welttreffen der MA-Juden in Marrakech. War es ein Erfolg? Ich weiss es nicht. Fest steht, dass in den letzten Jahren vermehrt ex-marokkanische-jüdische Bürger aus ihrer neuen Wahlheimat nach Marokko kommen, um ihren Urlaub zu verbringen, back to the roots.

    Im Oktober 2000 versuchen zwei arabische marokkanische Jugendliche, in Tanger eine Synagoge zu schänden. König Mohammed VI. erklärt in einer Fernsehansprache, vom 6. November 2000, daß die Regierung die Mißhandlung marokkanischer Juden nicht zulassen werde.

    Aber das Attentat in Casablanca im Mai 2003 (das auch jüdische
    Einrichtungen beschädigte) ist kein Anzeichen für einen moderaten Islamismus.
    Und bei den Wahlen in 2003 gehen die "Bartträger" (PJD) als 2. stärkste Partei hervor!
  3. zitierenGast schreibt am 11.10.2008 um 19:33 Uhr:Der im Reisebericht abgebildete Bahia-Palast ist in Marrakech und nicht in Fes, wie angegeben.

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