ein X für ein U!
heute morgen wurde ich auf dem weg zum geschäft von RADIO BREMEN aufgehalten. sie hatten ein kleines rednerpult aufgestellt und baten mich, meine assoziationen zu einem sprichwort in die kamera zu sprechen. da es nicht lange dauern sollte, willigte ich ein.
"was verstehen sie unter der redewendung "jemand ein X für ein U vormachen" - woher kommt diese redensart"
oh, backe! ich tippte auf das griechische alphabet, dass also die buchstaben X und U ähnlich aussehen. im übrigen sei der sinn der redewendung ja klar: man will jemand hinters licht führen, ihm also eine lüge als wahr verkaufen.
daneben getippt!
als ich mein verslein in die kamera gesprochen hatte, klärte man mich auf. das U schreibt sich im lateinischen wie ein V. wenn jemand einen schuldschein erhielt, musste er dem V nur die unterstriche zufügen - und schon war aus dem V ein X geworden. klar: jemandem fünf (lateinisch V.) goldstücke zu schulden, ist allemal besser als zehn (lateinisch: X.).
nun werde ich mir das ganze heute abend mal im fernsehen anschauen. irgendwie lag ich mit dem griechischen alphabet ja fast richtig ...
aber ""fast" ist leider auch daneben!
