ein kleines lied - in marokkos OHREN!
es ist nun fünf jahre her, dass ich zum ersten mal meine erfahrungen und erlebnisse mit marokko ins internet stellte. ich habe meine reiseberichte veröffentlicht, ein buch über marokko geschrieben und allerhand geschichten zum thema online gestellt.
ich behaupte: wer sich im deutschsprachigen internet über marokko informieren will, kommt an meiner homepage nicht vorbei.
ich will nicht verschweigen, dass mir manche anfeindungen nahe gingen und mich sogar in meiner existenz bedrohten. aber - wer ein land und seine menschen liebt, muss darauf gefasst sein, dass ihm auch hass entgegen schlägt.
man hat mich "rassist" genannt und einen, der die muslims hasst.
nichts davon ist wahr. ich respektiere das marokkanische volk und hege eine tiefe symphatie zu den menschen dort.
allerdings habe ich es im vergangenen jahr vermieden, nach marokko zu reisen - und das nach 16 reisen dorthin (von 1999 bis 2005). ich stellte nämlich fest, dass es hinter dem postkartenschönen "bild" marokkos noch ein anderes land gibt.
und das ist zuweilen ziemlich hässlich.
was also sollte ich tun? an einem bild marokkos festhalten (orient, 1001 nacht), oder nach dem wirklichen marokko suchen?
zum zweiten - nur nebenbei - fehlen mir sämtliche voraussetzungen.
so wie jeder mensch einem geliebten menschen immer zum zweiten mal begegnet (wobei es völlig unerheblich ist, ob sie noch einmal zueinander finden), müssen wir vielleicht zum zweiten mal - mit hoffentlich nüchternem und auch skeptischen sinn - auch auf länder treffen.
ich sage nicht, dass mich marokko "enttäuscht" hat. das wäre angesichts aller erlebnisse und bilder vollkommen falsch. marokko hält nur - ich muss es einmal offen sagen - allerhand kleine lügen bereit, die es einem fremden im land nicht eben einfacher machen.
ich sage es frei heraus: marokko macht - jenseits des pauschalen tourismus in agadir und marrakesch - immer noch angst. das müsste aber gar nicht sein. das alles ist völlig unnötig.
wenn aber menschen - wie manchmal in marokko - immer nur "ihr ding drehen" wollen, und sie auf touristen treffen, denen sie das blaue vom himmel herunter lügen, wird sich daran nicht viel ändern. es ist das gefühl der bedrängnis, das schlecht auszuhalten ist ... und darüber hinaus die irritierende erkenntnis, im hin und her der fremden sprache und denkungsart so manches mal über den tisch gezogen zu werden.
im übrigen macht KREUZ UND QUER jetzt ferien.
