ein neuer reiseführer zu SÜDMAROKKO!
zu marokko - und speziell auch zu südmarokko - gibt es zwei ernstzunehmende reiseführer. der eine ist von erika därr und leider inzwischen, was die informationen betrifft, reichlich überfrachtet und deswegen unübersichtlich. der andere ist von edith kohlbach. er wendet sich jedoch in erster linie an reisende, die in marokko mit eigenem pkw unterwegs sind.
jetzt hat lutz redecker einen reiseführer herausgebracht, der einerseits besonders informationsreich ist, andererseits aber die informationen straff und lesbar bündelt. der reiseführer "südmarokko" wird alle zufrieden stellen, die mehr als den dünnen "marco polo" band zu marokko suchen, aber auch nicht mit informationen oder gar GPS-daten hoffnungslos überrannt werden wollen.
lutz redeckers reiseführer, dem besonders schöne fotos beigegeben sind, lässt endlich auch einmal agadir gerechtigkeit widerfahren. immerhin reisen die allermeisten touristen aus deutschland in diese stadt, die in den 60er jahren unter einem schweren erdbeben furchtbar gelitten hat. dies im hinterkopf wird man das, was in agadir entstanden ist, um so mehr schätzen.
lutz redecker wenigstens ist nicht einer, der - wenn er von marokko spricht - bei agadir die nase rümpft.
lutz redecker stellt alle wichtigen reiseziele in südmarokko vor - also marrakesch, den hohen atlas, den antiatlas, den sahararand und die atlantikküste - und macht vorschläge für rundreisen. daneben führt er er uns das land nach alphabetisch geordneten stichworten vor - das sind besonders ergiebige und detaillierte informationen, die auch darüber auskunft geben, wie sehr sich lutz redecker mit dem land auseinander gesetzt hat.
ich kann seinen reiseführer nur rundherum empfehlen - und das nicht etwa, weil lutz redecker mich gebeten hatte, meine reiseimpression über amtoudi ins buch aufzunehmen. sie steht dort jetzt neben anderen, die themen vertiefenden notizen und hinweisen.

Dort, zufällig abends an einem Restaurant/Cafe in Agadir in Strandnähe vorbeischlendernd, habe ich auch die beste Livemusik meiner Reise gehört. Gitarre, Geige und Gesang. Unterschiedliche Stile, mit einem, das an den Tischen und außerhalb des Restaurationsbereiches lauschende Publikum zum Lachen bringenden Troubadour mit virtuoser Geige, der den Abschluss bildete.
Man konnte dort einige Stündchen bei ein- zwei, drei Orangensäften, Minztees etc. verweilen und sich orientalischer Pentatonik und Septatonik hingeben. Wie ich hörte, sollen dort regelmäßig an Wochenenden marokkanische Musiker auftreten.
Reisen ist für mich entdecken, und nicht etwa nur konsumieren.