eine kleine, wahre, traurige geschichte!
es ist lange her, dass ich in münchen lebte. damals begegnete mir jemand, der gern und ausgiebig kiffte, also haschisch rauchte. weil das damals sehr viele taten, dachte ich nicht weiter drüber nach. einige sorgen machte ich mir allerdings, weil er termine vergass und auch ansonsten recht unorganisiert schien. er hatte - so kam es mir vor - den überblick über sein leben verloren. so sah, wenn ich ihn besuchte, auch seine wohnung aus: unaufgeräumt, um nicht zu sagen: chaotisch.
da ich aber einen faible für alles unordentliche und chaotische habe, dachte ich nicht weiter drüber nach, sondern erzählte allen, die es wissen wollten, dass ein wenig chaos zum leben einfach dazu gehört.
mein bekannter schlief sehr lange und bemühte sich deswegen auch um keine arbeit. dann hätte er ja zu bestimmten zeiten aufstehen müssen. da er jedoch die nacht zum tag machte, war vor mittag an ein aufstehen nicht zu denken.
ich will es kurz machen: dieser bekannte stürzte nach einer weile hoffnungslos ab. das geniale chaos hatte sich in ein entsetzliches chaos verwandelt. er hatte vollständig den überblick über seine person verloren - und suchte auch nicht mehr danach.
er kiffte stattdessen!
was ich sagen will: es soll mir keiner erzählen, dass "so ein wenig kiffen" lustig ist und nichts bedeutet.
von meinem bekannten wurde mir eines tages erzählt, er sei nach afghanistan oder marokko gegangen. so genau wusste es keiner. ich habe ihn nicht wieder gesehen - sondern nur ganz und gar ...
... verloren.

Jeed
Menschen werden ganz anderes, wenn Sie mit Drogen in Kontakt kommen.
Man versucht Ihnen zuhelfen, aber ohne Erfolg, man geht mit Ihnen durch die Hölle und macht alles durch, damit Sie wieder in eine normale
Welt kommen....Aber all das schätzen Sie einfach nicht und enttäuschen einen noch um so mehr (da Sie sich nicht helfen lassen wollen)...und das tut verdammt weh..