einige abschiede ...!
das leben ... wenn ich es recht bedenke ... besteht aus abschieden. vielleicht ist es sogar so, dass der sinn des lebens darin besteht, zu lernen abschied zu nehmen. dann würde die spanne unseres lebens so lang sein ... und nicht weiter ... wie die zeit der nicht vollzogenen abschiede.
es kann ja sein, dass in unserem herzen noch etwas wartet, das gesagt werden muss. dann - ja, dann ... kann es keinen abschied geben. wir zögern womöglich - ein trick? - letzte worte (also abschiede) hinaus, um nicht abschied nehmen zu müssen, obwohl wir es längst besser wissen.
ist es das?
dabei wissen wir doch: wir müssen immer und zu jeder zeit abschied nehmen. so ist das nun mal mit uns menschen. es wird uns kein aufschub gewährt. von niemandem ... auch wenn wir manchmal meinen, dass der tausend mal gedachte abschied kein wirklicher und unwiderrufbarer abschied sein wird.
wir können schweigen, nichts tun, uns abwenden, alles leugnen, flüchten, den fernen anfang herbei sehnen, vor dem ende die augen schliessen ... es bleibt - unwiderruflich - dabei:
wir werden lernen müssen, abschied zu nehmen!
