es ist manchmal KALT in marokko!
man sollte sich nicht auf die tagestemperaturen verlassen, wenn man zwischen november und märz nach marokko reist. sicher: es ist tagsüber angenehm warm, die sonne sorgt dafür. sobald aber die nacht herein bricht, wird es empfindlich - ja, manchmal klirre - kalt.
die temperaturen regeln sich vor allem durch die nähe der ozeane. deswegen sinken die temperaturen in agadir selbst im winter zumeist nicht unter 16 grad. der warme atlantik sorgt dafür, dass alles im erträglichen bereich bleibt. er ist - sozusagen - die heizung für die südliche küste marokkos.
ganz anders sieht es im landesinneren aus.
je näher wir der wüste kommen, desto kälter werden (wenigstens in den wintermonaten) die nächte. das hat etwas damit zu tun, dass sand und geröll keine wärme speichern können. es gibt unglaublich viele berichte von reisenden, die die hitze am tag bestöhnen - die kälte in der nacht aber noch viel mehr beklagen.
marrakesch und zagora können im winter unglaublich kalt sein. aber immer nur nachts - selten am tag. es ist darum ein wahres fegefeuer, tags unter der hitze zu leiden, nachts aber unter der kälte zu zittern.
das aber ist die wüste!
wer sie kennt, richtet sich ein.
bei dieser gelegenheit (einmal wieder): die wüste - kalt oder heiss - ist kein gelände für wellness und fun. sie ist auch kein ort für 4x4 und sonstige cruiser. sie ist (ganz im gegenteil), was sie ist:
ein ort, an dem wir - ohne jedes weitere zutun - zu uns selbst kommen können. wir müssen nur hinschauen und hinhören ... in die grosse, wunderbare stille.
