euch allen: frohe ostern!
Rembrandt, Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz
München, Alte Pinakothek
Matthäus berichtet dagegen, dass ein grosses erdbeben geschah und ein Engel vom himmel herab kam, der den grossen stein vom grab wälzte und sich darauf setzte. seine gestalt sei wie der Blitz und sein Gewand weiss wie Schnee gewesen. die wächter erschraken und stellten sich tot. der Engel sprach zu Maria Magdalena, sie hätte nichts zu fürchten. Jesus sei auferstanden. sie müsse eilend gehen und es den Jüngern berichten.
"Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tag auferstanden nach der Schrift".
dieser satz ist die österliche botschaft und der kern des christlichen glaubens.
Rembrandt, Jesus und Maria Magdalena
die Jünger waren niedergeschlagen und hatten sich furchtsam versteckt. dann aber, nach drei tagen, erreicht sie die botschaft, dass Jesus auferstanden ist und lebt. erst jetzt festigt sich ihr glaube. sie sind entschlossen, nach seinem vermächtnis zu handeln und seine lehren zu verbreiten. was wie ein lebloser körper schien, ist plötzlich erfüllt von glaube und nachfolge.
die Christen feiern die auferstehung Jesu mit ihrem Osterfest, das von dem wort „ostara“, dem angelsächsischen namen der göttin der morgenröte und des frühlings herkommt.
wie so viele andere heidnische bräuche hat die christliche kirche auch das Osterfest unangetastet gelassen, aber mit zusätzlichen christlichen inhalten gefüllt. sie leitet das wort Ostern von „osten“ ab. in diese himmelsrichtung soll Maria Magdalena, die am leeren grab stand, geschaut haben, weil sie glaubte, Jesus käme von dort auf die erde zurück.
die christlichen gottesdienste beginnen bereits in der nacht von Karsamstag auf Ostersonntag. in den noch dunklen kirchen wird symbolisch eine kerze entzündet. ihr licht wandert von kerze zu kerze, bis das kirchenschiff strahlend hell erleuchtet ist. der freudige ruf der gemeinde: „christ ist erstanden“ erfüllt den kirchenraum, gesänge preisen die auferstehung und in den allgemeinen jubel tönen die glocken, die seit dem Karfreitag schwiegen, mit ihrem vollen geläut.
für Protestanten sind die Ostertage, - neben Weihnachten -, die freudigsten. für die Katholiken sind sie noch mehr: der zentrale und feierliche höhepunkt des Kirchenjahrs.
der choral „Christ ist erstanden“, überall zu Ostern gesungen, ist das älteste, in unserem raum noch lebendige geistliche lied. es wurde wahrscheinlich um 1150 von einem Augustiner in Passau geschaffen.
klicke zum hören des lieds einfach auf die zeile unter dem notenblatt!
zu den festen bräuchen gehört es, am Ostersonntag eier zu verschenken, die für die kinder manchmal versteckt werden. das ei hat in der geschichte der menschheit viele verschiedene bedeutungen, von denen sich manche auf das Osterfest übertragen haben.
ich wünsche Dir
FROHE OSTERN!
FROHE OSTERN!

FROHE OSTERN