gepökelt und geräuchert!
es wäre ein glatter irrtum, anzunehmen, dass unsere urgrossmütter die lebensmittel pökelten und räucherten, um dadurch einen besseren geschmack zu erzielen. gepökelt und geräuchert wurde, um die lebensmittel haltbar zu machen und einlagern zu können. die wirkliche kunst bestand darin, diese art der konservierung (kühlschränke gab es nicht) so zu verfeinern, dass daraus eine delikatesse wurde.
man machte (im besten sinn des wortes) eine not zur tugend!
so etwa verhält es sich auch mit den getrockneten pilzen. auch wenn ihnen alles wasser entzogen wird, behalten sie ihr aroma, sind aber über viele monate haltbar.
um sie als beilage zu einem gericht zu verwenden, müssen wir sie allerdings etwa eine stunde lang im warmen wasser aufquellen lassen. danach schütten wir sie auf küchenkrepp zum trocknen.
in einer pfanne erhitzen wir ein wenig öl und butter, geben dazu fein gewiegte zwiebeln, lassen sie kurze zeit dünsten und schütten alsdann die pilze hinzu. sie braten eine weile mit - damit sie aber weich werden, geben wir noch ein wenig wasser in die pfanne. darin dünsten die pilze so lange, bis die flüssigkeit verdampft ist.
jetzt wird gesalzen und gepfeffert. die pilze werden zum schluss mit süsser sahne übergossen, kurz darin geschwenkt - und ergeben auf diese weise eine köstliche beilage.
wer in der zwischenzeit einen semmelknödel (der von PFANNI ist äusserst delikat) gekocnt hat, ist mit knödel und pilzen ganz bestimmt ... im siebenten pilze-knödel-himmel!
