KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

01.06.2008 um 22:50 Uhr

gewichtige lebenslügen - in MAROKKO!

es ist das eine, irgendwann nach marokko zu reisen, sich in das land zu verlieben und zu bleiben. solche menschen, die am liebsten durch die welt fahren und mal hier und mal dort station machen, gibt es immer wieder. etwas anderes ist es aber, in marokko eine marokkanerin zu heiraten und mit ihr fünf kinder zu zeugen.

warum dieser vater von fünf kindern, der seinen lebensmittelpunkt nach marokko verlegt hat, immer noch deutscher staatsbürger bleibt, ist mir allerdings unerfindlich.

vielleicht eine rückversicherung?

natürlich weiss dieser mann, dass die zukunft für seine fünf kinder mehr als trübe aussieht. in marokko werden sie - wie so viele ihrer marokkanischen altersgenossen - auf der strecke bleiben. es ist kaum anzunehmen, dass kinder eines deutschen einwanderers, der mit einer marokkanerin verheiratet ist, bessere chancen haben.

dieser mann hat ganz offensichtlich seine interessen über die seiner kinder gestellt. man kann vielleicht nicht erwarten, dass er seine lebensproblematik zum thema macht. man könnte aber doch hoffen, dass er auch einmal von seinen sorgen und nöten spricht.

man könnte auch hoffen, dass er - sofern das überhaupt möglich ist - seine fünf kinder auf deutsche schulen schickt, damit sie eine fundierte ausbildung erhalten. man müsste also hoffen, dass er um seiner kinder willen das experiment "marokko" aufgibt und vorerst nach deutschland zurückkehrt.

es geht nicht um ihn - sondern um die kinder!

wir wissen aber auch, dass sich dieser mann seit langem in einer identitäts- und legitimationskrise befindet. dafür gäbe es auch volles verständnis, wenn dieser mann nicht immer wieder notorisch behaupten würde, alles richtig gemacht zu haben.

das hat er offensichtlich nicht.

er ist nach marokko gegangen (vor 20 jahren), um ... sagen wir es so, wie es ist ... ungeniert zu kiffen. er hat eine marokkanerin kennengelernt und ist zum muslimischen glauben übergetreten, um sie heiraten zu können. er hat danach immer weiter gekifft (das war der eigentliche beweggrund, in marokko zu bleiben). es kann sein, dass jeder der fünf buben, die seine frau zur welt brachte, ein kleines unglück war. womöglich wollte sie eine tochter ... und dann wurden es nur immer wieder jungen ...

übrigens: nicht ganz einfach, als mann mit über 50 jahren noch einmal mit einem säugling beglückt zu werden und sich den vaterfreuden hingeben zu müssen.

das alles ist schon beim ersten hinschauen so schief und krumm, dass man aus den wenigen biografischen angaben, die ich hier skizziere, ein ganzes unglück herauslesen kann.

aber nein ... wenn so jemand erst einmal ein forum im internet gefunden hat, wo er seine lebenslüge hemmungslos ausbreiten kann (sich also von den eigenen bohrenden fragen zu befreien sucht), lebt es sich - auch in marokko - vielleicht ein wenig einfacher.

man muss nur jeden tag sagen, wie unbeschwert das leben ist und wie gut es einem geht!

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenLeser schreibt am 02.06.2008 um 07:23 Uhr:In Deutschland wäre diese Familie ganz klar ein Fall für´s Sozialamt! In Marokko fällt so vieles nicht auf.
  2. zitierenargazarroumi schreibt am 02.06.2008 um 12:19 Uhr:Tja, Du sagst es.
    Ich habe 6 Jahre in Marokko gelebt (mit Frau und Kindern, Christen), für eine deutsche Firma dort gearbeitet, und könnte ein Buch über die gescheiterten europäischen Existenzen schreiben, Männlein oder Weiblein: ja, ich habe einen Marokkaner geheiratet, bin gute Muslima, trage Kopftuch so glücklich...haben sie nicht eine Arbeit für mich?; ja, ich baue mir meine Existenz in Marokko auf, habe eine Marokkanerin geheiratet und die Schuhada gesprochen, können Sie mir nicht einige wertvolle Adressen vermitteln? etcetc...Solche Fälle wurden schon von meiner marokkanischen, muslimischen Sekretärin im Vorzimmer abgewimmelt. Eine Firma ist nicht das Sanatorium für Lebenslügen, gescheiterte Lebensentwürfe, Dummheit und Verrat. Selbiges gilt ebenso für die (meist) importierten Marokkaner durch unbefriedigte Teutoninnen. Diese gescheiterten Fälle gibt es auch zuhauf.
    Und genaus das ist das Marokkoforum: ein Tagebuch gescheiterter Existenzen, jetzt und in Zukunft.
  3. zitierenLeser schreibt am 02.06.2008 um 16:45 Uhr:@Argazarroumi,
    Du schreibst weise Worte!
    Wie sollten einige von denen die dort wortführend sind einen unangemeldeten Besuch abstatten um zu sehen wer sich tatsächlich hinter ihnen verbirgt.
    Einschließlich den Moderatoren natürlich!

    Ha, ha, das würde ein Heidenspaß wenn die Menschen erfahren daß so manch einer im realen Leben etwas ganz anderes ist als er sich dargestellt hat!
    Nennen wir es einfach mal "Moderatoren ohne Maske."
  4. zitierenPennäler schreibt am 03.06.2008 um 00:27 Uhr:Liber als freier, unbeschwärter Analpabeet in Maroko gros werden, als als verkopfter Neuroticker in der deutschen Schulhölle für den Konsuum und Leistungsteror getrimt werden.
  5. zitierenargazarroumi schreibt am 03.06.2008 um 10:55 Uhr:@ 4: Du bietest alle Voraussetzungen dafür. Nichts wie hin nach Marokko!
  6. zitierenKyniker schreibt am 04.06.2008 um 09:32 Uhr:Glücklicher sind marokkanische Analphabeten allemal.

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