grüss gott - herr GOETHE!
als ich die ruinenstätte von palmyra in syrien besuchte, setzte ich mich auf einen stein und versuchte mich an einer rechenaufgabe.
nehmen wir einmal an, dass palmyra, die alte römische stadt an der östlichen grenze des imperiums, im 1. jahrhundert nach christi noch bewohnt war. setzen wir dieses datum als ausgangspunkt für unsere rechnung und nehmen eine generationsfolge von je 30 jahren an, dann ergibt sich etwas ganz und gar verblüffendes:
dreihunder jahre später, also 400 n.chr., hätten erst 10 nachkommende generationen in palmyra gelebt. ganze 30 generationen wären es bis zum jahr 1000 gewesen (da existierte pamyra aber schon nicht mehr). weitere 30 generationen ... und wir befinden uns bereits im jahr 1900. geben wir grosszügig noch drei generationen hinzu, so landen wir summa summarum im jahr 2007.
das heisst: vom antiken palmyra trennen uns gerade einmal 63 generationen. das ist doch eigentlich nicht besonders viel, oder?
angeregt, das hier aufzuschreiben, wurde ich durch einen artikel in der FRANKFURTER RUNDSCHAU. dort wird gemeldet, dass jetzt die tochter (!) von august strindberg (1849 - 1912) gestorben ist. daran knüpft sich eine hübsche feuilletonistische betrachtung, die irgendwie ähnlichkeit mit meinen rechenkunststücken - damals in palmyra - hat.
SAGEN WIR DOCH GOETHE MAL GUTEN TAG!
