heimat!
über "heimat" nachzudenken, ist nicht einfach.
zumal in deutschland ist das nicht einfach. viel zu schnell schieben sich bilder den kopf, die dieses wort "heimat" auf gar zu gruselige weise illustrieren.
nun habe ich aber doch einmal nachgedacht über "heimat". weil ich aber nicht recht weiter wusste (obwohl ich mir unter "heimat" schon etwas vorstellen kann), wollte ich mich im internet schlau machen.
dort stiess ich auf den film "heimat" mit zarah leander. dieser schmachtfetzen führte mich aber auch nicht weiter. vor allem war es nicht das, wonach ich suchte. im übrigen sollte man einen film, der unter den nazis gedreht wurde und "heimat" heisst, mit äusserstem misstrauen begegnen.
nur zur erinnerung: dass der begriff "heimat" heute so diskreditiert ist, hat geradewegs etwas mit den nazis und ihrem missbrauch von "heimat" zu tun.
ich wollte doch nur wissen, was "heimat" bedeutet ...
und war geradewegs ins dickicht von nationalismus, revanche und piefiger "tümelei" geraten.
ich werde - zumindest heute - nicht weiter drüber nachdenken. es ist in der tat sehr, sehr mühselig.
dabei weiss ich, dass es sich lohnen würde.
vielleicht ist es ja so, dass es "heimat" nur in unseren köpfen gibt - dass also "heimat" immer dort ist, wo wir uns befinden. dann würden wir heimat mit uns führen und ihr überall begegnen, wo wir angekommen sind.
ich weiss: das ist ein nicht ganz einfacher gedanke. er würde aber bedeuten, abschied zu nehmen von rauschenden wäldern, ewigen sommern und klappernden wassermühlen ...
es bleibt zum schluss dieser - reichlich unbefriedigenden - überlegung aber doch noch die frage, ob wir vielleicht in der liebe ... und damit im "anderen" ... unsere heimat finden können.
immerhin: viele menschen meinen, erst dann angekommen zu sein - also "heimat" gefunden zu haben - wenn sie verliebt sind und auf ewige treue hoffen.
das mag stimmen - wer wollte widersprechen?
vielleicht ist es aber klüger, einstweilen die "heimat" nicht in verlorenen landschaften oder menschen zu suchen, die wir zu immerwährender treue verpflichten ...
... sondern in uns.
und damit bin ich - es ist fast zum lachen - doch wieder bei zarah leander ...
WIR KAMEN VON SÜDEN UND NORDEN - MIT HERZEN SO FREMD UND SO STUMM!
