KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

21.03.2007 um 22:54 Uhr

hüte den augenblick!

von: rolf   Kategorie: **von meiner homepage!

was ist glück?

vielleicht nur ein moment, von dem wir - wenn wir ihn erleben - noch nicht einmal wissen, dass er glück bedeutet. glück ist jedenfalls kein immerwährender zustand. glück begegnet uns vielmehr unverhofft - und zumeist wissen wir erst später, was wir da getroffen haben.

es mag momente geben, in denen wir meinen, ganz und gar glücklich zu sein. wenn wir aber irgendwann zurück denken, kann es sein, dass wir mit einem mal einen ganz anderen, bislang kaum wahrgenommenen moment als viel glücklicher empfinden. 

es kann sogar sein, dass es "das" glück überhaupt nicht gibt, sondern erst unsere lebensgeschichte (beim häuten der zwiebel) enthüllt, was unser wirkliches und manchmal kaum wahrgenommenes glück ist.

HÜTE DEN AUGENBLICK!

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenManuela schreibt am 21.03.2007 um 23:25 Uhr:Ein wirklich schönes Metapherchen hast Du da gefunden: zwar mag ich keine Zwiebeln (weder riechen noch essen), aber als Sinnbild für die Häutung oder Übereinanderlegung von Stoffen, Gedanken, Erinnerungen und Gefühlen ist sie durchaus brauchbar; fast noch eher als der Vergleich mit den großenteils noch immer unerforschten Verschachtelungen eines Gehirns. Bei dem genannten Würzgemüse ist doch eher so etwas wie eine Gleichmäßigkeit vorhanden, wo ich erahnen kann, daß zwischen den einzelnen Häuten/Schichten etwas eingelagert ist, das lucide, verschwimmend, unerklärlich wirkt. Und so etwas empfinde ich auch für mich selbst zum Thema *Glück*: das aus meiner Vergängenheit war tatsächlich oft ein ganz anderes - weil angetrieben durch Werte, wie sie heute nicht mehr gegenwärtig sind -; also habe ich auch zu manchen Erlebnissen von früher jetzt ein anderes Gefühl, ja - fühle etwas als *glücklich*, das ich damals gar nicht als besonders erachtet hatte. Vielleicht bemerkt man erst durch den Zeitablauf, wie wertvoll die eigenen Erfahrungen doch waren; während es seinerzeit oft allenfalls so schien, als sei es lediglich eine schlechte Kopie von etwas und/oder irgendwem oder gar völlig unzureichend und überflüssig, also dem erstrebten Ziel (Sinn) = *Glück*? unwürdig.
  2. zitierenrolf schreibt am 21.03.2007 um 23:41 Uhr:"beim häuten der zwiebel" heisst die autobiografie von günter grass. das bild gefällt mir, schicht um schicht zu lösen, um vorzudringen zu dem, was leben aus uns macht. im übrigen: vielen dank für deine gedanken ...

    gruss rolf
  3. zitierenRahmstein schreibt am 22.03.2007 um 13:23 Uhr:*es mag momente geben, in denen wir meinen, ganz und gar glücklich zu sein. wenn wir aber irgendwann zurück denken, kann es sein, dass wir mit einem mal einen ganz anderen, bislang kaum wahrgenommenen moment als viel glücklicher empfinden*.

    Wie gut Du das erkannt hast, und wie wahr diese Aussage ist. Manche "Glücksmomente", in denen man meinte, das absolute, das nie vorher gekannte Glück zu erleben, verblassen in der Erinnerung ...
    Was bleibt, und welche mir als wahre Glücksmomente stets bleiben werden, sind Augenblicke, in denen ich "das Glück" als solches nicht so richtig wahrgenommen habe. Aber heute, in der Erinnerung, weiß ich, DAS war das wahre, das echte, das richtige Glück.

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