"ichBleibich" schreibt mir - aus wien!
in meinem "alten" tagebuch hatte ich 2004 auch über wiener "traffics" berichtet. dazu erhielt ich heute eine mail. übrigens: "rauchwaren" sind nicht zigaretten und zigarren - sondern pelze. ich hätte das nicht erwähnt, wenn ...
gewidmet walter, vom trafik steinbauer in wien!
trafik hat das gramm. weibl. geschlecht, also DIE trafik und der plural davon ist: die trafiken. lt. Wehle: Sprechen Sie Wienerisch? Verlag Ueberreuter, Wien 1980, ist die „Trafik ein Tabakwarenladen, in dem auch Zeitungen und Papierwaren verkauft werden; v. einem arab. Vb. tafrik = verteilen, das mit einem erfundenen lat. transficere vermischt wird und über ital. traffico zu uns kam.“ in letzter zeit gibt es dort tatsächlich ab und zu auch süßigkeiten. ach ja, und mittlerweile wurden sie auch lotto-annahmestellen.
kennt ihr die *trafiks* in wien? das sind kleine häuschen an der strasse, mit vielen zeitungen, zigaretten und bonbons für die kinder ...
das folgende foto ist aber keine trafik im üblichen sinn (offizieller name ist tabak-trafik), sondern ein kiosk, wie er hier genannt wird, in dem man hauptsächlich zeitungen usw., ab und zu rauchwaren und einige verschiedene süßigkeiten kaufen kann. es gibt auch kiosks, die haben wiederum viele süßigkeiten und getränke, im sommer speiseeis und wenige bis gar keine zeitungen, das variiert je nach bedarf.
ich bin einmal an einem trafik vorbei gekommen - ganz in der nähe vom opernplatz. der trafik-besitzer …
also demnach bist Du an einer trafik vorbei gekommen – aber sicher nicht in der nähe vom opernplatz, denn einen opernplatz gibt es in wien nicht ;-)
eine kurze geschichte der „trafiken“ in ö.:
nach dem 2. weltkrieg erhielten kriegsversehrte und später dann auch „zivil“behinderte unter günstigen bedingungen die möglichkeit eine „tabak-trafik“ (die damals nur rauchwaren, diverse zeitungen und auch briefmarken führten) zu eröffnen, um ihren lebensunterhalt sichern zu können. im laufe der jahrzehnte erweiterten sie ihr sortiment in einem gewissen rahmen und auch die besitzverhältnisse machten verschlungene wege (vererbung usw.)
