im pyjama zum TEE!
man mag ja schon gar nicht mehr in islamische länder reisen. mein gott, was kann man da alles falsch machen ... wie viele fettnäpfchen warten dort auf den europäer. ein falsches wort, eine falsche geste ... und schon fällt das wackelige haus der völkerfreundschaft lautlos in sich zusammen.
die europäer als elefanten im porzellanladen der islamischen länder.
die muslims sind ja auch alle so schrecklich sensibel und beobachten genau, ob die islamische kultur geachtet und respektiert wird. deswegen läuft man als tourist am besten auch nur auf zehenspitzen herum ... pst, pst!
was zieht man eigentlich korrekterweise in islamischen ländern an ... auch so ein problem. schon manche reisende bekamen bereits beim packen des koffers einen nervenzusammenbruch:
aber doch nicht dieses leichte t-shirt ... um gottes willen, der nabel und der knöchel müssen bedeckt sein ... aber die nase darf doch frei bleiben, oder?
wem das ganze regelwerk zu kompliziert ist, packt einfach einen luftigen, möglichst einteiligen und einfarbigen pyjama ein. damit kommt man noch am weitesten ...
wer in islamischen ländern zum essen eingeladen wird, sollte eine grippe vortäuschen und zu hause bleiben. er würde sich nur fahrlässig auf gefährliches terrain wagen. das regelwerk der gemeinsamen mahlzeit ist viel zu kompliziert, als dass wir nicht irgendwann die höflichkeit unserer gastgeber allzusehr strapazieren müssten. am gefährlichsten wird es immer dann, wenn wir meinen, uns gemütlich in die kissen zurücklehnen zu können - in der irrigen annahme, jetzt sei das schlimmste überstanden und es könnte nichts mehr schief gehen ...
schon mal an die fussohlen gedacht? wohin schauen sie (hätten sie augen)? etwa auf den gastgeber?
schlimmer kann es nicht kommen. wie ist das alles unhöflich! da flüchtet selbst der naivste tourist aus den kissen und eilt, mit einem pyjama bekleidet und grenzenlos blamiert, von dannen.
wie ist das überhaupt bei einer einladung und wie bei der begrüssung der muslimischen damen, die sich stets im hintergrund aufhalten? soll man sie beachten ... oder (wie ihre landsleute) einfach ignorieren? wenn schon die frage eindeutig zu beantworten ist, wann man zu einer solchen einladung erscheinen sollte, ist es doch viel schwieriger zu entscheiden, wann man wieder geht. nur die faustregel besagt, dass man dies nach dem dritten angebotenen tee tun sollte. wenn aber noch das täubchen auf coucous wartet - was dann?
appetit hat man ja schliesslich auch. oder sollte man sich besser zuvor sattessen und bei der einladung höflich jede speise ablehnen.
ist das vornehm? tut man das so? ist das angemessen?
und dann bleibt ja auch immer noch die frage, ob so ein pyjama zur einladung passt - ein gestreifter wenigstens wäre fehl am platz.
wer also wissen möchte, wie er sich in islamischen ländern benehmen sollte (wenn er überhaupt lust hat, dort noch hinzufahren) ... hier ist der
es gilt - wie immer im leben - nur ein strenges ja oder nein!
... und noch ein tipp an die touristinnen: sie sollten es gar nicht erst versuchen, in saudi-arabien ein auto zu mieten. das klappt selbst im pyjama nicht - zeigt also fern aller kleiderordnung die grenzen von porzellan hier und sitte dort.
