im schottenrock auf den HIMALAYA!
die damen und herren haben langeweile. sie sitzen beim tee, nippen an den tassen und gähnen hinter vorgehaltener hand. sir douglas henry mortimer aber, der schon in indien und beim ägyptenfeldzug dabei war, wirft (weil ihm nichts besseres einfällt und weil die rostige kugel im schultergelenk zwickt) eine frage in die runde.
alle sind elektrisiert und greifen zum keks ...
...die frage aber, warum feministisches gedankengut nicht endlich auch in der DRITTEN WELT zündet, kann nur mit manchem britischen spleen verglichen werden ... ob es zum beispiel ratsam sei, einen schottenrock auf einer himalaya-expedition zu tragen.
bevor den frauen in der DRITTEN WELT nicht fundamentale freiheiten und rechte gewährt werden ...
- selbstbestimmung
- unversehrtheit des körpers (ich nenne das stichwort: beschneidung)
- ausbildung
- politische mitsprache
- gleichberechtigung
... kann doch niemand im ernst davon sprechen, dass es endlich eine feministische bewegung in der dritten welt (auch und gerade in muslimischen ländern) geben muss, um die frauen dort zu befreien.
wir haben es - aufgepasst - einmal wieder mit einem schwurbeligen muliti-kulti-geschwätz zu tun!
es reicht vorerst, das "ein mal eins" der menschenwürde zu buchstabieren ... und darin die frauen einzuschliessen. es reicht auch aus, den in patriarchiat und dominanz vehedderten männern aufzuzeigen, dass ein anderes, partnerschaftliches verhältnis zu ihren frauen notwendig ist. es reicht - fürs erste -, den männern deutlich zu machen, dass eine tochter genauso "wertvoll" wie ein sohn ist ... und eine frau nicht sexualobjekt, packesel und fütterungsstation ist ...
alles weitere wird sich schon finden.
übrigens sind alle briten erfroren, die im schottenrock den himalaya besteigen wollten. als erstes ist ihnen ...
... der schwanz (immerhin: hart wie ein eiszapfen) abgefallen.
sir douglas henry mortimer greift eingedenk dieses verlustes ... wie immer zum keks und weiss noch eine andere frage.
