immer diese SPASSVERDERBER!
und wieder wird es richtig lustig in münchen. am 27.1. steht die innenstadt kopf - es wird fasching gefeiert. man hätte natürlich auch den darauf folgenden sonntag für die veranstaltung wählen können ... aber was so ein richtiger münchener ist, der kann es eben kaum erwarten, sich die rote pappnase ins gesicht zu setzen.
eine riesen-gaudi ... ich wiederhole: eine tolle riesen-gaudi ... und weil es so schön ist, gleich noch einmal: eine riesen-sauschöne gaudi ... münchener können feiern, das wissen wir.
nur leider: die verantwortlichen schauten nicht genau genug in den kalender. dort steht unter dem 27. januar:
Der Gedenktag am 27. Januar erinnert an die mehr als sechs Millionen Juden und die vielen anderen Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 waren die Überlebenden des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit worden. 1996 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Gedenktag in Deutschland „für die Opfer des Nationalsozialismus“. 2005 proklamierten auch die Vereinten Nationen den Tag zum offiziellen Gedenktag.
vielleicht sollte man den fasching in münchen in diesem jahr unter ausdrücklicher einbeziehung der neuen jüdischen synagoge feiern (die alte wurde - wir erinnern uns - von den NAZIS zerstört). die jüdischen mitbürger werden bestimmt kräftig mitfeiern.
oder denken sie darüber etwa ganz anders?
Dass das Fest ausgerechnet am kommenden Sonntag stattfinde, sei
„geschmacklos und führt den Holocaust-Gedenktag ad absurdum“, erklärte der
Vizepräsident des Zentralrats, Dieter Graumann. Die politisch
Verantwortlichen sowie Behörden hätten gedankenlos ihr Einverständnis zu dem
Spektakel signalisiert. Vizepräsident Salomon Korn sagte: „Die Veranstaltung
eines Faschingsumzugs am internationalen Holocaust-Gedenktag in München
beleidigt die Opfer, derer an diesem Tag gedacht werden soll.
unsere jüdischen mitbürger verstehen keinen spass - das ist alles!
