immer wieder - spargel!
(tagebuch, 16.4.2004)
am ersten mai-wochenende beginnt in deutschland die spargel-saison.
sie dauert bis ende juni - und wenn es im kommenden monat auch nur ein wenig
trocken ist, gibt es „spargel-satt“ auf unseren wochenmärkten zu kaufen.

inzwischen haben die spargelbauern in südeuropa ihre lektion gelernt. der spargel ist um ein vielfaches schmackhafter geworden, büsst allerdings auf den langen transportwegen viel von seiner frische ein. wer ihn aber grosszügig schält und die enden gut abschneidet, kommt schon im april in den genuss eines spargelessens - das noch dazu preisgünstig ist. zur zeit kostet das kilo spargel fünf euro und wird, je näher die deutsche ernte rückt, immer billiger.
der spanische und griechische spargel kommt manchmal mit lila köpfen auf den markt. dann haben sie ein wenig zu viel licht bekommen. das macht aber nichts! ich finde, dass er dadurch herzhafter schmeckt.
der spargel sollte nicht länger als 20 minuten gekocht werden. in das wasser gebe ich salz, etwas zucker und ein stück butter. wenn das gemüse gar ist, lege ich es vorsichtig auf küchenpapier, um es abtropfen zu lassen. übrigens: dadurch kühlt der spargel auch ein wenig ab. zu heiss gegessen, schmeckt er nämlich nicht.
jetzt muss ganz bestimmt noch einmal nachgesalzen werden. dann streue ich frisch gehackte petersilie über das gemüse und giesse leicht gebräunte butter über alles.
wer es klassisch liebt, wählt ein stück kräftigen geräucherten schinken zum spargel - vor allem aber sollten frisch gekochte kartoffeln nie fehlen.
meinen geschmack stören dicke buttersaucen am spargel. eine sauce hollandaise? ja, immer gern zu blumenkohl! aber zum spargel? nein, lieber nicht!
wer jetzt noch einen trockenen weisswein im kühlschrank findet, sollte eigentlich auf der glücklichen seite des lebens stehen.
etwas fehlt vielleicht noch! das sind nach dem spargel die erdbeeren zum dessert. aber - sagte ich es schon? der mai kommt erst noch! und mit ihm die berge von saftigen und süssen erdbeeren auf unseren wochenmärkten. die erdbeeren aus südeuropa sollen chemisch belastet sein - darauf verzichten wir lieber! (den spargel habe ich in dieser angelegenheit noch nicht befragt!
