KREUZ @ QUER - notwendige notizen!

03.06.2007 um 22:40 Uhr

kulturschock gratis!

von: rolf   Kategorie: **kurzer weg ins internet!

wer die möglichkeit hat, sich den film "die weisse massai" anzuschauen, sollte die gelegenheit beim schopf ergreifen. der film ist nach einem autobiografischen buch gedreht und schildert, wie sich eine europäerin in einen massai verliebt, in kenia bleibt und ihn dort heiratet.

wer sich je mit dem thema "binationale partnerschaften" beschäftigt hat (angesichts des films ein eher müder ausdruck für die dramatik eines solchen kulturellen "clashs"), wird dem film - oder dem buch - wie elektrisiert folgen.

HIER DIE INFORMATIONEN ZUM BUCH UND ZUM FILM

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenLittleLunaticGirl schreibt am 03.06.2007 um 23:16 Uhr:Wenn ich ganz ehrlich sein soll... das Buch habe ich nicht fertig gekriegt, ich fand es schlicht und ergreifend zu kitschig. Ist aber meine persönliche Meinung, natürlich sieht das nicht jede/r so.
    Das Thema ist durchaus sehr interessant.
  2. zitierenPaulinchen schreibt am 04.06.2007 um 15:52 Uhr:Buch hab ich nicht gelesen. Den Film hab ich mir angetan, aber Kitsch ist genau das richtige Wort.
  3. zitierenLittleLunaticGirl schreibt am 05.06.2007 um 07:29 Uhr:Ach schade. :-D Hatte gehofft, dass der Film besser sei, denn wie gesagt, die Thematik finde ich interessant.
  4. zitierenrolf schreibt am 05.06.2007 um 08:52 Uhr:ich verstehe das nicht ganz. ich gebe hier sehr sparsam filmtipps. wenn ich aber einmal auf einen film aufmerksam mache, kann man sicher sein, dass er das ansehen lohnt. ansonsten hätte ich ihn nicht erwähnt. das buch mag jedoch "kitschig" sein. ich habe es nicht gelesen.

    gruss rolf
  5. zitierenManuela schreibt am 05.06.2007 um 13:50 Uhr:Der Sachverhalt an sich ist sicher nicht *kitschig*. Ich kenne zwar das Buch nicht, und es mag durchaus dilettantisch oder von mir aus auch hervorragend geschrieben sein, worüber sich streiten ließe (aber bitte nicht mit mir, weil ich es ja nicht gelesen habe). Allerdings habe ich mir den Film angeschaut, und dazu fällt mir vor allem ein: Nina Hoss ist eine großartige Darstellerin. Und was das Thema angeht, so kann ich nur mit ehrlicher Bewunderung an die Autobiographin sagen, wie mutig ich es finde, einen solchen großen Schritt zu tun. Hinweg aus der gelebten Zivilisation mit allen ihren selbstverständlichen Annehmlichkeiten, hinein in ein archaisch-karges Umfeld; alles aus Liebe zu einem Mann, den sie als den einzig echten, wahren, guten für sich selbst auserkoren hat. Und dafür dann Gehorsam zollen, sich den herrschenden Hierarchien unterordnen, dulden, aushalten usw. Das sind eben alles so Veränderungen, die ich für mich persönlich keinesfalls vollziehen möchte.
  6. zitierenrolf schreibt am 05.06.2007 um 14:06 Uhr:... woran am ende ja auch die beziehung gescheitert ist - und zwar von beiden seiten und eigentlich zwangsläufig. die autorin "denunziert" keine seite - sondern zeigt, wie menschen in ihrer kultur verhaftet sind und wenig möglichkeit haben, sie hinter sich zu lassen. der mann war letztlich von der selbständigkeit der europäerin "überfordert". das ist eigentlich die tragödie des films. die frau hatte eigentlich nie eine chance. sie wollte das nicht sehen, musste es am ende aber einsehen. so wie ihr geht es übrigens vielen - da muss man nicht bis kenia reisen.

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